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Die Welt · 1911-06-01 · 22 (1.6.1911) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
15 (1911)
Issue
22 (1.6.1911)
Date
1911-06-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Kroatien Visegrad..............".......Jl 1.— Misrachi (Spezifakation fehlt) ............• . . . Jl 615.60 Südafrika (Spezifikation fehlt)..........£ 98.13.8 e£ 2013.10 Frankreich Paris, Assidas Zion Frcs. 75.—, Ha-Teres Zion 50.—, Dames Sionistes 40. — ...... zus. Frcs. 165.— Jl 133.06 Ungarn Aranyosmaroth Kr. 12.—, Balazsfalva 3.60, Bratka 1.20, Budapest 54.—, Baja 8.40, Berlin 1.20, Beszterczebänya 8.40, Csorna 12.—, Debrezin2.40, Feiek 1.20, Györ 12.—, Gyetva 7.20, Hatszeg 8.40, Kiralyhegyalja 4.80, Kecskes 6.—, Kismarton 34.80, Kornadi 4.80, Lebetbanya 6.—, Miava 8.40, Maros Szt-Anna 1.20, Marcabi 1.20, Magocs 1.20, Nyitra 90.—, Nagykikinda 14.40, Nagy Szöllos 1.20, Papa 15.60, Palosnagymezö 1.20, Perjamos 1.20, Rozsahegy 1.20, Szabadka 9.60, Szakolcza 1.20, Sebeshellemes 12.—, Szombathelv 14.40,Temesvar 37.50, Tab 1.20, Ungvar 6.60, Wien —.60, Zam 1.20, Zalaegerszeg 1.20",.....".........zus. Kr. 380.70 JL 323.60 Rumänien (Spezifikation fehlt)..........Lei 600.— Jl 481.84 Ehrengericht Das Engere Actions-Comite hat auf Grund des in der letzten Sitzung des A.-C. gefaßten Beschlusses nunmehr ein allgemeines Ehrengericht mit dem Sitz in Berlin für die Zeit bis zum X. Kongreß eingesetzt. Dasselbe besteht aus folgenden Mitgliedern: Rechtsanwalt S. Qronemann, Vorsitzender. Rechtsanwalt Dr. Hellmut Friedemann, stellvertretender Vorsitzender, Rechtsanwalt Dr. E. Leszynsky, Referent, Rechtsanwalt Dr. Heilbrunn, stellvertr. Referent, sowie den Herren Justizrat Dzialoszynsky, Dr. Feitelberg und Dr. Wittkowsky. Zum Ehrengerichtsanwalt ist Herr Dr. Adolf Friedemann bestellt worden. Bekanntmachung der am Sonnabend den 17. Juni 1911 um 8W2 Uhr abends in den Räumen unseres Bureaus, Bleibtreustraße 34/35, stattfindenden Gesellschafterversammlung mit folgender Tagesordnung: 1. Verlegung des Sitzes der Gesellschaft von Berlin nach Charlottenburg. 2. Abänderung des § 11 des Gesellschaftsvertrags. Tiberia Land- und Plantagengesellschaft m.b.H. Der Geschäftsführer: A. Awadiowitz. Deutschland Freiburg. Verbindung „Ivria" im K. Z. V. Chargenwahlen: stud. med. M. Arnheim X, stud. hist. W. Lewin XX, stud. iur- F. Löwenstein XXX. Von der „Histradruth Ibrith" Die „Organisation für hebräische Sprache und Kultur" („Histadruth lbrith") in Berlin veranstaltete am 27. Mai eine öffentliche Versammlung, die einen eindrucksvollen Verlauf nahm. Der etwa 1000 Personen fassende Festsaal des „Tiergartenhofs" war trotz der heißen Jahreszeit bis auf den letzten Platz gefüllt, und man bemerkte unter den Anwesenden zahlreiche hervorragende Persönlichkeiten aus der Berliner jüdischen Intelligenz und den großen jüdischen Gesellschaften. Als erster Redner referierte Dr. Moss in so hni vom hebräischen Gymnasium in Jaffa über „Das neue jüdische Leben in Palästina". Er schilderte das Entstehen einer jüdischen Eigenkultur in Palästina, die sich namentlich in der Neubelebung der hebräischen Sprache offenbare, und die Neugestaltung der sozialen Betätigung der jüdischen Bevölkerung in den dortigen Kolonien und Städten. Das jüdische Schulwerk in Palästina befinde sich zwar noch im Anfangsstadium seiner Entwicklung; es habe jedoch bereits jetzt schon mit verhältnismäßig geringen Mitteln Früchte gezeitigt, die in der Diaspora mit Millionen nicht erreicht werden konnten: die Heranbildung einer neuen, freien, selbstbewußten, von seelischer Zwiespältigkeit und innern Gegensätzen nicht niedergedrückten jüdischen Generation, die