Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 15 (1911)
- Issue
- 30 (28.7.1911)
- Date
- 1911-07-28
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 30 DIE^ELT 139 Sehr erwünscht wäre mir auch die Zusendung eines Exemplars jeder jüdischen Zeitung. Sollten die geehrten Herren Redakteure noch weitere Angaben, die in dem obigen „Fragebogen" nicht vorgesehen sind, zur Veröffentlichung in eines Schrift wie der meinen geeignet erachten, so wäre ich für derlei Angaben sehr verbunden. Meine Schrift soll ja keine trockene Zusammenstellung von Daten und Ziffern über die jüdische Presse sein. Für mich ist die Presse das getreue Abbild des wirklichen Lebems eines Volkes. Unter diesem Gesichtswinkel betrachte ich auch die jüdische Presse, und in diesem Sinne möchte ich mit Unterstefling der geehrten Herren Kollegen meine Arbeit ausführen. Indem ich allen denen, die die Güte Iiaben werden, mir ihren Beistand zu leihen, im voraus herzlichst danke, zeichne ich hochachtungsvoll und mit Zionsgruß E. F. Sraunstein 40 rue de la Montagne S^. Genevieve, Paris. Büchereinlauf Interessante Kriminalprozesse von kulturhistorischer Bedeutung. Von Hugo Friedlaender. Eingeleitet von Justizrat Dr. Erich S e 11 o. Berlin W 30, 1911. Hermann BarsdorF, Verlag. Gabriel Rießers Leben und Wirken. Ein Buch für jung und alt von Rektor Jos. Feiner. Dritte Auflage. Leipzig 1911. Verlag von Gustav Engel. Methodik des jüdischen Religionsunterrichts. Von Rabbiner Dr. Heinrich Berger. Leipzig 1911. Wlag von Gustav Engel. Wesij| Ihr wollt. .. Gedichte von Otto Frankel. Straßburg i. E. . |ind Leipzig. Verlag von Josef Singer, Hofbuchhandlung. 1911. Bericht des Kuratoriums über die . , . Baronin Clara von ' ||irsch»Kaiser-Jubiläums-Stiftung zur Unterstützung von phaben und Mädchen in Österreich Piir die Zeit vom 1. Sept. ] |909 bis 31. August 1910. Wien 1911, Druck und Verlag von; poriz Waizner & Sohn. Bericht des Kuratoriums der Baron-Hirsch-Stiftung zur I Beförderung des Volksschulunterrichts im Königreich Galizien . . . und im Herzogtum Bukowina Wir die Zeit vom 1. Sept. 1909 bis 31. August 1910. Wien 191L Druck und Verlag von Moriz Waizner & Sohn. Ä. Steuermann-Rodion: Heinrich Heine si Ed. Grenier. Un Raspuns. Bucuresti, Editura „Lumen" 1910 (Rumänisch). Moledeth („Heimat"). Monatsschrift für ds Jugend. Herausgegeben von dem Hebr. Lehrerverband in Palistina unter Mitwirkung des Verlags „Koheleth". Redaktion: 5. Ben-Zion. Heft 1, Nissan 5671. Jaffa. (Hebräisch.) Hammeir. Populärwissenschaftliche Monatsschrift für die Kunde Palästinas und seiner Kolonisation.- Redigiert von Israel Beikind. Heft 3, Ijjar 5671. Jaffa. (Hebr.) Bibliotheka Gedolah. Herausgegeben vorn Verlag Tuschijah" _in Warschau. Jahrgang 2. Nr. 13—15: Jüdische Kostüm- - künde im biblischen Altertum «(mit Illustrationen). Von A.S.Herschberg. — Nr. 16: Gesammelte Aufsätze (K'bhüzath Maamärim) von Abraham Geiger. H ^ausgegeben von Dr. S. Poznanski. 3. Forts. Warschau 5671 (Hebr.). Hühners jüdisches Volksliederbuch. Sammlung der populärsten jüdischen Volkslieder. Verlag „FamilienMatt", Nad wtfrna, Galizien. März 1911. (Jargon.) IQPD DV> ~"0> Homiletische Betrachtungen, kalendarische und historische Notizen zu sämtlichen Tagen des jüdischen Kalenderjahres, insbesondere Angabe 4er Sterbetage berühmter jüdischer Männer usw. Von Rabbiner Chaim Knoller. Przemysl I. Teil: Nissan-Tischri. II. Teil: lischri-Nissan. Przemysl 5667/5670. Im Selbstverlag des Verfassers. (Hebräisch.) Die beiden Bände des durch seine frühern homiletischen Schriften vorteilhaft bekannten Verfassers "Meten zu jedem Tage des jüdischen Kalenderjahres eine Fülle interess unter und lehrreicher Hinweise, die aus zahlreichen Ritualwerken, historischen, biographischen und bibliographischen Schriften mit großem Fleiß zusammengestellt und ubersichtlich angeordnet sind. Die Schrift dürfte insbesondere Rabbinern und Predigern nutzbare Materialien für ihre religiösen Vorträge an die Hand geben, aber aucl sonst als brauchbares, volkstümliches Nachschlagewerk von vielen gern benutzt werden. Zur jüdischenWirtschaftsgeschichte Die jüdische