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Die Welt · 1911-03-31 · 13 (31.3.1911) · page 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
15 (1911)
Issue
13 (31.3.1911)
Date
1911-03-31
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Dt. Gewinn- und Verlustkonto per 31. Dezember 1910 Ct. AUSGABEN: Am Londoner Kosten pro 1910: Schreibmaterialien, Drucksachen, Porti,Telegramme, Reisespesen und Diverse........ Advokatenu.Revisionsgebühren Einkommensteuer....... Außerordentliche Spesen . . . . An Kosten der Palästina-Filialen pro 15)10: Miete............. Gehälter........... Schreibmaterialien. Porti, Telogramme,Bureauspesen u.Diverse Jtaisespesen.......... Advokatenu. Eevisionsgebiihren Mobiliaralmutzung....... Abschreibung auf Effektenkonto Abschreibung auf Griindungsspesen: Haifa und Safte d..... Dubiose......... . . An Saldo: Gewinn pro 1010. . . .!s. d 276 i 40! 219i 250; 306 6 962; 1 790 237 102 167 49 12 2 —! 7 15j 2 1! 4 l! 6 69| 1 1H| B'll £ im 5, i<! 10 79» 14 3 653 13!;» 15 23[)|13;11 EINNAHMEN: 'er Zinsen und Provisionen: London ............ Palästina-Filialen: Jaffa............ Jerusalem.......... Beirut........... Hebron........... Haifa........... Sarrod........... Ab Kosten der Palästina-Filialen Nettogewinn der Palästina-Filialen pro 1910 ........ £ S. (1. 7 341 10 1 2 :w;:> 19HO 3 2ÖG, 1! 7 26.712; \ 1 502 6 10;u,ir, o 14 770;> 11 10 7994 1! M;Dio.ii; -2 s.d. 4<i<); S — 1 1770; ."> 1! 1Ö23Ü.13 11 Der jüdische Klub des österreichischen Parlaments an die italienische Kammer Der jüdische Klub des österreichischen Abgeordnetenhauses hat an den Präsidenten der italienischen Kammer, Marcora, folgendes Telegramm gesandt: „Die zionistischen Abgeordneten des österreichischen Abgeordnetenhauses beglückwünschen das edle italienische Volk zu dem 50. Jahresfeste der nationalen Wiedergeburt." Hierauf langte folgende Antwort ein: „Empfangen Sie den wärmsten Dank für die edlen Gefühle, die Sie dem italienischen Volk entgegenbringen, und seien Sie überzeugt, daß wir dieselben in der gleichen Weise erwidern. Marcora.*1 Deutschland Frankfurt a. M. Einen hervorragenden Vortragsabend bot die hiesige Ortsgruppe des Misrachi mit einem Referate des bekannten Gelehrten Prof. Dr. A. Sulzbach über „Rom im Lichte des Talmuds". Redner zeigt in stilistisch und inhaltlich glänzenden Ausfuhrungen die Anschauungen über Rom, die die jüdischen Weisen in unzähligen Midrachim darlegten und die bezeugen, welch gesundes Urteil diese über das Bleibende, wie das Vergängliche an der römischen Kultur besaßen. Mit stolzen Worten über die Geisteskultur der Juden, die über alle GewaLt triumphiert habe und siegen werde, schloß der Redner, indem er kurz die Pflicht der Gesetzestreuen betonte, als Misrachisten an der Erstarkung des jüdischen Volkes mitzuarbeiten. Reicher Beifall folgte den inhaltreichen Ausführungen. Der Vorsitzende, Professor Adolf Weyl, teilte dann mit, daß der Misrachi einen Tenach-schiur mit anschließenden hebräischen Sprach Übungen einrichten wolle. Es wurde eine Kommission zur Durchführung dieses Planes ernannt, die aus den Herren Professor A. Weyl, Rabbinatsassessor Lipinsky, Professor Dr. Sulzbach, J. L. Goitein, Lehrer B. Stern, Martin Feist und L. Perlmutter besteht. Königshütte. Das Purimf est wurde von unserm Kinderhort in erhebender Weise gefeiert und nahm einen glänzenden Verlauf. Nachdem der Aufzug aller 80 Kinder des Kinderhorts mit dem