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Die Welt · 1912-06-21 · 25 (21.6.1912) · page 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
16 (1912)
Issue
25 (21.6.1912)
Date
1912-06-21
Page
– (sequence 16)
Language
German
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754 DIE Schafranow ist das erst der wahre Pogrom. „Man hat gegen einen Menschen die Faust erhoben, und der hat sich geduckt und gekrümmt vor Schrecken, und nun sauste die Faust n i c h t nieder. Und er tut, als wäre nichts gewesen. Wir sind heil geblieben, der Faustschlag hat nur gedroht, die Angst ging vorüber — es lebe das Leben!" Man möchte diesem Volke ins Gesicht spucken. Aber wo ist das Antlitz dieses Volkes, wer errötet ob seiner Scham? Es ist kein Volk mehr, einzelne Menschen sind das, die unser Mitleid verdienen, das ist alles. Wenn aber das wahr ist, dann hat für Daniel Schafranow, der sein Leben dem Dienste des jüdischen Volkes widmen wollte, dieses Leben keinen Sinn mehr. Der Tod ist ihm willkommen, und der Selbstmord, meint er zum Schlüsse, ist auch eine Art Selbstwehr . . . Der Tod ist besser als unser jetziges Leben — dies hat der Dichter sagen wollen; und wenn jeder Roman, der etwas sagen will, ein Tendenzroman ist, dann ist es dieser auch. Aber er ist mehr. Seine Gestalten sind nicht Schemen, die theoretisieren, es sind lebendige Menschen, deren persönlichstes Schicksal sich seltsam um dieses Volksschicksal herumrankt. Es ist Kabak wirklich gelungen, ein Stück Judentum von heute künstlerisch zu gestalten; und wie immer er die düstere Stimmung, in welche der Daniel Schafranow" ausklingt, in der Trilogie, zu der er ihn ausbauen will, auflösen wird — die hebräische Literatur hat mit diesem Buche eine wesentliche Bereicherung erfahren. Schluß des redaktionellen Teiles Bei dem Unterzeichneten gingen ein: Von dem Bezalcl Comite Heim L. A. Freed und Frau L. Goodman, Sammlung an Prau B. Pewsner in San Antonio (Texas) M. 1572.74 s 'Hb. Dr. S. Joosten, Enschede, Mitgliedsbeitrag M. 4,20. Durch Frau Emilie Kulka, Mitgliedsbeiträge, Spenden, Beiträge /um Betriebsfonds aus Mähr. Ostrau, Witkowitz, Oderl'urt, Polnisch Ostrau, Zarnbeck, Kojetein, Friedek, Schönbrunn, Wallach. Meseritsch, Mäh. Wißkirchen, Prerau und Leipnik, zusammen Kr. 1328, . Bertrand Hamburg, Schatzmeister des Vereins „Bezalel". Bei dem Jewish Colonia! Trust, London sind eingegangen: Für das Hebräische Gymnasium in Jaffa: per Max Wollsteiner, Berlin..........M. 14. Für die Tachkemonischule in Jaffa: per Max Wollsteiner, Herlin..........M. 34.50 Für das Mikrobiologische Institut: per Max Wollsteiner, Berlin..........M. 10. Für Arbeiterkolonien in Palästina: per Max Wollsteiner, Berlin..........M. 10. Für den Bezalel: per J. N. E.-Bureau for Amerika, New York .... * 3. — per J. N. F. - Bureau für Amerika...... . * 25. per South African Zionist Federation Johannesburg C 2. Berichtigung: Bei der in Nr. 21 ausgewiesenen Spende „F ü r de n Grand Rabbi de I a P a I e s t i n e zur V e r t e i I u n g unter den s e f a r d i s c h e n [ u d e n° soll es statt 19.Q0 M. richtig heißen: 10.40 M. ELT: Nr. 25 NEUE BÜCHER MEIER ARON GOLDSCHMIDT. Ein Jude.. Roman. — Preis M. 4.— br., M. 5,— geb. — Dieser Roman (aus dem Dänischen) wird mit seinen ungewöhnlich plastischen Schilderungen des altjüdischen Lebens nicht unbemerkt bleiben. Soeben erschienen. HERMANN STRACK- Hebräisches Schreibheft. — Preis 30 Pf. L. LEW. Das Buch Qoheleth. Beitrag zur Geschichte des Saduzäismus. — Preis M. 4,50 br., AI. 5,50 geb. MAX BROD. Arnold Beer; das Schicksal eines Juden. Roman. — Preis M. 8 — brosch., M. 4,-. Soeb. erschien. SCHALOM ASCH. Die Jüngsten. Roman. — Preis M. 3,50 br., M. 4,50 geb. — Soeben erschienen. ARTHUR SCHNITZLER. Gesammelte Werke. Neue Ausgabe zum 50. Geburtstag des Dichters. Drei Bände. Preis: Pappband M. 10,—, Halbleder M. 13,—. Ganzleder AI. 17,—. GEORG HERMANN. Die Nacht des Dr. Herzfeld. Roman. Preis M. 4,— br., M. 5,— geb. BISCH OFF. Jüdisch-deutscher Dolmetscher im praktischen Jargon. Wörterbuch mit kurzer Grammatik, Gesprächen usw. — Preis M. 1,20. — Dritte Auflage. ELLEN KEY. Rahel Varnhagen; eine biographische Skizze. — Zweite Auflage, soeben erschienen. THEODOR ZLOCISTI. Am Tore des Abends. Neue Gedichte. — Preis M. 1,20 br., M. 2,— elegant geb. Luxusausgabe (Bütten, Leder) in Vorbereitung; Preis AI. 5,—. — Soeben erschienen. HERABGESETZT im Preis ist die gebundene Ausgabe von Herzls zionistischen Schriften: AI. 5,— im neuen, vornehmen Einband, statt wie bisher AI. 6,—. GEBUNDEN ist jetzt Heinrich Loewes Sprachen der Juden zu haben. Preis AI. 3,—. D. PASMANIK. Die Seele Israels. — Preis AI 2— br., M. 3 — geb. (statt wie bisher AI. 2,80). HERZLBILD, gerahmt; nach der Petersburger Photographie; zwei Rahmen: rot und braun. — Preis M. 1,20. Porto: Berlin 25 Pf., auswärts 50 Pf. Alleinvertretung für Oesterreich-Ungarn: Jüdische Zeitung, Wien H, Stefanieg. 12 (nach Galizien und der Bukowina liefern wir auch direkt.) Alleinvertretung für Russland: Verlag Xauka i Shisn, Riga, Postfach 1170. Alleinvertretung für Rumänien: Curierul Israelit, Bukarest, Strada olteni 54. Jüdischer Verlag Berlin W15, Sächsische Str. 8. KON FITÜREN S-i PACKUNG für Pralines, Katzenzungen, Mokkabonnen Ueberau zu haben SCHOKOLADEN M— N—V Milch Nuss Vanille Die Drei Neuen Edelschokoladen BERLIN Dresden 1911: Kgl. Sächs. Staatsprei«

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