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Die Welt · 1911-07-14 · 28 (14.7.1911) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
15 (1911)
Issue
28 (14.7.1911)
Date
1911-07-14
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Delegierte Ersatzdelegierte Königsberg i. P. 43. Kurt Blumenfeld-Berlin Dr. S. Berlowitz-Königsberg 44. Moses Marx-Königsberg Dr. Julius Becker-Berlin W. Perlis-Königsberg Südafrika Oiftshoorn: 45. Frau B. Pevsner, z. Z. Davos Dr. B. Mossinsohn-Jaffa 46. Dr. Schmarja Levin-Berlin David Frischmann-Warschau Ägypten Kairo 47. Sch. Hasanisony-Kairo Dr. H. G. Heymann-Berlin Holland 48. Dr. David Cohen-Haag Henri Bdersheim-Amsterdam 49. Dr. S. Frawzie Berenstein-Haag Alfred Polak-Tilburg 50. J. H. Kann-Haag A. Simons Mzn-Haag 51. Dr. L. S. Ornstein-Groningen Eduard Pool-Hengeloo (O) 52. David Person-Amsterdam J. Kan Szn.-Enschede Fräulein Rosa Nathans-Assen Westösterreich Volksverein „Zion", Pilsen: 53. Dr. E. Margulies-Leitmeritz Rieh. Klauber-Pilsen Iglau: 54. Gustav Finzi-Troppau Richard Weißenstein-Iglau. 0 lmütz 55. Dr. B. Oppenheim-Olmütz Josef Grünberger-Olmütz Die kostenlose Zustellung der Kongreßausgabe unseres Blattes kann nur an jene Abonnenten der Welt erfolgen, die mit der Einzahlung des Abonnementsbetrages nicht im Rückstände'sind. Wir ersuchen daher nochmals dringend alle Abonnenten, deren Bezugszeit am 30. Juni 1911 abgelaufen war und die bisher das Abonnement noch nicht erneuert haben, um unverzügliche Einsendung des Abonnementsbetrages. Gesinnungsgenossen! Benutzet die wenigen Wochen bis zum Kongreß für eine intensive Propaganda zur Verbreitung unserer Kongreßausgabe! In sehr vielen Orten ist bis jetzt noch gar nichts nach dieser Richtung unternommen worden. Es ist Pflicht der Vereine und Vertrauensmänner, dafür Sorge zu tragen, daß die Kongreßausgabe von jedem Zionisten abonniert und auch in den jüdischen — nichtzionistischen — Kreisen verbreitet wird. Unserer heutigen Nummer haben wir nochmals Bestellkarten beigelegt, die wir zu benutzen bitten. Jeder Abonnent der „Welt", der die Kongreßausgabe ohnehin gratis erhält, möge sich bemühen, uns mindestens einen neuen Abonnenten für die Kongreßausgabe zu verschaffen. Die Kongreßausgabe der „Welt" wird insgesamt fünf Nummern umfassen. Der Bezugspreis beträgt für: Deutschland.......1.70 Mark Holland..........1.20 Hfl. Österreich-Ungarn . 2.— Kronen Vereinigte Staaten . 0.50 Dollar Rußland..........1.—Rubel alle übrigen Länder 2.50 Francs. Großbritannien----2.2 Shill. Bestellungen werden nur gegen Voreinsendung des Betrags bzw. Nachnahme entgegengenommen. Der Bezugspreis kann auch in Briefmarken eines jeden beliebigen Landes entrichtet werden. Verlag „Die Welt" Köln a. Rh., Karolingerring 31. Preßstimmen zum Kongreß Der bevorstehende X. Kongreß bildet seit einiger Zeit in unserer nationalen Presse den Gegenstand lebhafter Erörterungen. Mehrere Blätter haben bereits mit der Veröffentlichung von Aufsätzen begonnen, die zu verschiedenen Fragen des neuen Organisationsstatuts, der Finanzreform und der Kulturarbeit in der Diaspora und in Palästina mehrfach behandelt Die „Hazefirah" bringt eine größere Artikelserie: „Bemerkungen zum X. Kongreß" von N. S., die in eingehender und sachlicher Weise die zionistische Arbeit nach ihren verschiedenen Richtungen hin bespricht und die zionistischen Probleme aus verschiedenen Gesichtspunkten beleuchtet. Mit begeisterten Worten tritt N. S. für die Erweiterung des zionistischen Arbeitsgebietes nach der kulturellen Seite hin ein. Nr. 24 des „Ha'Olam" enthält einen sehr interessanten Aufsatz: „An der Schwelle des X. Kongresses" von J. L. (Jaffa). In erster Reihe wendet sich der Verfasser gegen die seitens mancher Gesinnungsgenossen hie und da ausgesprochene Ansicht, das Baseler Programm müsse den gegenwärtigen politischen. Verhältnissen