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Die Welt · 1912-06-28 · 26 (28.6.1912) · page 17

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Journal
Die Welt
Volume
16 (1912)
Issue
26 (28.6.1912)
Date
1912-06-28
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Nr. 26 DIESaKELT 785 System huldigen, während die Hampsteader Damen sich statt dessen an Hunden und Katzen aller Größen ergötzen. Wenn Whitechapel ein Hexenkessel ist, ist Hampstead eine Eisgrube — kalt, gemütlos, gottlos, hoffnungslos ... Meine Whitechapler aber sind tapfere Brüder. Sie haben nichts, aber um so mehr hoffen und erwarten sie. In Hampstead gähnt man, in Whitechapel träumt man süß, in Hampstead hat man die Gegenwart, in Whitechapel die Zukunft. Nur die Vergangenheit ist eine gemeinsame, denn auch die Ahnen der Hampsteader haben sich tapfer als Trödler und Viehhändler durchs Leben geschlagen. So ist denn das große Whitechapel gewissermaßen ein Spiegelbild des ganzen osteuropäischen Judentums. Wie dieses hochinteressante kleine Völkchen lebt und träumt, politisiert und handelt, werde ich demnächst erzählen. Büchereinlauf Moses ben Maimon (Maimonides). Sein Leben und seine Werke. Von Dr. J. Mün z. Franfurt a. M., Verlag von J. Kauffmann, 1912. Randbemerkungen zum täglichen Gebetbuch (Siddur). Von Professor Dr. A. Berliner. Zweites Buch. Berlin, M. Poppelauer, 1912. Theodor Zlocisti: Am Tor des Abends. Lieder vom Heimweg. Berlin W. 15, Jüdischer Verlag G. in. b. H. 1912. Die Nacht des Dr. Herzfeld. Roman von Georg Hermann. Egon Fleischel 8: Co., Berlin 1912. Meyer A a r o n G o 1 d s c h m i d t: Ein Jude. Roman. Verlegt bei Axel Juncker Verlag, Berlin W. 15. 1912. Ernst Sommer: Gideons Auszug. Roman. Oesterreichischer Verlag, Wien 8/2. 1912. Gesammelte Dramen von Emil Rosenow. Mit einer biographischen Einleitung von Dr. Christian G a e Ii d e. Verlegt bei Hennann Essig, Berlin 1912. Interessante Kriminal-Prozesse von kulturhistorischer Bedeutung. Von Hugo Friedlaender, Gerichts - Berichterstatter. Eingeleitet von Justizrat Dr. Erich Seil o. Bd. VII. 1912. Berlin W. 30, Hermann Barsdorf Verlag. Monatsschrift für die Geschichte und Wissenschaft des Judentums. Gegründet von Z. Frankel. Herausgegeben von Dr. M. B r a n n. 56. Jahrgang. Neue Folge, 20. Jahrgang. März-April 1912. Breslau, Koebnerschc Verlagsbuchhandlung (Barasch & Riesenfeld). Dreißigster Bericht der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums in Berlin. Inhalt: I. Jahresbericht des Kuratoriums für 1911. II. Rede des Dozenten Dr. EIbogen bei der Philippson-Feier. III. Vortrag des Dozenten Dr. T ä u b 1 e r. Berlin 1912. Druckfehlerberichtigung In unserem Berichte über die zionistische Massenversammmg in Prag, Nr. 24 unseres Blattes, Seite 721, soll es in der '■ede A. Böhms, 1. Spalte, Zeile 26 von unten, statt „theoetische" richtig theokratische Gemeinschaftsidee heißen. Schluß des redaktionellen Teiles Eingegangen bei der Administration der „Welt": Für den Bezalel: J. Gerber, Torgowitz, Rbl. 1.—.........M. 2.14 per Salomon Frenkel, Kaiisch.........„ 12,90 Für die unglücklichen Juden in Fez: J. Gerber, Torgowitz............M. 2.14 Für die Nationalbibliothek in Jerusalem: Jacob Jehudei...............M. 4.23 von Jehuda Lewin............. „ 2.13 Für den Lewinsky-Fonds: per Salmanowitz, Riga, von Jehuda Lewin . . M. 2.13 Für das Gymnasium Dr. Th. Herzl: per M. Schechter, von A. Gutkin Rbl. 1.—, von Konsul Thorn Rbl. h—.............M. 4.27 Bei dem Jewish Colonial Trust, London sind eingegangen: Für den Bezalel: per J. N.-F. Bureau for Amerika New York . ... 8 —.25 per M. B. Michelson, Hon. Treas. The Sydney Zionist Society Special Loan from Sydney Zionist Society C 12.10 Für das Mikrobiologische Institut: per Federation of American Zionists New York . . 