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Die Welt · 1911-06-23 · 25 (23.6.1911) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
15 (1911)
Issue
25 (23.6.1911)
Date
1911-06-23
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Palästina Erwerbsgelegenheiten in Palästina Wie das jüdische Informationsbureau in Jaffa mitteilt, Wetet die Ica jüdischen Ansiedlern, die sich in Palästina als KaLonisten niederlassen wollen, einige landwirtschaftliche Kenntnisse besitzen und über ein Kapital von 5000 Frs. verfügen, inMetuleh, Sichron- Jakob und Jemtna geeignete Grundstücke zum Kauf iam. Die betreffenden Parzellen haben ein Flächenmaß von je 25(* Dunarn und können auf 30—40jährige Abzahlung von der Ica erworben werden. Den Ansiedlern errichtet die Ica auf Wunsch nach ein Wohnhaus und Stallungen. Der Preis beträgt 70 Frs. pro IDunam, für das ganze Grundstück also ca. 17 500 Frs., und wenm noch ein Wohnhaus samt Stallungen erstellt wird, insgesamt 22i500 Frs. Als jährliche Teilzahlungssumme wären von den Kolonisten 6—7O0 Frs. zu entrichten. Der obenerwähnte Barbetrag von 5«0»0O Frs. ist für die Anschaffung von Arbeitsgeräten, Saatgut usw. erforderlich. In der Kolonie Metuleh (Galiläa) ist die Stelle eines Arztes, der auch in der Türkei diplomiert sein muß, mit einem Jarires-geha 1t von 3000 Frs. und freier Wohnung zu besetzen. Der betreffende Arzt kann auch auf Privatpraxis in den benachbarten Dörfern rechnen. In Rosch-Pinah könnte ein tüchtiger Schuhmacher, der über einige Barmittel verfügt, guten Erwerb finden. In den galiläischen Kolonien werden jüdische landwirtsc Laitliche Arbeiter gegen einen Tagelohn von 2 Frs. gesucht. Sommerregen in Jaffa und Haifa Am 1. dieses Monats ging in Jaffa einige Stunden Hindurch strömender Regen nieder, — eine höchst ungewöhnliche Naturerscheinung um diese Jahreszeit. Zwei Tage vorher hatte es auch in Haifa geregnet. Statistisches von den amerikanischen Jaden Nach den letzten Schätzungen leben, wie ein interessanter Artikel Dr. Ernst Schultes im „Berliner Tageblatt" mitteilt, in New York und seinen Vorstädten etwa 1 100000 Juden. Greateu New York beherbergt demnach mehr Juden, als gegenwärtig im Eaeiitschen Reiche, in Großbritannien, in Frankreich, in der Schweiz und Bis Italien zusammengenommen leben. Die Einwanderung russischer Juden nach den Vereinigten Staaten betrug auf Grund der Beri chte der amerikanischen Einwanderungsbehörde im Jahre 1899 etw a 24-000 Köpfe, 1900 bereits 37 000/1903 47000, 1904 77000 Kö>k. Die 1100000 Juden in New York bilden mehr als 26 Prozent der dortigen Gesamtbevölkerung, während in London und Paris nur wenig mehr als 2 Prozent der Bevölkerung aus Juden besteht. Zum Vergleich mögen ferner folgende Ziffern dienen: In Cliicago, dem zweitgrößten Judenzentrum in den Vereinigten Staaten, sind 3' * Prozent Juden zu finden. In Berlin leben etwa 5 Prozent Juden, in Konstantinopel 6 Prozent, in Montreal (Kanada) 7 Prozent, in Wien fast 9 Prozent, in Amsterdam 11 Prozent, in Budapest 20 Prozent, in Warschau 33 Prozent, in Lodz 47 Prozent and in Jerusalem endlich 66 Prozent. Von sämtlichen Juden, die in den Vereinigten Staatem leben, halten sich gegen 90 Prozent in den großen und kleinen Städten auf. Es gibt heute in New York etwa 3000 jüdische ]£echlsanwälte und 1000 jüdische Ärzte. In einzelnen höherri Schuten ist der Prozentsatz der jüdischen Teilnehmer ein recht groolßer; so sind z. B. in dem Normal College, einer großen Lehrerinnenbildungsanstalt, 75 Prozent aller Schülerinnen Jüdinnen. Jüdische Kandidaten für die große bulgarische Nationalversammlung Die bulgarischen Parteibureaus haben zum erstenmal seit dceiBefreiung Bulgariens die Initiative ergriffen, Vertreter der jüdischen Bevölkerung als Kandidaten für die Große Nationalversammlung aufzustellen Die jüdischen Kandidaten sind folgende Herren: Fabrikairt Haim Farchy (Nationalpartei), (von der „Welt" bereits berichtet), Kaufmann Levy, nationalliberal (Stambolovist), Advokat Avram Refetow[, liberal (Radoslavist), Kaufmann Rachamim Nessimow (Demokrat), Josef Gerschon jungliberal (Tontschevist), Rechtsanwalt L Koen, (Radikal-Demokrat), Rechtsanwalt Dr. Naim Isaakow (Sozialist), Buchhändler Jakob Levyew (Sozialist-Revisionist). «7=*^ SPRECHSAAL ==^=- Montanistische Hochschule in Leoben Absolventen des Gymnasiums bzw. der Realschule (im Auslande der den österreichischen gleichgestellten Anstalten) und Juristen, welche an der k. k. montanistischen Hochschule in Leoben studieren wollen, erhalten über jede Anfrage bereitwilligst Auskunft (Postmarke beizulegen) in deutscher, russischer, französischer, polnischer, italienischer, tschechischer, rumänischer und serbischer Sprache. Zu adressieren: „An die k. k. montanistische Hochschule in Leoben, Steiermark (Österreich). Für M. Wassermann, stud. ing. mont." Anmeldungsformulare zum Kongreß Tribünen karten Anmel dungs f orm ular An das Zionistische Zentralbureau Abteilung Kongreß Köln Karolingerring 31. Der Unterzeichnete bestellt hiermit: für sämtliche Verhandlungstage Tribünenkarte „ Mittwoch den 9. August „ Donnerst, den 10. „ .............. „ Freitag den iL „ „ Sonntag den 13. „ .............. „ Dienstag den 15. „ .............. Die entsprechenden Vormerkungsgebühren im Betrage von.................... empfangen Sie beigeschlossen, gehen per Post an Sie ab. Name........................................... Adresse.................................. Wohnort...................................... (Unterschrift.) (Nichtzutreffendes wolle man durchstreichen.) Wohnung Anmeldungsformu lar An das Zionistische Zentralbureau Abteilung Kongreß Köln Karolingerring 31. Der Unterzeichnete ersucht das Kongreßbureau, für ihn Wohnung zu besorgen in einem Hotel in einem Privathause vom.........August bis einschließlich.........August mit — ohne — Frühstück in der Preislage von 1—3 Francs täglich pro Person 3-5 zirka.......... „ „ Gewünscht wird .........Zimmer mit Betten. Name ...... Adresse Wohnort (Unterschrift.) (Nichtzutreffendes wolle man durchstreichen.) Schluß des redaktionellen Teiles

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