Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 16 (1912)
- Issue
- 21 (24.5.1912)
- Date
- 1912-05-24
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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638 DIE3§KELT Nr. 21 von Erlebnissen, von der Spule des Gehirns abgehaspelt im Eingegangen bei der Administration der „Welt": Verlauf einiger Stunden! Aber was für Stunden! Ohne daß Für das Hygienische Institut: er es wollte, durchirrte er alle Labyrinthe des Menschlichen, per j N F Wien U —40 fast bis zur letzten verschlossenen* Kammer. Schon wollte? w, , ... ' ' ' .' " * er sein Leben von sich tun, wie ein lästig Kleid____Aber D f Für das Hebräische Gymnasium m Jerusalem: auch dazu ist er zu müde. Die Browningpistole geht ihm er J* w" r*> WienM 5A4Ü verloren, er weiß nicht, wie. Feig ist er gewiß nicht. Ein Für das Hebräische Gymnasium in Jaffa: Zufall isfs, daß er weiterlebt. Wenn er wenigstens so wäre, Per J. N. F., Wien.............Jk 315.30 wie die Juden, deren er sich aus seiner Jugend entsinnt. So Für die Kolonie Menachem-Jechiel: armselige Geschöpfe diese meist waren, sie hatten ihr bißchen Per J. N. F., Wien.............#. 12.05 Glauben. . Was hatte er? Neue Lebenslust? Möchte er Für den Kulturfonds Dr. Gabel: noch einmal lieben, schwärmen? Seine Welt mit den stillen, per j n. F. Wien M 7 45 feinen Freuden, die er, der Sammler, sich aus aller Kümmerlichc-.. \ 'n . n ... , '. n\ ' ' " ' ' ... * * keit eines entgleisten Lebens Jahr für Jahr mit hundert kleinen Fur den Grand R<Jbbl d* Palestme zur Verteilung unter Steinen wieder aufgebaut hat, gewinnt Macht über ihn. ... D T M P w/. den sefardischen Juden: Ein melancholisches Buch, zum Nachdenken reizend - 1 er j' Nr'> Wien Jk iy-yü nicht zum Kritisieren. Wozu von der Technik reden, wo es , Für den Bezalel: dem Autor nicht darum zu tun war, eine strammgefügte Er- Ch. Pronin Rbl. 1.— ges. von ß. Levy: Ing. JVlirensky 3.—, Zählung zu geben? Er wollte ein Lebensbild zeichnen, eine ges. von Himmelhoch: A. Lipkin 2.—, Ing. Ch. Sapir 3—, Seele enthüllen, eine Wunde aufreißen und vernarben lassen. Dr. Ph. Edel 3.—, erster Mitgliedsbeitrag von Abram Leib Daß er es mit Herzblut tränkte, macht sein Buch uns teuer. Lipschitz, Bauske, ges. von J. Blumberg 3.—, Abram Beer Da es zudem von tiefschürfendem Geist erfüllt, von kost- Mekus, Bauske 3.—, ges. von M. Weinberg: D. Oppenheim lichem Humor umspielt ist, so darf man es ein Kunstwerk L—, M. Liebermann 0.50, ges. A. J. Jacobsohn: E. Neuberg nennen. Aber ist Leben nicht mehr als alle Kunst? Und nicht!■—, zus. Rbl. 20.50 Jk 43.87, A. M. Zeitlin Rbl. 4.—, nur das Leben eines modernen müden Juden, sondern auch M. L. Streicher 3.—, W. M. Meiselsohn 2.—, L. L. Streicher das Leben der hastenden, wachsenden Weltstadt Berlin ist 1.—, S. L. Sobel 2.—, E. Schafranoff 1.—, L. E. Uslaner 1.—, in diesen Blättern zuckend eingefangen. Ch. Bendetowitsch 1—, G. A. Gedalin 2—, K. J. Loksch Ein Berliner Milieu bildet auch den Hintergrund des neuen, D. A. Kirschenblatt 1.—, G. S. Klebansky 1.—, Wulfobei Georg Müller in München erschienenen Romans von Artur witsch 2.— ....... zus. Rbl. 22.— Jk 47.50 Landsberger: Moral. Für das jaffaer Gymnasium Dr. Theodor Herzl: Was dieser Sittenschilderer von Berlin in seinem um- . D . 0,, . 0J „.. , n ~. . . fangreichen Werke „Wie Hilde Simon mit Gott und dem L Borkum?bL B' ^nzburg 2.- Ginowker M. Teufel rangnicht verwerten konnte, das verarbeitete er Schechter 1.-, ges. von S. Salmanowitz: A J. Jacobsohn zu einem kurzen Roman, den er mit Recht „Moralbetitelte. 2.- ges von M. Weinberg: D. Oppenheim 1.-, ges von Handelt er doch von der Moral der Taufjuden, die der Un- A- J- Jacobsohn: von B. Fain 2.