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Die Welt · 1911-01-27 · 4 (27.1.1911) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
15 (1911)
Issue
4 (27.1.1911)
Date
1911-01-27
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Betrag wie im Vorjahr rechnen, auch wenn unsere Vertrauensleute daselbst in ihrer Arbeit nachlassen und .keine besondere Agitationstätigkeit mehr entfalten würden. An den Nationalfonds treten immer größere Anforderungen bezüglich seiner Tätigkeit in Palästina heran. Es ist daher von allerhöchstem Interesse für den Zionismus und die Durchführung seines Ziels, daß der Nationalfonds, sobald seine Organisation einmal ausgebaut ist, ein gleichmäßig wachsendes jährliches Einkommen hat. Die Telegrammblankette stehen, wenn wir von der erst neu eingeführten und noch nicht überall verbreiteten Landspende absehen wollen, noch immer weitaus an letzterStelle. Sie stellen im ganzen nur l,2°/o der Nationalfondsspenden dar. Trotz alledem ist auch ihre Prozentziffer um eine Kleinigkeit gestiegen, was vor allem Österreich und Rumänien zu danken ist. Es ist uns noch immer nicht ganz verständlich, daß dieses Sammelmittel, dessen Idee so klar und einleuchtend ist und welches dem Spender nicht einmal Kosten verursacht, dem N. F. so wenig einbringt. Vielleicht wird für dasselbe von seiten der Sammelstellen noch zu wenig getan. Unseres Erachtens müßte vor allem durchgesetzt wer(jen, daß die Telegrammblankette zumindest wie die fj. F.-Marken überall leicht käuflich sind, und wir empfehlen daher, in großem Städten möglichst viele Verkaufsstellen einzurichten. Die Berechnung der Ziffern für Österreich machte uns auch in diesem Jahre wieder Schwierigkeiten, da wie im Vorjahre auch jetzt eine Menge Spenden, die ursprünglich als allgemeine Spenden, Selbstbesteuerung, Sarnmelbogen und Sammelbüchsen bei uns eingegangen waren, später auf Goldenes Buch umgebucht werden mußten. Nicht weniger als rund 31 000 Mark waren auf diese Weise umzubuchen, da die eigentlichen Golden Buch-Spenden in Österreich im vergangenen Jahre nur 1233.53 Mark ausmachten. Wir werden nun im laufenden Jahr diese Umbuchungen nicht mehr vornehmen und entsprechen damit zu gleicher Zeit den Wünschen verschiedener Spender. Wie bereits oben erwähnt, war im vergangenen Jahr unser Hauptbestreben darauf gerichtet, eine systematische Organisation der Büchsensammlung durchzuführen und die Eingänge dieses Samrnelmittels, auf welches wir unsere größte Hoffnung setzen, zu steigern und zu vergrößern. Hierbei sind wir durchaus nicht erfolglos geblieben; aber trotzdem sind die Resultate unserer Bemühungen in den meisten Ländern noch immer bedauerlich gering. Die nachstehende Tabelle wird dies besser als Worte darlegen. Sammelstelle Absoluter Ertrag der Gesamtzahl der den tn m #*1 ctf» 11 Im Jahre 1910 als Ertrag pro verteilte Ertrag pro geleerte Sammelbüchsen Odllll lldoldlCll gesandten Büchsen geleert ermittelt Büchse Büchse Mk. Stück Stück Pfennig 6 Pfennig Ägypten........... 106.53 310 66 34 161 Argentinien.......... 485.08 399 % 122 505 722.18 400 192 180 376 Cariada............ 784.55 810 30 97 2 615 144.72 76 35 190 413 Deutschland.......... 10 224.48 4 753 1 876 215 545 England............ 1 358.97 2 480 610 55 223 Frankreich.......... 318.45 210 83 152 384 Holland............ 1 163.82 669 387 174 301 Nordamerika.......... 9J902.57 16 441 3 111 60 318 Österreich.......... 14 418.03 15 500 5 854 93 246 Ungarn............ 3 232.91 5 225 1 199 62 269 Kroatien........... 1 068.55 500 129 214 828 Rumänien........... 2 145.96 2 195 448 98' 479 Schweden........... 107.05 54 20 198 535 Südafrika........... 1 766.69 1 150 195 154 906 893.98 497 102 179 876 Gesamtzahlen für'obige 17 Länder 48 344.52 5166g 14 433 94 335 Bei dieser Tabelle mußten verschiedene Länder ausgelassen werden, vor allem Rußland, wo der Ausweis unter andern Rubriken erfolgt, ferner Brasilien, Italien und Ostasien, wo im letzten Jahre überhaupt keine Büchsen geleert worden sind, Australien, Bulgarien, Schweden und Serbien, wo die Ausweise zu ungenau waren bzw. uns keine genügenden Angaben zugegangen sind. Die Ziffern der letzten Rubrik obiger Tabelle darf man wohl ohne weiteres als Maßstab für die Leistungsfähigkeit der betreffenden Länder und die Begeisterung unserer dortigen Gesinnungsgenossen betrachten. Die Intensität der Arbeit unserer Sammelstellen ist dagegen ziemlich deutlich bei einem Vergleich der letzten und vorletzten Rubrik der Tabelle zu erkennen. Ist der Durchschnittsertrag der geleerten Büchsen mit dem Durchschnittsertrag der verteilten ungefähr identisch, dann hat die Sammelstelle tadellos gearbeitet1). Je größer die Differenz zwischen den beiden Ziffern ist, desto schlechter hat sich die betreffende Sammel- *) Es wäre dies natürlich auch wohl aus einem direkten Vergleich zwischen der Anzahl der verteilten und der geleerten Büchsen ersichtlich; aber die kleinere Zahl der Durchschnittserträge macht den Vergleich leichter.

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