der Türkei entsprechend abgeändert werden. Er führt unter anderm folgendes aus: „Diese Forderung ist durchaus unbegründet. Das Baseler Pogramm ist seiner Form nach einwandfrei. Es gibt unserer Grundtendenz den richtigen Ausdruck, und zwar in einer Weise, die keineswegs ein Hindernis für unsere Arbeit in der Türkei werden könnte. Vielmehr läßt er uns die Möglichkeit, entsprechend den verschiedenen in Wandlung begriffenen Bedingungen unsere Arbeit einzurichten. Wenn die türkische Regierung oder gewisse Kreise uns mißtrauisch und mit Unwillen ansehen, so ist dafür keineswegs unser Programm verantwortlich zu machen. Die Beziehungen der Regierung zum Zionismus waren vor unseren Kongressen, d. h. vor der Festlegung des Baseler Programms negative. Diejenigen Kreise, die uns mißtrauisch und feindselig gegenüber stehen, haben meistens vom Baseler Programm keine Ahnung. Es gibt in der Türkei gewisse Mißstände, die dieses negative Verhältnis zu jeder Form einer Erweiterung der jüdischen Ansiedlung in Palästina ermöglichen und von diesem Gesichtspunkte aus werden auch der deutsche „Hilfsverein" und die I. C. A. mißtrauisch angesehen. Diejenigen Türken und Araber, die sich gegen eine Konzentrierung der Juden an einem bestimmten Orte sträuben, brauchen sich nicht erst auf den Wortlaut des Baseler Programms zu stützen. Es ist ein Irrtum, wenn man glaubt, daß die Abänderung des Programms diese Leute befriedigen könnte. Diejenigen, die in unserrn Programm, mit ehrlicher oder unehrlicher Absicht, einen Grund für ihre Gegnerschaft suchen, »sind an Zahl gering; die uns feindselig gegenüberstehen, werden durch die Abänderung des Programms keineswegs beschwichtigt werden. Unsere ehrlichen Gegner wiederum werden ja durch die Erörterungen und Beweise überzeugt werden können, daß unser Programm nichts Schlimmes gegen das Volk und die Regierung enthält. Nun gibt es Zionisten, die meinen, daß die Änderung des Baseler Programms, wenn nicht aus äußern, so doch aus innern Gründen nötig sei. Wir müssen, heißt es, ein Programm haben, das dem Charakter unserer Arbeit besser entspricht; wir verlangen keinen Charter mehr, wir haben eine diplomatische Tätigkeit überhaupt nicht mehr nötig; wir wollen nur praktische Arbeit leisten, die Vermehrung unserer Kräfte im Lande und eine allmähliche Entwicklung der Ansiedlung fördern — dies sollte, in unserm Programm zum Ausdruck kommen. Indessen braucht das Baseler Programm auch von diesem Gesichtspunkte aus nicht abgeändert zu werden. Unser Programm ist nicht für ein oder zwei Jahre festgesetzt, es muß in sich auch große und weite Möglichkeiten schließen, ohne daß sie uns von den bestimmten Gegenwartsaufgaben zurückh lten. Hätten wir jetzt zum erstenmale einen zionistischen Kongreß einzuberufen, so würden wir uns sicherlich veranlaßt sehen, ein genaueres Programm festzulegen, das der gegenwärtigen Lage besser entspräche. Da wir aber jetzt das Programm nicht erst festzulegen haben, liegt keine Notwendigkeit vor, das bestehende Programm abzuändern. Eine Änderung dieses Programms wäre ein Leichtsinn seitens unserer Organisation. In Nr. 34 des „Rasswjet" schreibt Herr L. Babkow: „Die Vorbereitungen zum X. Kongreß sind bereits im Gange und vor allem wird wieder die Frage der Leitung aufgerollt Anscheinend sehen die leitenden Kreise des „östlichen Zionismus" den Zweck des kommenden Kongresses darin, daß er an die Spitze Männer aus dem Osten beruft und daß er auf sein Recht, den Präsidenten aus der Bewegung zu wählen, verzichte. Im Kampf um die Leitung glauben sie die restlose Lösung aller Fragen zu erblicken, die die zionistische Welt bewegen. Sie glauben, daß die zionistische Arbeit nur darum so langsam vorwärts kommt, weil an der Spitze „westliche Zionisten" stehen, die die Renaissancebewegung in ihrem ganzen

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