Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 15 (1911)
- Issue
- 18 (5.5.1911)
- Date
- 1911-05-05
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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So. 18 DIEIaXELT 407 Gesellschaft Herzlia einen solchen von zirka 35000 Frcs. gewährt. Die erste Amortisation von 16000 Frcs. hat schon stattgefunden, und die A. P. C. hat auch schon gegen den Kredit an Achusath Baith für 8000 Frcs. Obligationen verkauft. Diese beiden Beträge stehen dem J. N. F. nun wieder zur Verfügung. Darlehen P. L. D. C..............Jt 32 057.65 Dieses mit 4Ü o verzinsliche Darlehen stellt einen Teil des Kredits von 3000 £ dar, der der P. L. D. C. bei ihrer Gründung gewährt wurde. Nach dem 31. Dezember 1910 hat nun die P. L. D. C. auch den Rest der 3000 £ sowie den vollen ihr im Laufe des Jahres 1910 gewährten Kredit von 7000 £, zusammen also gut Jt 200000 in Anspruch genommen. Darlehen P. L. D. C. Kinereth........Jt 10 102.70 Für eine Pächtergenossenschaft auf Umeldschune. Darlehen Odessaer Komitee.........Jt 15 759.— Für die Kolonie Ain Gannim. Wird regelmäßig mit 1111.11 Frcs. jährlich amortisiert. Dar lehen Jüdisches Institut fürt echnische Erziehung in Palästina...........Jt 81 000.— Dieser Posten stellt die Beteiligung der zionistischen Organisation an der Gründung des Haifaer Technikums dar, und zwar in der Form eines unkündbaren hypothekarischen Darlehens, aus welchem der Boden angekauft worden ist. Darlehen Bezalel für Arbeiterhäuser in Ben schämen................Jt 16457.55 Für die Kolonie der jemenitischen Filigranarbeiter des Bezalel in Benschamen (früher: Beth-Arif) in der Nähe von Lydda. Palästina-Amt...........•.....Jt 40 799.21 Bankdeposito in Jaffa zur Verfügung des Palästinaamts für die Zwecke der Ölbaumspende und der Siedllingsgenossenschaft. Ländereien und Gebäude in Palästina! . . . - Jt 523 299.33 Verschiedene Ländereien und Wirtschaftsgebäude, Arbeiterwohnungen in mehreren Kolonien und städtischer Immobilienbesitz. Ölbaumpflanzungen nebst Haus in Palästina Jt 185 749.77 Verschiedene Pflanzungen, Baumschulen und Forsthaus. Beteiligung an Siedlungsgesellschaft . . . . Jt 22 740.16 Die dem J. N. F. für die Zwecke der Siedlungsgenossenschaft gespendeten kleineren Beträge (wofür also keine Anteil- oder Genußscheine angefertigt wurden) stellen sich unter Abzug der Kosten der Vorbereitung und der Sammlung insgesamt auf diesen Betrag. Sarnmelbüchsenbestand............Jt 8885.34 Bestand am!. Ja!?u*r 1(H0 .... Jt 5270.50 Anschaffungen 1<M0........„ 9 375.14 Jt 14 645.64 Abschreibungen: 1:? des Wertes der Anschaffungen 1909 (Restwert 1 ,i) Jt 2 635.25 1 :* des Wertes der Anschaffungen 1910 (Restwert 9 Jt 3 125.05 Summa Jt 5 760.30 Buchwert Jt 8 885.34 Die zirka 100 000 zur Ausgabe gelangten Büchsen, die im Durchschnitt (inklusive Versandkosten) einen Kostenaufwand von zirka Jt, 1.— pro Büchse erfordert haben dürften, stehen jetzt also mit einem Durchschnittspreise von 9 Pfennig pro Büchse zu Buch. Ansichtskartenbestand ...........Jt 2 084.24 wird vom Jüdischen Verlag vertrieben. Allgemeines Kontokorrent Debitoren . . . Jt 10 722.56 Dieser Posten besteht hauptsächlich aus einer Forderung auf .,Die Welt" (Jt 8869.19), in deren Postsparkassenkonti vielfach Beträge für den N. F. eingezahlt werden und in den letzten Tagen 1910 namentlich größere Beträge für die Siedlungsgenossenschaft eingezahlt wurden. (Im Januar verrechnet.) Ferner eine Forderung auf Jen Bezalel für Miete Jl 1539. Passiva: David und Fanny Wolffsohn-Fonds •.....Jt 8413.90 Dieser Fonds ist dem J. N. F. angegliedert und dient dem Bau von Arbeiterwohnungen in Palästina. Schenkung der Frau Klur......