den Nachbarstämmen und fremden Besuchern des Landes Achtung und Wertschätzung einflöße. Dr. Schmarja Lewin, der darauf das Wort ergriff, vergleicht die Geistesverfassung der Judenheit in Palästina und in der Diaspora. Hier seien die Juden „Handwerker des Lebens", Nachahmer und Kopisten; dort seien sie „Künstler des Lebens", Eigenschöpfer und Musterbildner. Es sei kein Zufall, daß die hebräische Sprache gerade in den letzten 25 Jahren mehr bereichert und entwickelt wurde als in den letzten Jahrhunderten. Die Judenheit in der Diaspora sei innerlich unbefriedigt, suche nach einem geistigen Halt — und einen solchen biete ihr Palästina, das für sie Zweck und Mittel zugleich sei. In Palästina werde der zerrissene historische Faden des jüdischen Volkes wieder aufgenommen. Darauf sprach Leo Motzkin — der Leiter der Versammlung — über „Die Renaissance der hebräischen Sprache". Es gebe, so führte er aus, keine Trennung zwischen der Renaissance des jüdischen Volkes und jener der hebräischen Sprache. Gewiß fordere die Neubelebung des Hebräischen Opfer unserseits, — durch diese Opfer würden aber neue Werte geschaffen. Das Pioniertum des Hebräischen habe ebensolche Bedeutung wie das Pioniertum der palästinensischen Bestrebungen. Was in den letzten 30 Jahren in Bezug auf das Hebräische geschaffen worden ist, gehöre zu den größten Wundem der Kulturmenschheit Die Regenerierung der hebräischen Sprache sei der konkreteste Ausdruck des jüdischen Geistes. Dieses Ideal werden wir als Parole in die jüdischen Massen werfen, denn die Zeit sei nicht fern, wo unsere Sprachfrage in einigen Ländern, wie Rußland und Galizien, zu einer politischen Kampffrage werden müsse. Den Rednern wurde von der Versammlung lauter Beifall gezollt. In der darauffolgenden Diskussion, an der sich Rabbiner Dr. Fink und Dr. Heinrich Löwe beteiligten, wurde namentlich die Stellung der jüdischen Orthodoxie zu den auf die Neubelebung der hebräischen Sprache gerichteten Bestrebungen beleuchtet. In seinem Schlußwort wies Dr. Mossinsohn darauf hin, daß sich in der hebräischen Renaissance die Kontinuität der im Judentum lebendigen Schaffenskräfte offenbare. Spät nach Mitternacht schloß die Versammlung, die einen tiefen nachhaltigen Eindruck hinterließ. Gründung eines Lokalkomitees der Tachkemonischule in Berlin Nach langem Vorarbeiten ist es nun, wie in Hamburg, Frankfurt a. Main und andern Großstädten, auch in Berlin gelungen, für die Tachkemonischule in Jaffa ein Lolcalkomitee zu schaffen. In der konstituierenden Sitzung wurden gewählt die Herren: Geh. Regierungsrat Prof. Dr. J. Barth zum ersten, B. Galewski zum zweiten Vorsitzenden, S. Engel zum Kassierer, Prof. Dr. A. Berliner, Prof. Dr. F. Blumenthal, Rabb. Dr. W. Lewy, Rabb. Dr. Liebermann, Herrnann Struck zu Beisitzern. Das Komitee wird sogleich darangehen, die Zahl der beitragenden Mitglieder in Berlin zu vermehren. Anmeldung neuer Mitglieder an die Adresse des ersten Vorsitzenden (Louisenplatz 8), oder des zweiten Vorsitzenden (Kurfürstendamm 167/168) erbeten. Österreich Czernowitz. Verein „Emunah". Chargenwahlen: phil. Julian Silberbusch X, phil. Hermann Glaser XX, phil. Josef Jurman XXX. — Verbindung „Hasmonea": iur. Ludwig Kommer X, iur. Moses Merlaub XX, phil. Pinkes Goldmann XXX. Karlsbad. Die zionistischen Kurgäste treffen sich jeden Mittwoch um l/29 Uhr abends im Restaurant Kirsch, Haus Linkoln, Egerstraße. Reichenberg:. Am 13. Mai hat sich hier der Zionistische Volksverein „Theodor Herzl" konstituiert. In den Vorstand wurden gewählt die Herren Emil Deutsch (als Obmann), Hugo Fantl, Beruhard Raubitschek, Josef Tänzer (alsSchriftführer),Dr. Berka,

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