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Die Welt · 1911-11-17 · 46 (17.11.1911) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
15 (1911)
Issue
46 (17.11.1911)
Date
1911-11-17
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Nr. 46 Bücherbesprechungen DIE2&ELT 1237 Amerika. Ein Roman von Schalom Asch. Verlag* „Neues Leben", WilheJm Borngräber, Berlin. Die erste größere Erzählung von Schalom Asch in deutscher Bearbeitung. Es ist ein Auswandererroman und enthält die eLidensgeschichte eines jüdischen Knaben. Meir ist in dem russischen Städtchen Leschna ein Talmudgelehrter von Ruf, aber er ist mit seiner Familie der bittersten Not preisgegeben. Er entschließt sich endlich, nach der Neuen Welt auszuwandern. In New York arbeitet er in einer Fabrifk, doch hat er wenigstens einen „jüdischen Platz" und kann den Sabbat heiligen. Doch fremd bleibt ihm diese Stadt. Nach einem Jahre kann er auch seine Familie herübernehmen, aber ein bitterer Tropfen fällt in den Freudenbecher. Jossele, sein Lieblingskind, das schon so gut im Talmud Bescheid weiß, darf wegen eines Kopfhautleidens den freien Boden Amerikas nicht betreten, und der Kleine muß noch vieles durchmachen, bis er seine Familie wiedersehen kann. Jossele kann sich aber in New York gar nicht einleben. Seine Brüder haben sich gar sehr verändert, ja selbst der Vater betet nicht melhr soviel wie in Leschna. Der Knabe irrt wie ein Schatten durch die Großstadtstraßen und siecht langsam da/hin. „In »einem Herzen brannte eine tiefe Sehnsucht nach dem alten Heim, nach dem alten Leben, nach der jüdischen Art". — Einen un verkenn baren Fortschritt im Schaffen des Dichters bedeutet dieses realistische Buch, das alle lesen sollten, die sich für die jüdische Emigrationsfrage interessieren. Diie Art, wie Asch eine Maiparade oder die heißen Sommernächte in New York beschreibt, ist im höchsten Grade fesselnd und künstlerisch fein durchgearbeitet. Berlin. Hermann Blumenthal Büchereinlauf Thea Mendel-Meyer: Aus dem Leben für das Leben! Dresden und Leipzig, E. Piersons Verlag, 1910. Tweede Zionistisch Studentenjaarboek. Uitgegeven door den Boek en Broschürenhandel van den Nederlandschen Zionistenbord te 'sGravenhage, 1911. Schriften, herausgegeben von der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums. Grundriß der G e s a mt w i s s e n sch af t des Judentums: Neueste Geschichte des jüdischen Volkes, von Professor Dr. Martin P h i 1 i p p s o n. Band III. Leipzig, Buchhandlung Gustav Fock, G.m.b.H., 1911. Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden. Herausgegeben von Dr. Eugen T ä u b 1 e r. Dritter Jahrgang, erstes Heft. Leipzig, Buchhandlung Gustav Fock, G.m.b.H., 1911. Die Koch- und Tafelgeräte in Palästina zur Zeit der Von Dr. Winter. Berlin, M. Poppelauer. Mischnah. 1910. Gemüsebau und Mischnah. Die 1000 ste Motor-Lokomotive erhielt in diesen Tagen die Gasmotoren-Fabrik Deutz in Cöln-Deutz in Auftrag. Die Motor-Lokomotive ist eine verhältnismässig juoge Schöpfung der Technik. Erst im Jahre 1897 wurde von der Gasmotoren-Fabrik Deutz die erste Maschine als Gruben- Lokomotive auf den Markt gebracht; diese Firma hat auch bis heute die Führung auf dem Gebiete des Motor-Lokomotivbaus behalten und ihre Lokomo iven sind in Konstruktion und Ausführung vorbildlich geworden Die Motor-Lokomotive, welche mit Benzin, Benzol, Spiritus oder Petroleum