- zus. Rbl. 10.- - ,#.21.40. moral verflucht ähnlich sieht. Das Problem ist gut erfaßt Für das Biologische Institut Dr. Max Nordau: und klar durchgeführt. Allzu klar vielleicht. Es klappt alles Von Ch. Pronin.........Rbl. 1.— Jk 2.14 in diesem spannenden kurzen Gesellschaftsroman. Stünde nicht Für die Nationalhibliothek: Landsberger* Name darauf und wären nicht einige unge- Q M. Weinberg: M. Liebermann Rbl. 0.50 Ji 1.07. schminkte Beobachtungen aus dem Leben des Tiergartenviertels, s man hielte dieses Buch der glatten Fabel wegen für ein Erzeugnis einer der edlen Marlitt verwandten Seele. Die wirk- . . . Wir möchten heute über eine Neuheit berichten, welche liehe Moral siegt nämlich zum Schluß, und zwei, die einander durch ihre verblüffende Einfachheit sowohl als durch ihren heimlich lieb hatten, finden einander und werden glücklich. praktischen Wert die Aufmerksamkeit der interessierten Kreise Dieses Liebespaar mutet uns aber wie erfunden an, während verdient: einen Schraubenzieher mit hohler die übrigen Gestalten wirkliches Leben atmen. Besonders Schneide. In der Mitte dünn, dem kleinsten Schraubentreffend ist die getaufte Familie F r i e d h e i m geschildert, einschnitt entsprechend, dabei kräftig an den Rändern, um die alle Merkmale einer degenerierten Gesellschaft aufweist für die größten Schrauben zu dienen. Jede Schraube sitzt und die Verachtung verdient, die ihr der Verfasser und die durchaus fest (genau in der Mitte), da ein Abgleiten durch Welt entgegenbringen. Aus dieser Verachtung erwuchs des die Randverstärkungen unmöglich ist. — Außerdem ist die Verfassers Bestreben, das Leben in den geschilderten söge- Schneide leicht nach vorn gewölbt und paßt sich so dem nannten besseren Kreisen, darin er selbst befangen war, zu konkav eingefräßten Schraubeneinschnitt vollkommen an. Auch überwinden. Und dieses Bestreben gelangt im vorliegenden versenkte Schrauben werden dadurch leicht gefaßt. — Man Roman zum kräftigen Ausdruck. Man merkt es, der Autor ist erstaunt in dem unscheinbaren Werkzeug, alle die so hat überwunden. wünschenswerten Eigenschaften eines Schraubenziehers ver- Wjen M. Scherlag. einigt zu sehen, erstaunt vor allem über die Einfachheit des _ '_'__ Gedankens, der dieser Erfindung zugrunde gelegen hat. Fügen ~ wir noch hinzu, daß nur eine einzige Größe erforderlich ist, Schluß des redaktionellen Teiles so daß alle Lagergrößen durch eine ersetzt werden und ferner, daß es nur eine Güte — die beste, unter voller Gewähr ver- ~~ kaufte — gibt. — Muster werden von der Firma Eicken & Co., Für den Betriebsfonds: Dr. Theodor Landau-Berlin Gevelsberg, gegen Einsendung von 0,70 M. frei versandt. M. 99.95, Gustav Schwabe-Varel 20.—, Jos. Retwitzer und - Max Kauffmann-Mannheim 30 —, Mrs. Edward Cohen-Washing- Die Rheinische Türschließerfabrik Boge & Kasten, ton Dollar 100.—, Dr. Ernst Straßmann-M.-Ostrau Kr. 50.—. Solingen, bringt ein von Künstlerhand entworfenes Plakat zur Ferner Mitgliedsbeitrag von Herrn Robert Glitt- Ausgabe, und es bedarf keiner Frage, daß der äußerst vornehme mann-Prag Kr. 5-, Spende „Allianz", Budweis Kr. 50,- Entwurf und die feine Aufmachung desselben ebenso allgemeine und Mitgliedsbeitrag Kr. 25.—. Beachtung finden werden, wie der B. K. A. Türschließer selbst. Bertrand Hamburg, Dieses nicht alltägliche und vor allen Dingen zugkräftige Plakat Schatzmeister des Vereins „Bezalel". wird gerne allen Interessenten kostenlos zur Verfügung gestellt. KONFITÜREN S-i PACKUNG für Pral!n6e, Katzenzungen, Mokkabohnen Udberali zu haben BERLIN SCHOKOLADEN M— IM— V Milch Nus8 Vanille Die Drei Ntuen Edelaohokoladen Dresden 1911: Kgl. Säche. Staataprele