Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 15 (1911)
- Issue
- [Sonder-Ausgabe] Nr. 4 (14.8.1913)
- Date
- 1911-08-14
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
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No. 4 DIEXSELT 855 ßeferät schloss sich eine sehr lebhafte Debatte, in der verschiedentlich auch entgegengesetzte Meinungen zum Ausdruck kamen. Nach fast dreistündiger Beratung fasste die Versammlung mit grosser Majorität folgende Resolution, die dem Kongress zur Annahme empfohlen werden wird: „Die anlässlich des X. Ziomistenkongresses abgehaltene Versammlung zionistischer Frauen als Vertreterinnen sämtlicher Ziotii stinnen beschliesst die Zusammenfassung der zionistischen Frauenvereine zum Zwecke der Stärlung derselben und zur Ermöglichung einer fruchtbaren Agitationstätigkeit in den Kreisen der jüdischen Frauen und ersucht den Kongress um moralische und materielle Förderung ihrer Bestrebungen. Die Versammlung hält die Errichtung einer offiziellen Zentralstelle für die zionistische Frauenarbeit für dringend wünschenswert." Lichtbildervortrag über Palästina. Jeder unserer Kongresse hat trotz aller fragen, welche seine Verhandlungen beherrschen, gewissermassea sein Herz in Palästina. Die stete Sehnsucht jedes einzelnen Kongressbesuchers nach dem herrlichen Lande unseres Sinnes, lost sich aus in der unermesslich grossen Freude, mit der sie alle das aufDehmen, was der Kongress ihnen von Palästina sagt, und gar das, was wir von dem starken Palästina auf den Kongressen sehen können, von dem Palästina, das unsere Kraft, die Kraft des neuen Juiengeistes bildet, das ist hellste Freude. So war es am Torabend dieses Kongressen, als ai eh Delegierte und Gäste bei einer Vorführung* palästinensischer Bilder trafen. Den Vortrag leiteten ein paar markige Woite des Prof. Auhagen ein, welcher vor allem die verdienstvolle Tätigkeit des Herrn Murray Hosen berg hervorheben, der die Aufnahmen hergestellt und . die Vorführung ermöglicht hatte. Dann sogen die Bilder aul der Leinwand vorüber. Erst interessante Humen aus Aegypten. Sie interessierten, doch sie erwärmten w^nig. Alles verlangte nach den Palästinabildern. Und als dann die Jeru- SEilmer Bilder, Haifa, der Bauplatz des Technikums sichtbar Wiarden, 5a stieg die Woge des Beifalls hoch empor. Die prächtigen Aufnahmen vom Tiberiassee waren wahre "Weihebilder schöner JL-andsehaftsplastik. Als er das Bild jüdischer Arbeiter beim Pflügen zeigte, da brauste der Jubel der Begeisterung durch den Sad und hallte in den ersehnten Tönen der Hatikwah wieder. Endlos aber war die Begeisterung, als die Bilder vom Bezalel gezeigt wurden. Professor Boris Schatz musste unzählige Male dmken, abwehrend danken in seiner kMLich-hellen Art. Es war eine Herzensfreude, ihn zu sehen, wie er sich über sein eigenes Werk, das er da sah, naiv-herzlich freute*. Es war die Einfachheii der üa-tur, die in all der Stärke ihres Wollens und Schaffens die Unmittelbarkeit bewahrt. Unmittelbarkeit ist Stärke. Prof. Boris Schatz verdient es, dass man ihn im Triumph hoch empoiiiebt, wie man es gestern tat. Er ist eine grosse Stärke, die Kraft unserer Zukunft. Die Sehnsucht nach dieser Kraft zeigte die Freude an d iesem Lichtbilderabend, der uns nach Palästina führte. Es war ein Yorabend dieses Kongresses, der uns in dem Wollen unseres Herzens vereinigte. Prof. Schatz erteilt jedem Interessenten Auskunft. Schluss des redaktionellen Teiles, Ii,! 5I '■ Unübertroffen in