Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 15 (1911)
- Issue
- 31 (4.8.1911)
- Date
- 1911-08-04
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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No. 31 - —— DIE Nationaifonds-Lichtbild^rvortrag Da-s Hauptbureau des Jüdischen N&tionalfonds beehrt sich, sämtliche Delegierte und Gäste des Kongresses, ganz besonders die Vertrauensmänner des M. F. zu einem Vor« trage des Herrn Dr. Heinrich Loewe „Jüdische Volksarbeit in Erez Israel" (mit Lichtbildern nach neuen Aufnahmen auf den Be= Sitzungen des J. N. F.), am Mittwoch, de n 9. August, 9 Uhr abends, ergebenst einzuladen. De* Saal wird in Basel bekannt gegeben werden. Versammlung zionistischer Frauen Hiermit gestatten wir uns, sämtliche zionistische Damen, die als Delegierte oder Gäste am Kongresse teilnehmen werden, zu einer Versammlung zionistischer Frauen am Freitag, den 11. August, 3 Uhr nachmittags, in einem in Basel näher bekannt zu gebenden Saafle, ergebenst einzuladen, Zentralstelle für zionistische Frauenarbeit. Die zionistische Jugendbewegung Wi« wir schon in einer unserer vorigen Nummern mitteilten, wird anläßlich des Kongresses eine Konferenz aller Zionisten, die sich für die Jugendbewegung in unsern Reihen interessieren, stattfinden. Wir gestatten uns hiermit sämtlich* Delegierte und Gäste des Kongresses zur Teilnahme an dieser Konferenz, die Montag, den 7. August, 8 Uhr abends, zu Basel in einem dort bekannt zu gebenden Saale stattfinden wird, ergebenst einzuladen. Zionistisches Zentralbureau. * * * Theatera uff ührunge n Am Montag den 14. August wird im Kar4inaltheater zu Basel eine Jargonaufführung eines Baseler jüdisch-dramatischen Vereins stattfinden. Die Vorstellung beginnt um 8 Ultr abends. Auch an andern Abenden werden von einer jüdischen Truppe Stücke aus der jüdischen Geschichte aufgeführt werden. Restaurant Im Hotel Habsburg, gegenüber dem Kongreßgebäude, befindet sich während der Kongreßtage das koschere Restaurant des Herrn Kahn. Karten für Diners ä Frs. 3.— in diesem Restaurant können an den Schaltern im Kongreßgebäude bezogen werden. Das Emigrationsreferaf auf dem Kongreß Wir erhalten von Herrn Adolf Bölim in Wien folgende Zuschrift: Wien, den 29. Juli 191L Löbliche Redaktion der „Welt", Köln a. Rh. Sehr geehrte Herren Gg.! Auf Grund des Preßgesetzes ersuche ich um Aufnahme nachstehender Berichtigung in der nächsten Nummer Ihres Blattes, an derselben Stele, mit denselben Lettern: 1. Ich berichtige tatsächlich, daß meine Behauptung keine „unrichtige" war. Auf meinen Antrag vom 26. April a.c. schrieb mir das Zentralbureau, daß ein Mitglied des Großen A. C. die schwersten politischen Bedenken wegen des Emigrationsreferats habe. Die Entscheidung sei aber verschoben. jXE LT 757 2. Auf meine Urgenz vom 30. Mai erhielt ich überhaupt keine Antwort mehr. Bis zum 21. Juli 1911, an welchem Tage die Tagesordnung des Kongresses in der „Welt" veröffentlicht wurde, konnte ich daher nur annehmen, daß die Sache fallen gelassen wurde. Mit Zionsgruß gez. Adolf Böhm, Wien. Demgegenüber stellen wir folgendes fest: 1. Auf den Antrag des Herrn Böhm vom 24. (nicht 26.) April d. J. schrieb ihm das Zentralbureau nichts davon, „daß ein Mitglied des Großem A. C. die schwersten politischen Bedenken wegen des Emigrationsreferats habe". Der Antwortbrief des Zentralbureaus lautete vielmehr wie folgt: „Köln, den 5. Mai 1911. Herrn Adolf Böhm, Wien XVI. Wilhelminenstr. 28. Betrifft Emigrationsreferat. Sehr geehrter Herr Gesinnungsgenosse! Indem wir den Empfang Ihres geehrten Schreibens vom 24. v. M. bestätigen, beehren wir uns, Ihnen mitzuteilen, daß das Engere Actions-Comite sich schon seit einigen Monaten mit dem Gedanken der Abhaltung eines Referats über die Emigration am nächsten Kongreß befaßt hat, und auch die Absicht hatte, auf der Sitzung des A, C. die Frage zur Beratung zu stellen. Nun hat aber, wie Ihnen Herr Dr. Zweig sicher berichtet haben wird, das A. C. über die verschiedenen Kongreßfragen und namentlich über die Referate nur ganz kurz beraten können und hat die Erledigung dem E.A. C. überlassen. Das E. A. C. hat über die Sache noch keinen definitiven Beschluß gefaßt; es steht augenblicklich mit einigen Herren, die für die Abhaltung des Referats im Betracht kämen, in Korrespondenz. Eine definitive Entscheidung wird wahrscheinlich erst im Laufe der nächsten Woclien getroffen werden können. Mit vorzüglicher Hochachtung und Zionsgruß Zionistisches Zentralbureau." Ebenso unrichtig ist die Behauptung des Herrn Böhm, daß er auf seine Urgenz vom 30. Mai überhaupt keine Antwort mehr erhalten habe. Vielmehr schrieb ihm das Zionistische Zentralbureau unter dem 8. Juni d. J.: „Was die Emigrationsfrage betrifft, so beziehen wir uns auf unser Schreiben vom 5. v. M. Die Verhandlungen mit den für die Erstattung des Referats in Betraciht kommenden Herren sind noch nicht zum Abschluß gelangt, so daß eine definitive Entscheidung seitens des E. A. C. noch drum er nicht getroffen werden konnte." „Auch Einer" Die jüngste Nummer der „Jüdischen Rundschau" druckt eine „Auch Einer" überschrkbene Einsendung ab, in der das (aus dem neuverlegten Protokoll des ersten Kongresses) in der „Welt" wiedergegebene Vorwort von Dr. Max Nordau „DeT erste Kongreß", die Artikel „Zurück zu Herzl" von Dr, Jakob Klatzkin und „Die Kulturfrage" von K. kindisch bespöttelt werden. Der Einsender fragt die Redaktion der „Jüdischen Rundschau", ob er zum Kongreß fahren soll, da man jetzt „zurück zu Herzl" rufe und — kein Palästinareferat auf die Tagesordnung des X. Kongresses gesetzt sei. Obgleich wir wissen, daß die „Jüdische Rundschau", die das Organ der deutschen Zionisten ist, vielfach im Gegensatz zu den Anschauungen der Majorität der deutschen Zionisten steht, befremdet es uns doch, daß unser