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Die Welt · 1912-01-05 · 1 (5.1.1912) · page 13

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Journal
Die Welt
Volume
16 (1912)
Issue
1 (5.1.1912)
Date
1912-01-05
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 1 DIE^aEELT 15 mit der Absicht kam, den Bedarf der jüdischen Kolonien an Hilfskräften zu decken, und das entschlossen war, die Konkurrenz mit den bisherigen Hilfsarbeitern aufzunehmen. Anspruchsloser aber als diese letzteren sind auch die Yemeniten nicht, und so wird im allgemeinen der jüdische Arbeiter aus Osteuropa an Arbeitsleistung und Anspruchslosigkeit auch hinter den Yemeniten nicht viel zurückstehen. Es wird ja auch kein Unglück sein, wenn man finden sollte, daß nicht 500 Fr a n c s, sondern 500 Mark oder ein noch etwas höherer Betrag für die Installation einer kleinen Familie (oder selbst zunächst eines einzelnen Arbeiters) aus Osteuropa erforderlich sei. Die bisherigen Ziffern sind so außerordentlich viel höher gewesen, daß man von einer radikalen Aenderung der Anschauungen in dieser Grundfrage auch eine radikale Aenderung in unserer gesamten Kolonisationstätigkeit und unserer Auffassung von Einwanderungsmöglichkeiten erwarten kann. Wenn die unfreiwillige Bestätigung, die Herr Feldmann mir in seiner Erwiderung gerade für meine Hauptargumente an die Hand gegeben hat, dazu führen sollte, daß man endlich (nach dreißig Jahren Kolonisation!) diese erste Grundfrage zu diskutieren und nach den Resultaten zu handeln beginnt, so ist diese erste Aeußerung auf meine Artikelserie eine große Ermutigung für mich und hoffentlich auch für viele andere! AUS DER BEWEGUNG 1 o o o o o o o 3> y=o^^oJ Die zionistische Organisation und die Basler Lebensversicherungsgesellschaft Das A. C. hat mit der Basler Lebensversicherungsgesellschaft unter dem 14./21. Dezember 1911 einen Vertrag abgeschlossen. Auf Grund dieses Vertrages errichtet die Basler Lebensversicherungsgesellschaft in Basel eine jüdische Abteilung, welche sämtliche von der Basler Lebensversicherungsgesellschaft mit Juden auf der ganzen Erde abgeschlossenen Versicherungsverträge umfaßt. Die Basler Lebensversicherungsgesellschaft hat sich dem A. C. gegenüber verpflichtet, allen Versicherten und auch der Zionistischen Organisation eine Reihe genau stipulierter Vergünstigungen zukommen zu lassen. Schließlich hat sich die Basler Lebensversicherungsgesellschaft auch verpflichtet, unter gewissen Voraussetzungen einen Teil ihrer Prämienreserven aus den jüdischen Versicherungen der Türkei in Palästina anzulegen. Der zionistischen Organisation steht auch jederzeit das Kontrollreclit über den Stand der jüdischen Abteilung der Basler Lebensversicherungsgesellschaft zu. Der Abschluß dieses Vertrages sichert also jedem jüdischen Versicherten der Basler Lebensversicherungsgesellschaft in Basel, ganz gleichgültig, in welchem Lande er wohnt, die vertragsmäßige Vergünstigung zu und wird gleichzeitig für unsere Organisation zu einer immer wachsenden Einnahmequelle werden. Unter diesen Umständen dürfte es keinem Zweifel unterliegen, daß der Abschluß dieses Vertrages überall sympathisch aufgenommen werden wird, und daß die Basler Lebensversicherungsgesellschaft in Basel auf das Entgegenkommen und die Mitarbeit unserer Freunde rechnen darf. Den Interessenten erteilt das Zionistische Zentralbureau sowohl als auch die Basler Lebensversicherungsgesellschaft in Basel auf Wunsch jederzeit ausführliche Auskunft. Bericht über die am 28. und 29. Dezember 1911 abgehaltenen Sitzungen des Direktoriums und die Generalversammlung der P. L. D. C. In den am 28. und 29. Dezember 1911 stattgefundenen Sitzungen der P. L. D. C. erstattete der Vorsitzende der Gesellschaft, Herr Professor Dr. O. Warburg, einen ausführlichen Bericht über ihre Tätigkeit für die Zeit vom 1. Oktober 1910 bis zum 30. September 1911. 