Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 15 (1911)
- Issue
- 49 (8.12.1911)
- Date
- 1911-12-08
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
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Nr. 49 DIE3§KELT 1335 Der Jüdische Nationalfonds ist da%/u bestimmt, in Palästina Grund und Boden als unveräußerliches Eigentum des jüdischen Volkes xu er'werben. Vom V. Zionistenkongreß im Jahre 1901 gestiftet, hat er bereits die Höhe von über 21/^ Millionen M&rk erreicht Zum zehnjährigen Bestehen des Jüdischen Nationalfonds. Nachdem schon auf dem ersten Kongreß der verewigte Professor Hermann Schapira mit aller Glut der jugendlichen Begeisterung, die™hinter|seiner^durch Alter und Studium gefurchten Stirne wohnte, die Idee der Schaffung eines Jüdischen Nationalfonds, der ewiges Eigentum des jüdischen zu haben, wenn wir Volkes bleiben J sollte, befürwortet hatte, nachdem in den darauffolgenden Jahren die Idee immer wieder aufgenommen worden war und sich immer mehr die Geister und Herzen erobert hatte, beauftragte der IV. Kongreß (London 1900) das Engere Aktions- Comite mit der Ausarbeitung eines definitiven Projektes. Im Dezember 1901 wurde auf dem V. Kongreß die Gründung des Jüdischen Nationalfonds definitiv beschlossen. In diesem Monat besteht der Nationalfonds also zehn Jahre. Von einigen Seiten ist bei uns angeregt worden, dieses Jubiläum festlich zu begehen. Wir haben diesen Gedanken reiflich erwogen und glauben im Sinne der großen Mehrzahl unserer G esinnungs- ______________________ freunde gehandelt " Schemen sind im Werden, die ganze Gegend um Tiberias bildet heute jüdisches Kolonisationsgebiet und der Bezalel entfaltet in Jerusalem und auf dem Lande seine segensreiche Tätigkeit. Das herrliche Tel-Awiw setzt den Fremden in Erstaunen und bildet den Stolz der ganzenjpalästinischen Judenheit. Die erste Professor Hermann Schapira. ihn haben fallen lassen. Noch ist die Zeit zum Jubilieren nicht gekommen! Zu kurz ist der Weg, den wir zurückgelegt haben, zu unabsehbar dehnt sich noch das Arbeitsfeld vor uns aus, als daß es schon Zeit wäre, still zu stehen und zurückzuschauen. Vorwärts, vorwärts! Der Tag ist kurz und die Arbeit groß! Wir wissen es und es stärkt uns in unserem täglichen Kampfe, daß unsere Arbeit nicht ganz erfolglos geblieben ist. Ein Volksschatz von drei Millionen hat sich angehäuft und viele tausende Dunam wüsten Landes sind urbar gemacht worden unter den fleißigen Händen jüdischer Arbeiter. Die Oelbaumwaldungen von Hulda und Ben