Liede „Wohlan, laßt das Sinnen und Sorgen" in Gruppierungen erfolgt war, begrüßte eine der größern Mädchen die anwesenden Gäste in einem von Frau Kantor Cohn sehr schönem verfaßten Prolog, und nun wechselten Reigen und Deklamationen aus jungjüdischen Dichtungen in reicher Fülle ab. Ein Purimfestspiel, sowie ein humoristisches Zwiegespräch von den Kindern in entsprechenden Kostümen aufgeführt, trug zur Erhöhung des ganzen bei. Alle Aufführungen waren von den Kindern des Hortes aufs sorgfältigste einstudiert und ernteten Bewunderung und großen Beifall der Zuhörer. Darauf wurden die Kinder an festlichen Tafeln mit Schokolade und Kuchen bewirtet und Frau Rechtsanwalt Lach mann hielt ihnen die Festrede, in welcher sie die Kinder ermahnte, gleich Esther immer dem jüdischen Volke zu helfen und sich als bewußte und treue Anhänger ihres Volks zu fühlen. Nun amüsierten sich die Kinder nach Herzenzlust bei Tanz und Spiel. Den Festsaal füllten Mitglieder der hiesigen Gemeinde und Umgegend, ferner Vertreter der Lehrerschaft des Frauen und Jungfrauenvereins. Mainz. Die hiesige Zionistische Ortsgruppe veranstaltete aus Anlaß Purims eine Gesellige Veranstaltung im Mainzer Hof, die gut besucht war. Den rezitatorischen und gesanglichen Darbietungen ging ein Vortrag des Herrn L. Perlm utter-Frankfurt a. M. voraus über „Die Juden im 19. und 20. Jahrhundert", der in großen Zügen die Lage der Juden im 19. Jahrhundert bis zum Entstehen desZionismus im 20. Jahrhunderts schilderte. Fräulein Paula. Sochat, sowie Frau Anna Frank erfreuten die Hörern durch glänzend durchgeführte Klavierpartien, Herr A. Girdisky-Frankiurt" a. M. sang mit prächtiger Stimme und vollendeter Technik einige Lieder, während Fräulein Lina Perlmutter in sehr wirkungsvoller Weise ernste und heitere jüdische Dichtungen rezitierte. Offenbach a. M. Die Zionistische Ortsgruppe hielt ihre erste Generalversammlungab, die L. Perlmutter-Frankfurt a. M. vom Gruppenverband für Hessen und Hessen-Nassau begrüßte. Den Jahresbericht erstattete Lehrer Diamant. Die Ortsgruppe hat sich gut entwickelt und zählt heute 54 Mitglieder. Es fanden 9 Versammlungen statt, abgesehen von kleinem Zusammenkünften. Herr Petaschnik und Wodowsky erteilen Kassen- und Nationalfondsbericht. Für den Nationalfonds wurden rund 130 Mk. gesammelt. Dem Vorstande wurde Decharge erteilt. Dr. meJ. Wolf wurde als 1. Vorsitzender gewählt, der übrige V;orstand wiedergewählt. Es wurde beschlossen, den Beitrag auf 6 Mk. zu erhöhen und zwanglose Kurse über zionistische Fragen einzurichten. Österreich Hat na. Bei der am 18. März 1911 stattgefundenen ordentlichen Generalversammlung des Vereins „Juda Makkabi" wurden folgende Herren in den Ausschuß gewählt: Isak Holz, Präsident; Jossil Normand, Obmann; Abraham Sp e r ber, 1. Obmannstellvertreter; Efraim Grünberg, 2. Obmannstellvertreter; Sigmund Holz, Schriftführer; ferner Abraham Chaim Gelbert, Kassierer, Nathan Normand, Bibliothekar und Zeitungsverweser, Alter Schaff er, Hausverweser, und Moritz Schärf, Jacob Kahn, Elias Sal omo n , Leib Ellenbogen ohne Funktion. Komotau. Unter dem Vorsitz des Obmanns des Vereins „Theodor Herzl" Dr. Hirsch fand hier am 5. März eine von 200 Personen besuchte Versammlung statt, in welcher Herr Ernst Bechert (Teplitz) über das jüdische Problem und seine Lösung referierte. Er nahm auch Bezug auf die Zeitungsnachrichten über die

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