Wirtschaftsgeschichte ist trotz einiger in den letzten Jahren erschienenen Beiträge, unter denen in erster Linie das Werk des Züricher Privatdozenten Dr. Caro zu nennen ist, in ihrem Ausbau noch immer ein frommer Wunsch. Es scheint fast unmöglich, daß sich die Persönlichkeit findet, die gleichermaßen das jüdische wie nichtjüdische Quellenmaterial beherrscht und mit dieser Beherrschung diejenige geschichtsphilosophische Deduktionskraft besitzt, ohne welche auch das tiefgründigste Queilenwissen nur Stückwerk bleibt. Bei dieser Sachlage sind einzelne Monographien, die sich mit speziellen Fragen oder Epochen unserer ökonomischen Geschichte befassen, sehr wertvoll, und in diesem Sinne hat Rabbiner Moses Hoffmann mit seinem bei Duncker & Humblot erschienenen Buch „Der Geldhandel der deutschen Juden während des Mittelalters bis zum Jahre 1350" den Ausbau einer künftigen jüdischen Wirtschaftsgeschichte außerordentlich gefördert. Das vorliegende Werk ist in den von Schmoller & Sering herausgegebenen Staats- und sozialwissenschaftlichen Forschungen als Heft Nr. 152 erschienen, und damit ist seine Methode, zum größten Teil auch sein Inhalt gekennzeichnet. Es ist eine beschreibende und nur die Tatsachen schildernde Arbeit, die sich, ohne auf Folgerungen und Schlüsse einzugehen, eng an das gegebene Quellenmaterial hält, wie sich denn alle Arbeiten der Schmollen sehen Richtung mehr der Wirtschaftsstatistik als der ökonomischen Geschichtsschreibung nähern. Der Leser wird also in dem Hoffmannschen Buche nicht einen kühnen Gedankenbau im Sinne Lamprechts oder auch Werner Sombarts erwarten dürfen, und wer sich mit wirtschaftlicher Literatur schon beschäftigt hat, der wird wesentlich Neues dem Werke nicht entnehmen können. Der Standpunkt des Verfassers ist erfreulicherweise kein apologetischer; er nimmt die Tatsachen wie sie sind und sucht nicht zu beschönigen, wo nichts zu heschönigen ist Besonders wertvoll sind die Kapitel über die Organisation der jüdischen Geldhändler unter sich sowie über den Geschäftsbetrieb der Juden und über das Risiko des jüdischen Geldhandels. Hoffmann leistet durchaus den Nachweis, daß an dem Geldhandel des Mittelalters nicht nur die Juden allein in hervorragendem Maße beteiligt waren. Von aktueller Wirkung ist eine von dem Verfasser aus dem Buch der Frommen angeführte Bemerkung „Wer Fürsten leiht, die falsche Beschuldigung gegen die Juden vorbringen, ist so, wie wenn er Israel beraubt." Eine Menge interessanter Einzelheiten erschließt uns das lesenswerte Buch Hoffmanns, wenn es auch denjenigen nicht befriedigt, der jene ganze historische Richtung in der naturellen Ökonomie mit ihrer absoluten Deskription verwirft. Dr. Felix Pinkus. Briefkasten Bochnia. Ein besonderes Referat in der Tagesordnung aufzuführen, erschien inopportum. Selbstverständlich werden ausführliche Berichte vorliegen. Schluß des redaktionellen Teiles Für das Mikro-Biologische Institut sind eingegangen: Bei der Administration der „Welt" in Köln: Sammelstelle des J. N. F. in Wien, ausgewiesen in den Nummern 23—25 der „Jüdischen Zeitung" Kr. 25.— d(, 20.20 N. Lifschütz-Libau Buße für ein an R. Judelowitz begangenes Unrecht............. . . „ 2.16 Bei dem Unterzeichneten gingen ein durch Herrn Rechtsanwalt G. Belkowsky in Petersburg: Rechtsanwalt Moses Margolin Rbl. 3.—, Marcus Sachs, M. Pittel, Hilel Cohon, Isaac Oisermann je Rbl. 5.—, Mendel Swerdlow, Rechtsanwalt Roman Rubinstein je Rbl. 10.—. Durch Herrn David Wellner. Antwerpen: A. Bamdas, M. Finkelstein, Max Goldmiintz, Hermann Kleinberg, Jos. Levin, F. Ratzersdorfer, S. Richter je Frcs. 12.— Mitgliedsbeitrag N. Fuchs Frcs. 10.—, Mitgliedsbeitrag Max Freudmann Frcs. 8.—, Mitgliedsbeitrag M. Cypres, Jakob Cohn, M. Dembitzer, S. Freedmann, Sam Fischer, S. Frey, Hermann Felsen, Jacob Fast, S. Genn, Max Goldstein, G. Kops, Heinrich Lorie, M. Moed, Paul Moed, A. Russ, M. Rapaport, M. Schulsinger je Frcs. 6.—, Mitgliedsbeitrag B. Landau, J. Teitelbaum je Frcs. 5.—, Mitgliedsbeitrag I. Neutel Frcs. 10.—, Spende, J. Slabotzky Frcs. 6.—, Spende. Bertrand Hamburg Schatzmeister des Vereins „Bezalel"