Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 15 (1911)
- Issue
- 7 (17.2.1911)
- Date
- 1911-02-17
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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154 DIE3^ELT No. 7 Moritz Gottlieb, £. M. Lilien und W. Wachtel hervorheben Als Einfuhrung in die Weit der jüdischen Kunst können die trefflichen Abhandlungen von S. Gottlieb, L. Pilichowski und 0. Aleksandrowicz angesehen werden. Der stattliche Band ist vornehm ausgestattet und bietet ein verläßliches Nachschlagebuch für alle, die sich für modernes jüdisches Schaffen interessieren. Lorenz Scherlag, Lemberg. Pestschrift des zionistischen Vereins „Jeschurun" Troppau 1901 1911. Die aus Anlali des zehnjährigen Stiftungsfestes des Vereins erschienene Festschrift stellt sich als eine neue schöne Leistung der rührigen Troppauer Zionisten dar. Von einem Schreiben des Präsidenten Wolffsohn eingeleitet, bietet sie in mehreren Artikeln bekannter Autoren einen erfreulichen Überblick über die zehnjährige Vereinstätigkeit und die ältere Geschichte der Troppauer Juden; sie bringt ferner einen Abr.ß aus Oppenheim ers „Tneorie der reinen und politischen Ökonomie". In weitern Aufsätzen geht die Broschüre auf unsere Institutionen ein, den Bezalel, den Nationalfonds, über dessen Sammelarbeit in Österreich der Obmann der Sammelstelle, Dr. Egon Zweig, in einem launigen Feuilleton berichtet, und streift in zwei nachdenklichen Artikeln von Dr. O. Thon und Adolf Böhm die wichtigsten Fragen im Zionismus. Einige gut gewählte Gedichte und zwei Radierungen von Hermann Struck vervollständigen den Inhalt der geschmackvoll ausgestatteten Schrift, die einen Ehrenplatz in jeder zionistischen B.bliothek verd ent. Die Massende putatton der jüdischen Schanker Lemberg, 12. Februar. In der großen Synagoge hat heute eine Monstreversammlung der jüdischen Schanker aus Galizien und der Bukowina stattgefunden. In der Versammlung, die von etwa 7000 Personen besucht war, referierten Dr. Zip per, Redakteur Frostig, Abg. Breiter, Advokat Dr. Leon Reich und Abg. Dr. Straucher. Es gelangte eine Resolution zur Annahme, in welcher gefordert wird, daß sämtlichen •bisherigen Schänkern wenigstens für Lebenszeit eine Konzession erteilt werde und, falls sich dies als undurchführbar erweisen sollte, so doch wenigstens jene Schanker in erster Reihe Berücksichtigung finden sollen, welche zumindest zehn Jahre im Besitze der Propinationsrechte gewesen sind, während den übrigen betroffenen Schänkern im Wege einer staatlichen Hilfe die Möglichkeit geboten werden soll, sich eine neue Existenz zu gründen. Die Aiassendeputation der Schänker reiste nachts in zwei Sonderzügen nach Wien ab. Eine andere Deputation wird morgen unter Führung des Pächters Janowicz beim Statthalter Dr. Bobrzynski vorsprechen. Wien, 14. Februar. Heute nachts um 1 Uhr 20 Minuten und 2 Uhr 4 Minuten traf in zwei Zügen die Massendeputation der galizischen und Bukowinaer Schänker mit 50 Minuten Verspätung auf dem Nordbahnhof an. Am Perron wurden die Schänker, die unter der Führung des Abgeordneten Breiter und zweier Ärzte kamen, von einem Komitee, an dessen Spitze die Abgeordneten Dr. Mahler und Stand sowie Dr. S. R. Landau standen, empfangen. Auf dem Perron und irn Hofe der Nordbahn hatten sich bereits seit 7 Uhr abends zahlreiche Angehörige der Ankommenden angesammelt. Die zionistischen Studenten aus Qaüzien und der Bukowina versammelten sich im Cafe Müller in der Nordbahnstraße, wo auch das Hauptquartier des