betrieben wird, kommt für kleinere und. mittlere Kraftleistungen bis ca 60 PS. in Frage und steht in diesen Grössen in scharfer Konkurrenz zur Dampf¬ und zur elektrischen Lokomotive, Vor der Dampf-Lokomotive besitzt sie vor allem die Vorzüge, dass sie viel weniger Brennstoff und Wasser gebraucht, weniger Bedienung verlangt — die Bedienung ist schnell von jedem Laien zu erlernen —, dass sie stets betriebsbereit ist und keine Funken und keinen Rauch ausstösst. Gegenüber der elektrischen Lokomotive besitzt sie den Vorzug, dass die Betriebskosten meist erheblich niedriger sind, dass der Betrieb von keiner Zentrale und keinem Leitungsnetz abhängig und vollständig ungefährlich ist. Die Deutzer Motor-Lokomotive, welche zunächst hauptsächlich im Bergbau Verwendung fand, wo sie als Ersatz für den teuren Pferdebetrieb dient, hat sich im Laufe der Zeit ein weites Anwendungsfeld erobert. Heute arbeiten DeuUer Motor-Lokomotiven in Steinbrüchen, Sand- und Tongruben, Ziegeleien, Zementfabriken, Kaolin- und Basaltbrüchen, in Erz- und Steinkohlengruben, auf Kleinbahnen, in industriellen Unternehmungen aller Art als Kangier-Lokomotive. Fortwährend gewinnt die Deutzer Motor-Lokomotive neue Anwendungsgebiete, so z. B fand sie erst kürzlich in besonders hierfür entwickelter Konstruktion Einführung in den grossen Torfmooren der Provinz Hannover zum Transport des gestochenen Torfes. Auch nach Uebersee und den deutschen Kolonien wurde sie mehrfach exportiert, da sie in den tropischen Ländern wegen ihres geringen Wasser- und Brennstoffverbrauchs ganz besonders am Platze ist. oc Sichere Existenz! In der Praxis glänzend bewährtes Verfahren zur Herstellung von garantiert reiner Flüssiger Raffinade 75% u. 80% für einige Staaten noch zu verkaufen. Komplette Fabrikationsanlage Mark 1500,— bei Leistungsfähigkeit 25000 kg pro Monat. Nachweisbarer Umsatz in einigen Jahren über 1 Million Kilo in Westdeutschland an Likörfabriken, Limonadeanstalten, Fabriken alkoholfreier Getränke, Brauereien, Weinverbesserung etc. als ohne weiteres sofort verwendbarer, unkristallisierbarer wasserheller Süßstoff. Gas- oder Dampfkochung. 1 Arbeiter, ganz minimale Fabrikationsunkosten. Vergrösserung im Verhältnis. Näheres sub K 191 1 Exp. d. Bl. oc -Gewächse in Palästina zur Zeit der Von Dr. Martin Salomonski, Rabbiner in Frankfurt a. Oder. Berlin, M. Poppelauer. 1911. Untersuchungen über die Peschita zur gesamten hebräischen Bibel. Von Dr. Ch. Heller. Teil!. Berlin, M. Poppelauer. 1911. Tachkemoni. Literarisch-wissenschaftl. Jahrbuch des Studentenvereins „Tachkemoni" in Bern. II. Redigiert von Dr. B. Lewin. Berlin 1911. M. Poppelauer. (Hebr.) Histoire de la Litterature judeo-allemande. Par M. P i n b s. Docteur de l'Universite de Paris. Avec une preface de Charles And ler, Professeur ä la Sorbonne. Paris, Jouve & Cie., edituers, 15, rue Racine. 1911. Hä^üth Ldbh. Predigten und kurze Reden, gehalten von Rabbiner Jsak Nissenbaum, Prediger in der Synagoge „Moriah" in Warschau. Wilna 5672. Verlag L. Eppel & P. Garber. (Hebräisch.) Schluß des redaktionellen Teiles Eingegangen bei der Administration der „Welt": Für die hebr. Mittelschule „Tachkemoni" in Jaffa: Dr. M. Zobel und Frau, Berlin, gratulieren zur Vermählung des Herrn Baruch Dünner in Köln M 2.— LOHNENDE EXPORTARTIKEL sind UROL und UROCOL. D. R. Patent. 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