8 1.— Für das Hebräische Gymnasium in Jaffa: per Max Wollsteiner, Berlin.........,U. 33.— Für die Medizinische Hochschule in Palästina: Zu Ehren des Herrn Dr. Max Mandelstamm s. A. per Max Wollsteiner, Berlin...........//. 20.— Für die Mittelschule Tachkemoni in Jaffa: per Max Wollsteiner, Berlin.........M 20.50 Eino Umwälzung auf dem G-ebiete der Pflanzenernährung h< rvorzubringen scheint ein neuer Kunstdünger berufen, von dem unsere Leser ein Inserat in dieser Nummer vorfinden. V u 1 k a n - P h o n o 1 i t h ist eino Schlackenmasse, wie sie in der Eifel vorgefunden wird als Ueberrest früherer vulkanischer Tätigkeit. Dieselbe enthält eine ganze Reihe wichtiger Pflanz ennährstoffe, so 9-10"/,, Kali, 4-5% Kalk, 6-8°/„ Natron, 50% aufnehmbare Kieselsäure, 1% Magnesia und vor allen Dingen kein Chlor; alles in allem 15—18% Alkalien, die den Pflanzen in einer nicht ätzenden, neutralen Form zur Verfügung gestellt werden. Die bisherigen Erfahrungen, die man mit diesem Dünger gemacht, sind ausserordentlich günstig, sodass man in der Lage ist, nicht nur den jeweiligen Bedarf an Pilanzennährstoffen in den Boden zu bringen, sondern auch den Boden namentlich mit dem vielgebrauchten Kali anzureichern, was bisher nicht möglich war. Die vielen glänzenden Anerkennungen aus den Kreisen der praktischen Landwirte zeigen, dnss bei allen Kulturpflanzen und aus fast allen Buden durchweg guto Resultate gezeitigt worden sind. Insbesondere ist hervorzuheben, dass sich eine Düngung mit Vulkan -Phonolith reichlich bezahlt macht, wenn es sich um schlecht bestandene oder sonst irgendwie notleidende Stücke handelt. Die Wirkung richtet sich zunächst auf eine bessere Entwicklung von Halm und Blättern. Dunkles, üppiges Grün tritt bald an die Stello des bisherigen kümmerlichen Pflanzenwacb stums, und auch die Pflanze selbst schiesst mächtig empor. Wenn man bedenkt, dass bei unseren Cerealien der grösste Teil der Pilanze aus Kieselsäure besteht, so kann man ermessen, wie anregend auf das Wachstum die etwa 50% aufnebmbare Kiesolsäure wirken müssen. Die weitere Folge ist auch eine bedeutende Förderung des Wachstums der Aehren, die sich ebenfalls erheblich durch ihre Grösse auszeichnen. Eine besonders günstige Wirkung zeigt das Phonolith bei den Hackfrüchten und Handelsgewiichsen. Schon der bekannte Oenologo Oekonomierat Oberlin, Direktor des städtischen Weinbau-Instituts zu Colmar, wies vor Jahren darauf hin, dass durch Phonolith sich die Qaalität des Weines bedeutend verbessern lasse. Er fand, dass dadurch eine erhebliche Vermehrung des Mostgewichtes erreicht werden könne (unter Umständen zeigte der Most den enormen Zuwachs von 15° Oechsle), und Hess auch durch drei Experten mit Hilfe der Mundprobe feststellen, dass der Wein von mit Phonolith behandelten Reben nicht nur feiner und angonehmor, sondern auch insbesondere körperreicher gewesen sei als der von anderen Reben. Aehnliche Erfahrungen machte man mit Kartoffeln und Rüben, die nach Phonolith Stärkemehl- bzw. zuckerreicher wurden; während auf Wiesen und Weiden ein starkes Wachstum der feinen, nährstoffreichen Untergräser, sowie ein prachtvolles Hervortroten der Kleearton, Hülsenfrüchte etc. beobachtet wurde. Alles in allem hat sich das Vulkan-Phonolith bisher vorzüglich bewährt, so dass wir unseren Lesern einen Versuch mit diesem neuen Dünger, der, nebenbei gesagt, auch noch den Vorzug grosser Billigkeit hat, angelegentlichst empfehlen. Die Gewerkschaft Graf Gleichen zu Köln-Geroonshaus wird gerne weitere Auskunft erteilen. KONFITÜREN S—i PACKUNG fUr Pralinös, Katzenzungen, Mokkabohnen Ueberau zu haben SCHOKOLADEN M— N —V Milch Nuss Vanille Die Drei Neuen Edelschokoladen BERLIN Dresden 1911: Kgl. Sächs. Staatspreis

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