Empfangskomitees war. Von da zogen die Studenten im geschlossenen Zuge auf den Perron des Bahnhofs. Als die Separattrains einliefen, wurden die Ankommenden mit Tücherwinken und lebhaften Zurufen begrüßt. Sie sammelten sich auf dem Perron, wo die Abgeordneten Stand und Dr. Mahl er sowie Dr. Landau Begrüßungsansprachen hielten. Die Schänker wurden in den Hof geführt, wo ihnen ihre Quartiere mitgeteilt wurden und dann marschierten sie in kleinen Gruppen ab. Die Deputatipnsmitglieder wurden teils in Hotels, teils im Hernalser Männerheim, teils in Turnhallen und bei Privaten untergebracht. Die Verköstigung erfolgte schichtweise in den Speisevrereinen „Achwah" und „Einheit/' Um 9 Uhr vormittags versammelten sich die Mitglieder der Deputation im „Hotel Zentral" und im „Goldenen Widder" und begaben sich, da die Polizei einen geschlossenen Zug verboten hatte, in kleinen Gruppen zum Handelsministerium. Hier wurde von einer Abordnung dem Minister Dr. Weißkirchner und dem galizischen Landsmannminister Zaleski ein Memorandum über die Schänkerfrage übergeben. Der Minister versprach eine nochmalige Prüfung der Angelegenheit, Die in den Straßen wartenden Schänker schlössen sich nach der Rückkehr der Abordnung zu einem Zuge zusammen und marschierten zur Hofburg, wo von einer Abordnung in der hCabinettskanzlei eine Huldigtingsadresse und eine Denkschrift für den Kaiser überreicht wurde. Der Riesenaufzug der Deputation rief in allen Straßen, durch die er sich bewegte, großes Aufsehen hervor. Von der Hofburg aus ging der Zug zum Parlament, wo eine Konferenz zwischen den Führern der Deputation und dem Obmann des Polenklubs Dr. Lazarski stattfand. Dann löste sich der Zug vor der Rampe des Parlaments auf. Nachmittags fanden Monstreversammlungen statt. Eine fünfgliedrige Deputation begab sich abends unter Leitung der Abgeordneten Dr. Mahler und Stand nach Budapest, wo sie morgen dem österreichischen Ministerpräsidenten Freiherrn von Bienerth, der dort zu den Delegationsverhandlungen weilt, gleichfalls ein Memorandum übergeben wird. Die übrigen Teilnehmer der Deputation kehrten um 2 Uhr nachts in zwei Sonderzügen nach Galizien und der Bukowina zurück. Schluß des redaktionellen Teiles Bei dem Unterzeichneten gingen ein durch Herrn Dr. Ch. Hilf stein, Krakau: Dr. Leo Fraenkel, Mitgliedsbeitrag pro 1910 •.....Kr. 5.— Verein Hatikwah, Mitgliedsbeitrag pro 1910......„ 5.— (durch Herrn Leo Silberstrom, Berlin) L. Rusinovv, Mitgliedsbeitrag ............Jt 4.— A. Z. Neumann, Mitgliedsbeitrag ..........Rbl. 2.— Bertrand Hamburg, Schatzmeister des Vereins „Bezalel". frei der Kunstgewerbeschule . Bezalelc in Jerusalem gingen ein: 1910 Sept.: A. Gutmann, Jaffa, Mitgliedsbeitrag .... Frs. 5.— 1910 Sept.: Bezalelverein, Philadelphia, Spende . . . . „ 233.31 1910 Okt.: Bezalelverein, Philadelphia, per Samuel Blum, Spende....................„ 800.07 1910 Okt.: J. Moser, Lordmavor of Bradford,Subvention „ 200O.— 1910 Nov.: Elias Berlin, Jaffa, Mitgliedsbeitrag . . . . „ 50.— 1910 Dez.: LondonZ>onistLoge,perBiniaminGrad, Spende „ 12.50 1910 Dez.: Cummunite Israelit, Vidin, Subvention . . . „ 20.— Bei der Administration der „Welt" in Köln sind eingegangen Für den Verband jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina: E. S. Kadoorie..................JC 20.40 Für den Bezalel: Jiid. Nat. Bureau für Amerika, ausgewiesen in Nr, 46 von „Dos Yiddische Folk" Do. 2.—..........Ji 8.34 Für die Tachkemonischule in Jaffa: Hugo Bärmann, Nürnberg, Jahresbeitrag........Ji 5.—