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Die Welt · 1911-05-12 · 19 (12.5.1911) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
15 (1911)
Issue
19 (12.5.1911)
Date
1911-05-12
Page
– (sequence 17)
Language
German
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No. 19 DIE-^E LT 447 Die Nationalfondswoche In den jüdischen Kreisen ist es zum feststehenden Gebrauch geworden, neun Tage vor Tischo-be-Aw In Erinnerung an die letzten schrecklichen Tage vor der Zerstörung des Tempels vor fast zweitausend Jahren durch besondere Genügsamkeit und Enthaltung von allen rreuden und Zerstreuungen als Trauertage zu begehen. Von vielen Seiten sind Anregungen ergangen, die Ersparnis an der vereinfachten Lebensweise einem wohltätigen Zwecke zuzuwenden. Welcher Zweck könnte aber heiliger und größer sein, als aus diesen Mitteln die Möglichkeit zu schaffen, das damals verwüstete Land der Väter wieder zu neuem Leben zu erwecken, dem in jener Zeit vertriebenen Volke von neuem eine dauernde Heimat in diesem Lande zu erringen? Kaum ein Jude wird sich der Erkenntnis der Wichtigkeit dieses Gesichtspunktes entziehen. Darum erläßt das Hauptbureaii des Jüdischen Nationalfonds an alle Gesinnungsgenossen die Aufforderung, nach dem Beispiel einzelner Sammelstellen von diesem Jahre ab eine Nationalfondswoche festzusetzen. Diese umfaßt dieTrauertage vom 1. bis 9. Aw; sie soll da2u bestimmt sein, eine große und lebhafte Agitation unter den Juden aller Länder zu unternehmen. Während der Nationalfondswoche soll besonders für die Ölbaumspende agitiert werden. Die große Bedeutung des Ölbaumes für das öde liegende Land und die Bestimmung seiner Erträge für kulturelle Zwecke in Palästina müssen jeden Juden zu einer Spende für diesen Fonds veranlassen. Besonders mag hervorgehoben werden, daß ein Ölbaum das schönste Denkmal zur Erinnerung an einen verstorbenen Angehörigen darstellt. Und der wohlhabende Jude sollte veranlaßt werden, statt prunkender Marmordenkmäler, die noch dazu durchaus unjudisch sind, einen Ölb au mg arten von hundert oder einen Hain von tausend Bäumen zu pflanzen, die die Namen der Verstorbenen für Jahrhunderte hinaus lebendig erhalten. Außerdem soll in dieser Woche eine energische Propaganda für die Landspende entfaltet werden. Diese Spende, die in den überseeischen Ländern bereits sehr populär geworden ist, kann sehr bedeutend werden, denn von jeher galt es als schönstes Ideal der über die ganze Welt zerstreuten Juden, ein Stück Land in Palästina zu besitzen. Durch die Landspende erhält der Nationalfonds die Möglichkeit, Land zu erwerben, welches, in Dunain geteilt, auf die Xamen der Spender von mindestens M 40.— in einem Kataster eingetragen wird. Die Agitation in der Nationalfondswoche wird am besten unterstützt durch unser neues Flugblatt Nr. 10, welches in kurzer deutlicher Fassung auch diese beiden Spendenzweige berücksichtigt. Bisher ist es nur in deutscher Sprache erschienen, doch ist die hebräische, jüdische, englische und französische Auflage in Vorbereitung. Ferner ist bis zu dem angesetzten Zeitpunkt die Herausgabe eines neuen Ölbaumspendenflugblattes in Aussicht genommen. Die Landessammelstellen und N.-F.-Kommissionen werden zweckmäßig bald mit den Vorbereitungen der Nationalfondswoche beginnen. Das Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds Köln. SPENDEN AUSWEIS Sammelstelle des .Jüdischem Nationalfonds für Österreich: (Adresse: Wien IX, Türkenstraße 9. — Publikationsorgan: „Jüdische Zeitung", Men.) Vom 17.—24. April d. J. eingegangen und in Nr. 17 der „Jüdischen Zeitung" detailliert ausgewiesen : Allgemeine Spenden ................Kr. 302.72 Selbstbesteuerung .................., 19.82 Sammelbogen...................„171.36 Sammelbüchsen..................„ 422.90 Ölbaumspenden..................„ 42.— Summe Kr. 958.80 ,M 810.19 Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Südafrikai: (Adresse: South African Zionist Federatioom, per B. J. Chaimowitz P. O. Box 18, Johannesburg. — Publikationsorgan: „Zionist Record" Johannesburg.) Vorn 1.—31. März d. J. eingegangen umd in Nr. 30 des „Zionist Record" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden...............£ 7. 5. 0 Sammelbüchsen..............„ 11. 0.11 Goldenes Buch (VollZahlungen)*)...........20. 0. 0 Goldenes Buch (Teilzahlungen)............, 9. 2. 0 Ölbaumspenden........ . ,......„ 10.16. 0 N. F.-Marken...................„ 25. 0. 0 Telegrammformulare................ 2. 1. S Summ« £ 85.5.7 JC 1739-70 *) Siehe die Rubrik Eintragungen ins Goldene: Ruch', Nr. 3910 11. Sammelstelle des Jüdischem Nationalfonds für Englands (Adresse: Jewish National Fund Connnission for England, London E., 4 Fulbourne Str. — Publkationsorgan: „Jewish Express" und „Jewish Journal", London.) Vom I.—12. April d. J. eingegangen und im „Jewish Express" und „Jewish Journal" detailliert! ausgewiesen: Allgemeine Spenden . . . „............£"1.10.10 Sammelbüchsen.................„ 5.15. 9 Goldenes Buch (Teilzahlungen)............, 3.19. 3 N. F.-Marken..................„ 0. 5. 0 Summe £ 11.10.10 J{. 235.45 Palästina: Ölbaumspen den: Kiew er Garten, gepflanzt im Namen der Gesellschaft für hebräische Sprache und Kultur in Kiew durch Dr. Bendersky, seine Frau und seine Mutter am Cholhamoed-Pessach im Herzlwalde im Ben-Schamen auf folgende Namen je 1 Baum: Isr;ad bendersky, Jehuda Bendersky, Malke Bendersky, M inzi Bendersky, Rikel Bendersky, Ton ja Bendersky, Dimah Bendersky, David Bendersky, Ahron Rabinowiz, Hiel Filiawsky, Moses Rosenblat; Joel Narodnitzky, Il>ow Komaroif, Nethaneel Tharum, Sophie Margulievv, L. Joffe, Wolf Friedland, Menachem Rosental, Isaak ERosett, Baruch Henkinn, N. Zinnowy, Adele MarguLiew; Bertha Kelber, Abraham Kelber, Miriam Friedtad, Aron Levy Isgur, Moses Gutsmann, Nachum Dotv Men, Hillel Slatopolsky, Abrain Cholodonka, N. Asch, Menachem Rawkin, F. Joffe, zus........Frrcs. 247.50 JC 198.—

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