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Die Welt · 1911-02-03 · 5 (3.2.1911) · page 14

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Journal
Die Welt
Volume
15 (1911)
Issue
5 (3.2.1911)
Date
1911-02-03
Page
– (sequence 14)
Language
German
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112 DIE3&ELT tio. 5 JIDDISCHER riATIQriAL-FQriDS^^ Der Jüdische National fonds ist dazu bestimmt, in Palästina Grund und Boden als unveräußerliches Eigentum des jüdischen Volkes?u erwerben. Vom V. Zionistenhongreß im Jahre 19(11 gestiftet, hat er bereits die Höhe von über 2 Millionen Mark erreicht. MITTEILUNGEN DES HAUPTBUREAUS DES JÜDISCHEN NATIONALFONDS IN KÖLN Das Ergebnis des Jahres 1910 Siedl ungsgenossenschaft Unsere Jahresstatistik wäre diesmal nicht vollständig, würden wir es verabsäumen, derselben eine Statistik über die Eingänge der Siedlungsgenossensrchaft hinzuzufügen, da deren Sammlungen fast ausschließlich durch unsere Kommissäre und Vertrauensleute und mit Hülfe der N. F.-Organisation durchgeführt worden sind. Eigentlich hätten wir diese Statistik mit der der N. F.-Eingänge vereinigen können. Wir haben aber davon abgesehen, weil das Vermögen der Siedlungsgenossenschaft sich eben doch zum großen Teil aus Kapitalbeteiligungen zusammensetzt, also nicht mit den reinen Spenden des J. N. F. zusammengeworfen werden darf. Selbstverständlich ist es aber von Interesse, festzustellen, welche Beträge insgesamt sowohl für den N. F., als für die Siedlungsgenossenschaft von den einzelnen Sammelstellen abgeführt worden sind, und wir bringen daher nebenstehend eine Tabelle, aus welcher sowohl die Verteilung der Eingänge für die Siedlungsgenossenschaft nach Ländern, wie auch — um eine gerechte Würdigung der Arbeit unserer Organe zu ermöglichen — die Gesamtresultate der einzelnen Sammelstellen für Siedlungsgenossenschaft und N. F. insgesamt ersichtlich ist. Weitaus an erster Stelle steht Deutschland, welches mit c^ 44 037.91 nahezu die Hälfte der gesamten Eingänge aufgebracht hat. Nimmt man hierzu die reinen N. F.-Spenden, so erhalten wir die recht ansehnliche Summe von JI 100 255.55, als Endresultat der Tätigkeit der deutschen Sammelstelle; das macht pro Kopf der jüdischen Bevölkerung Deutschlands 16,5 Pfennig, pro Schekelzahler aber Ji 14.64, ein überaus befriedigendes Resultat, wenn wir uns die Beträge in Erinnerung bringen, welche Deutschland in den beiden vorhergehenden Jahren für den J. N. F. beigetragen hat. Wir wollen aber nicht unterlassen, darauf hinzuweisen, daß dieser Erfolg nicht lediglich der Arbeit unserer Sammelstelle, sondern auch irisbesondere dem persönlichen Eingreifen von Dr. öppenheimer zu danken ist. Wir sind daher der festen Überzeugung, daß bei einem nachhaltigen intensiven Arbeiten sogar noch eine weitere Erhöhung der Eingänge zu erzielen ist, zumindest aber dieses günstige Jahresresultat ein dauerndes bleiben wird. Osterreich kommt mit seinem Beitrag zur Siedlungsgenossenschaft erst ziemlich weit hinter Deutschland. Allerdings sind hierbei die größeren Summen nicht berücksichtigt, welche noch im vergangenen Jahre gelegentlich der Anwesenheit Dr. Oppenheimers in Wien für die Siedlungsgenossenschaft gezeichnet, aber bis jetzt noch nicht nach London abgeführt worden sind. Sammelstelle Eingang für die Siedlungsgenossenschaft 1910 Eingang für Siedlungsgenossenschaft und J. N. F. 1910 Ji tAt Rußland.......... 12 290.27 21 576.12 44 037.91 123 632.11 111 400.07 100 255.55 3 957.52 1 135.77 4 560.62 55 337.53 31 647.95 24 139.95 170.98 5 750.40 700.46 12 235.18 12 204.32 10 162.02 Holland.......... 232.36 2 680.78 755.— 8 648.28 7 207.84 6 207.62 Türkei.......... Argentinien........ 127.50 40.— 3 882.27 3 510,95 2 936.— Australien......... 782.38 234.35 2 532.06 2 460.53 1 513.29 Serbien.......... Dänemark......... 550.80 940.76 1 194.17 1 154.13 1 135.45 Ostasien ......... Brasilien......... Schweden......... 242.25 446.25 324.— 292.76 Italien........... 80.— 236.20 10.10 Summe 100 846.23 524 706.58 Wolffsohnfonds, Postwertzeichen und Materialien 9 175.05 Gesamtsumme 533 881.63 Es dürfte demgemäß die österreichische Summe um etwa J6 5—8000.— höher sein, als oben angeführt. Zum ersten Mal, seit die Verwaltung des J. N. F. in Köln ist, kommt die deutsche Sammelstelle mit ihrer Kontribution wieder einmal nahe an die der österreichischen Sammelstelle heran; wenn man die außergewöhnliche Spende B. K. von zirka J6 24 000.— von den österreichischen Spenden in Abzug bringt, so haben die beiden Länder für J. N. F. und Siedlungsgenossenschaft ungefähr denselben Betrag aufgebracht. In die Augen springend ist dagegen das Mißverhältnis zwischen Österreich und Ungarn, das nicht nur fyr den J. N. F., sondern auch für die Siedlungsgenossenschaft mit überaus geringem Erfofg gearbeitet hat. Der Zahl seiner

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