1. Bedenk a u f. Aus dem Bericht ging hervor, daß es der P. L. D. C. möglich war, im abgelaufenen Geschäftsjahr mit ihrer Haupttätigkeit, das heißt .mit dem Bodenkauf, zu beginnen. Es gelang ihr, ein großes fruchtbares Terrain in guter Verkehrslage zu erwerben, für das sie zum großen Teile auch bereits Käufer gefunden hat Bei diesem Geschäft wird sich ein beträchtlicher Gewinn erzielen lassen, der aus technischen Gründen erst im neuen Geschäftsjahr verrechnet werden kann. 2. B o d e n k a u f v e r m i 111 u n g. Bei zwei anderen großen Terrains hat die P. L. D. C„ den Verkauf an zwei jüdische Privatgesellschaften vermittelt und dabei eine Kommission von 3254,50 Frs. verdient. 3. F a r m K i n e r e t h. Die Farm Kinereth schließt das Geschäftsjahr mit einem Verlust von 30 130.75 Frs. ab, in dem die bereits vorgenommenen Abschreibungen in Höhe von 12 410.53 Frs. enthalten sind. Als -ei' :!er Haiiptursachen des empfindlichen Verlustes muß der ■■;< :U angeführt werden, der in der Farm im März vorigen JMip.s ausbrach und zirka drei Wochen gedauert hat. Allerdings sind durch die Arbeit der P. L. IJ.C in der Farm Kinereth bed-'irren:le "Vhrwerte geschaffen worden, deren Höhe sch.itzm;..; - v. -eise .:, mnächst festgestellt werden wird. 4. [> i e Ar b eitergenos s e \\ s chaft D a g a u i a. Die Farm Dagania brachte im Berichtsjahre einen Gewinn von 2064.28 Frs., wovon vertragsgemäß die Hälfte der Arbeitergenossenschaft als Gewinnbeteiligung und die andere Hälfte der Gesellschaft zufällt. Der vorjährige Gewinn der Farm in Höhe von 4165.92 Frs., von dem gleichfalls die Hälfte, das heißt 2082.06 Frs. der P. L. D. C. gehört, konnte erst im Geschäftsjahr 1910/11 verbucht werden. Die Farm Dagania hat somit in den beiden Betriebs jähren einen Gewinn von 6230.20 erzielt. Das 5. Kapitalsvermt lirun g. Kapital der P. L. D. C. hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr, laut nachfolgender statistischer Aufstellung, um 1964 U vermehrt, von denen 66.— £ auf das Interims - Kreditoren-Konto verbucht werden mußten, weil die betreffenden Zertifikate erst im Monat Oktober, das heißt schon im neuen Geschäftsjahr zur Ausfertigung gelangt sind. Da das Verständnis für die Ziele der P. L. D. C. sich immer mehr verbreitet, so ist zu hoffen, daß das Ergebnis der Kapitalwerbung im neuen Geschäftsjahr ein günstigeres sein wird. 6. Aussichten für das neue Geschäftsjahr. Für das neue Geschäftsjahr sind die Aussichten insofern günstiger, als die P. L. D. C. wegen mehrerer Grundstücke verhandelt, deren Kauf nahe bevorsteht und die teilweise gegen eine Kommission an Privatgesellschaften weitergegeben und teilweise für eigene Rechnung parzelliert werden. Betreffs der Farmen Kinereth und Dagania beschloß das Direktorium der P. L. D. C., den Vorschlag des Jüdischen Nationalfonds wegen Rückgabe beider Güter an den J. N.-F. für die Zwecke der Siedlungsgenossenschaft anzunehmen. Die

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