Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 15 (1911)
- Issue
- 13 (31.3.1911)
- Date
- 1911-03-31
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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No. 13 DIEE^ELT 299 juepiscHeR HATioriAL-fqmds Der Jüdische Nationalfonds ist dazu bestimmt, in Palästina Grund und Boden als unveräußerliches Eigentum des jüdischen Volkes cu erwerben. Vom V. Zionistenkongreß im. Jahre 1901 gestiftet, hat er bereits die Höhe von über zwei Millionen 3Iark erreicht. MITTEILUNGEN DES HAÜPTBUREAUS DES JÜDISCHEN NATIONALFONDS IN KÖLN Die Büchse ist das wichtigste Satntnelmittel des Nationalfonds! Alle unsere Kommissäre werden nunmehr mit der Vorbereitung zu den Büchsenleerungen am ChoI-hamoed-Pessach beginnen. Versehen Sie sich rechtzeitig mit unsern praktischen und einfachen Büchsenflugblättern, durch welche den Büchseninhabern die bevorstehende Leerung mitgeteilt wird. Ferner werden Ihnen bei der Leerung unsere Büchsenleerungshefte gute Dienste leisten, ebenso wie Sie bei der Verteilung neuer Sammelbüchsen unsere Büchsenempfangshefte verwenden. Für die Leerung der Büchsen sollten am besten freiwillige Kräfte verwandt werden. Besonders die zionistischen Mädchen und Frauen, deren Zeit oft nicht zu stark in Anspruch genommen ist, werden gern ihre Kraft in den Dienst des Nationalfonds stellen. Ein griechisches N. F.=FIugbIatt. Zum Purimfeste hat die „Syllogue Sioniste Poale Zion" in Volo (Griechenland) unser Flugblatt ins Griechische übertragen. Damit ist zum erstenmal die Sprache Homers in den Dienst des Nationalfonds gestellt worden, und wir knüpfen an das Erscheinen dieses ersten Nationalfondsflugblatts in griechischer Sprache die besten Hoffnungen für eine rasche gute Entwicklung der N. F.-Sammlungen unter den griechisch sprechenden Juden. Russische Übersetzung der Oppenheitnerbroschüre. Wie groß das Interesse ist, das Oppenheimers Projekt überall erregt hat, zeigt sich am deutlichsten in den vielen Auflagen und Übertragungen seiner Broschüre „Meine Reise nach Palästina". Durch den nunmehr vom immer rührigen Verlag „Kadimah" in Wilna veranlaßten Druck in russischer Sprache ist für die weiteste Verbreitung der Schrift in Rußland Sorge getragen; diese Maßnahme dürfte auch für die Propaganda der Siedlungsgenossenschaft von bedeutendem Nutzen sein. Zu dem Vorschlag einer N. F.-Vergnügungssteuer schreibt uns Herr Gesinnungsgenosse B. Fett in Debica: „Im Wintersemester 1910'11 habe ich hier eine Vergnügungssteuer für den Nationalfonds eingeführt, indem ich bei zionistischen Veranstaltungen alle Sitzplätze mit 10, Stehplätze mit 5 Heller besteuerte. Ich habe dadurch schöne Erträge erzielt. Ich bin sicher, daß man für den N. F. viel erreichen wird, wenn man überall meinem Beispiele folgt." Die Büchsetileerungen in Amerika versprechen jetzt stetig bessere Ergebnisse zu liefern, weil sie durch unser Büchsenflugblatt überall gut vorbereitet werden. Nach einer Mitteilung des Jewish National Fund Bureau for America schreibt ein N. F.¬ Kommissär in Boston: „Überall, wo wir Ihr Büchsenflugblatt verteilt haben, hat es hervorragende Erfolge bei den Sammlungen erzielt. Unsere Komiteemitglieder sind überall besonders gut aufgenommen worden, da sie durch das Flugblatt vorher avisiert waren; die Erträge der Büchsen sind das letztemal besser gewesen als jemals vorher." Die amerikanischeSammelstelle stellt die. Flugblätter in großer Anzahl her und empfiehlt allen ihren Kommissionen deren Gebrauch anläßlich der bevorstehenden Leerungen am Cholhamoed-Pessach aufs wärmste. Nationalfondsspenden sind ausschließlich an die Landessammelstellen zu senden. Durch die einzelnen Beträge, die direkt an das Hauptbureau gesandt werden, wird nur die Übersicht über die N. F.¬ Eingänge erschwert und die statistische Arbeit der Sammelstellen sehr kompliziert. Wir bitten daher unsere Gesinnungsgenossen dringend, alle Spenden an ihre Landes» zentrale abzuführen.