- . . . . Jt 30000.— Frau Rebekka Isaakowna Klur hat dem J. N. F. Jt 30 000 — gespendet und an diese Spende die Bedingung geknüpft, daß das Kapital gesondert in der Bilanz aufzuführen ist." Genossenschaftsfonds............Jt 90210.56 Der J. N. F., bei dem alle Spenden für den Genossenschaftsfonds eingingen, schuldete letzterrn pro 31. Dezember 1910 diesen Betrag. Einnahmen: Summe....................Jt 455 775.56 Diese Summe stimmt genau mit dem Total der Statistik pro 1910 überein. I nteri ms spenden...............If 1412.32 Es bestand keine Veranlassung, diese Spenden als Passivum weiterzuführen. Geschenkte Immobilien...........Jt 206960.39 Wert verschied , ner dem J. N. F. geschenkter Grundstücke und Gebäude. Ausgaben: Reisekosten der Direktoren......._,// 295.- - Jt 836.55 Zu den Sitzungen sowie zur Organisierung von Sammelstellen usw. Reisekosten der Beamten......Jt 4 024.74, .// 669.20 Reisen nach Berlin, London, Paris, nach den Vereinigten .Staaten und Kanada, zur Einrichtung, Reorganisation oder lnspekl;v;i von Sammelstellen sowie zu Sitzungen. Propaganda-Drucksachen ..........Jf 5275.42 Druckkosten der Broschüren und Flugschriften, wrelche der J. N. F. den Sammelstellen in hebräischer, jüdischer, deutscher, französischer, englischer und spaniolischer Sprache zur Verfügung stellt. Gesamtauflage in 1910 *251 000 Exemplare. Der Bestand ist vollständig abgeschrieben. N. F.-Marken und Telegramme...... Jt 213.83 Im Jahre 1910 sind keine neuen Marken zur Ausgabe gelangt. Der Bestand ist vollständig abgeschrieben. Provision der Jüdischen Kolonialbank . . . -// 3 490.07 Die Überführung der Buchhaltung nach Köln hat eine bedeutende Verringerung der Provisionskosten mit sich gebracht. Nach dem früheren Satze hätte der N. F. im Jahre 1910 zirka ,# 12 000 bezahlt. Kosten der Landessammel stellen......Jf. 45026.98 (Siehe unter Einnahmen.) Propagandakosten, Kosten der Verbreitung von Zirkularen und Drucksachen, der Verteilung und Leerung der Sammelbüchsen, des Ausweises in den Landesorganen, der Führung eigener Bureaus usw Der Vorsitzende erteilt nunmehr Herrn S. Hooficn das Wort, der ungefähr folgendes ausführt: Auch in diesem Jahre gestatte ich mir bei der Vorlegung des Jahresabschlusses einige Bemerkungen allgemeiner Natur. Zunächst einige buchhalterische Bemerkungen. Die Überführung der Buchhaltung nach Köln, die sich außerordentlich bewährt hat, hat es ermöglicht, diesmal den Abschluß in deutscher Währung zu machen und die Form der Aufstellungen kontinentalen Gewohnheiten anzupassen, wodurch sie an Deutlichkeit gewonnen haben dürften. Überhaupt sind wir bestrebt, unsere öffentliche Rechnungslegung immer deutlicher und ausführlicher zu gestalten. Zu diesem Zwecke haben wir auch die im vorigen Jahre zugesagte Trennung der Ausgaben in solche für Verwaltung und solche für Propaganda jetzt klar zum Ausdruck gebracht. Dadurch, daß die Ausgaben der Sammelstellen von den Hinnahmen in Abzug gebracht werden sind, haben wir die Übersicht über die von der Zentrale veraniaßten Ausgaben erleichtert. Wir haben ferner im Jahre 1910 mit der Veröffentlichung von Vierteliahresbilanzen einen Anfang gemacht. Wie Sie sehen, haben uns die Revisoren ein glattes Zeugnis ausgestellt. Ich komme nun zum Inhalte der Bilanz. Bei einem Vergleiche mit der Bilanz pro 1909 fällt vor allen Dingen auf, daß ein absolut und relativ viel größerer Teil des Kapitals in Palästina angelegt und dementsprechend ein relativ kleinerer Teil in Europa in verfügbaren Barmitteln und Effekten vorhanden ist.