Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 16 (1912)
- Issue
- 19 (10.5.1912)
- Date
- 1912-05-10
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 19 DIEÄELT 579 SPRECHSAAL Ich finde in Ihrer Nummer vom 3. Mai unter „Welt- Chronik" einen Artikel, der sich mit einein Brief beschäftigt, den die „Israelitische Wochenschrift" in Straßburg veröffentlicht. Ich möchte dazu feststellen, daß der erwähnte Briet von mir geschrieben worden ist, als ich zur Alliance in keinem irgendwie gearteten Anstellungsverhältnis stand, daß es also lediglich ein Privatbrief war, den ich als Mitglied der Alliance an den Vorstand gerichtet habe, und auf dessen Inhalt der Vorstand überhaupt nicht weiter eingegangen ist. Hochachtungsvoll J. Lazarus. Die Tätigkeit der Histadruth Ibrith Trotz der schweren Hindernisse, die jeder jüdischen Tätigkeit unter den Volksmassen in Rußland im Wege stehen, bricht sich doch die hebräische Bewegung Bahn und bemächtigt sich der Gesinnung wie der Willensbetätigung verschiedener Kreise des russischen Judentums. Es treten erfreuliche Erscheinungen der hebräischen Arbeit hervor, die leise und bescheiden vor sich geht. So ist es mit Freude zu begrüßen, daß in den Kursen von H a 1 p e r n in Warschau bereits dreizehn hebräische Kindergärnterinnen ausgebildet wurden, und daß das Odessaer Palästinakomitee zum Andenken Lewinskys ein hebräisches Kindergärtnerinnen-Seminar begründen will. Erwähnung verdient noch die auf Veranlassung der „Chowewe S'fath Eber" in Petersburg veranstaltete und überaus gelungene Aufführung der Oper „Simson und Delila" von Saint-Saens in hebräischer Sprache. Heber 1500 Gäste haben sich im „Konservatorium" eingefunden, um den Wohlklang hebräischer Laute bewundernd zu genießen. In England, Rumänien und in den Vereinigten Staaten haben sich auf Veranlassung der Histadruth provisorische Komitees gebildet zur Schaffung von Landeszentralen nach dem Muster der in manchen Ländern bereits bestehenden Landesorganisationen. — In der Schweiz hielt die akademische Jugend einen Hebräertag ab, an dem unter anderen wichtigen Beschlüssen zur Förderung der hebräischen Sprache die Konstituierung eines Landeskomitees der „Histadruth" beschlossen wurde. Erwähnt sei auch, daß für die in Deutschland unter der jüdischen Jugend stark verbreitete nationale Turnerschaft gegenwärtig von Mitgliedern der „Histadruth" ein Büchlein mit den notwendigen hebräischen Termini ausgearbeitet wird. Zweck dieser Arbeit ist, auch für das Turnen die hebräischen Formen festzusetzen und nach Möglichkeit zur Durchführung zu bringen. Von der hebräischen Presse Unser hebräisches Bruderblatt, die Wochenschrift- „Haolam", ist am 1. April a. St. von Wilna nach Odessa (Postfach 383) verlegt worden. Die Redaktion sowie der Charakter des „Haolam" werden keinerlei Veränderungen erfahren. In New York errichtet die Vereinigung der „Chowewe S'fath Eber" einen Fonds zur Gründung eines neuen hebräischen Organs für die amerikanische Judenheit an Stelle des unlängst eingestellten „Had'ror". Soeben ist der erste Band der hebräischen Halbjahresschrift „Haibri Hechadasch", redigiert von dem bekannten Lyriker Jakob Kahan, erschienen. Ein hebräischer Kindergarten in Ungarn Dank den Bemühungen des Rabb. Dr. A. Jordan ist in S z a t m ä r (Ung.) ein Kindergarten mit hebräischer Unterrichtssprache eröffnet worden, wohl die einzige derartige Anstalt in Mitteleuropa. Der Kindergarten wird von einer in Palästina ausgebildeten Lehrerin geleitet. Schluß des redaktionellen Teiles Beim Unterzeichneten liefen folgende Spenden für das hebräische Gymnasium in Jerusalem ein: Creditunion Lemberg 150 Kr., Adolf Stand 100 Kr., Dr. Alexander Hausmann 70 Kr., Dr. Isak Reiß 50 Kr., Jakob Salo Philip 20 Kr., Dr. Dawid Koch 15 Kr., Dukor 7.50 Kr., Bernard Wittlin 5 Kr., zusammen 417.50 Kr. Dr. Alexander Hausmann. NEUE BUCHER MOLEDETH. Hebräische Jugend-Zeitschrift. Erscheint in Palästina. Jahresabonnement M. 12.—. HEATHID. Hebräisches Jahrbuch, herausgegeben von S. Hurwitz. ErschienenHeft 1-3 (Heft 4 in Vorbereitung) Preis je M. 3,—. WÖRTERBUCH, hebräisches; v. Klausner u. Grasowski Preis M. 5,50 br., M. 6,75 geb. SP1VAK u. BLOOMGARDEN. Jüdisches Wörterbuch. — Preis M. 10,— geb. Dieses Wörterbuch aller im Jüdisch - Deutschen aufgenommenen hebräischen und chaldäischen Wörter ist ein hervorragender Beitrag zur Erforschung und Konsolidierung der jüd. Volkssprache. HEIMKEHR. Essays jüdischer Denker. Herausgegeben von der „Emunah" Czernowitz. Mit einem Vorwort von Prof. Leon Kellner. Aus dem Inhalt: Buber: Mythen des Chassidismus, Schiller: Achad-Haam, Birnbaum: Einsichten und Ausblicke u. a. m. Preis M. 2,50 brosch., M. 3,50 geb. GRÜNWALD. Hygiene der Juden. Preis M. 15 — geb. Ein bahnbrechendes Werk, das im Anschl. an die histor. Abteil, d. Dresdner Ausstellung f. Hygiene erschienen ist. GEORG HERMANN. Die Nacht des Dr. Herzfeld. M. 4,— br., M. 5,— geb. — Der neueste Roman des berühmten Verfassers von Jettchen Gebert. ZOLLSCHAN. Das Rassenproblem M. 7— brosch., M. 8,40 geb. Dieses Werk, das in unserer Xationalliteratur epochemachend gewirkt hat, erscheint in dritter Auflage. Bemerkenswert das neue umfangreiche Vorwort mit einer gründlichen Abfertigung Sombarts. DAVIS TRIETSCH. Palästinahandbuch. Dritte vermehrte und verbesserte Aufl. Pr. M. 3,— geb. Soeben erschienen. 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