Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 14 (1910)
- Issue
- 48 (2.12.1910)
- Date
- 1910-12-02
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Mo. 48 - . / ./ --.,/ .- ■ , ■ DIE LT .....' ,..... U83 JU€DISCH6R MATIOHAL- FQM PS Der Jüdische Xatianalfimds ist dazu bestimmt, in Palästina Gmind tnd Boden als unveräußerliches Eigentum des jüdischen Völlers su erwerben. Vom V. Zhmbitcnkongrcß im Jahre 1901 gestiftet, hai er bereits die Höhe von über 2 Millionen Mark erreiclt MITTEILUNGEN DES HAUPTBUREAUS DES JÜDISCHEN NATIONALFONDS IN KÖLN Die Sammelstelle des J. N. F. für Österreich versendet folgendes Zirkular: Wien, Mitte November 1910. An alle N. F.-Kom missäre und Vertrauensleute! Es freut uns Ihnen mitteilen zu können, das laut Statistik des Kölner Hauptbureaus die Gesamteingänge vom 1. 1.—30. Q. 1910 für den N. F. Kr. 327 321.— und für den ihm angegliederten Genossenschaf tsfonds „ 64010.— zusammen daher 1910 . . •...........Ki . 401331.— betrugen, in der gleichen Zeit 1909" aber nur...... 344875.— demnach 1910 ein Fortschritt um.........Kr. 56456.— d. i. fast 17% gegen das Vorjahr. Österreich insbesondere sammelte vom 1. 1.-30. 9. 1910. für den J. N. F. ......... Kr. 74638. und für den Genossenschaftsfonds ........,, 15885.— zusammen daher 1910 ..........Kr. 90523.— in der gleichen Zeit 1909 aber nur . .-...„ 61 031.— demnach 1910 ein Fortschritt um ........ . Kr. 29492.— d. i. über 48% gegen das Vorjahr. Da aber zum Erfolg Österreichs vor allem die außerordentliche Gabe des Herrn B. K. von 15000 Frs. beigetragen hat und da andere Länder, besonders Deutschland, in letzter Zeit weit größere Fortschritte machen als wir, gilt es, alle Kraft anzuspannen, damit Österreich 1910 in Ehren abschließt. Der Ertrag der N. F.-Sammelbüchsen, dieses wichtigsten Samrnelmittels, steigt in Österreich, wie auch anderwärts, ist aber noch immer höchst unbefriedigend. Während die Chalukkah-Büchsen 1908 aus Galizien allein (ohne die Kreise Stanislau und Kolomea) Kr. 287 000 trugen, ergaben 1909 die N. F.-Büchsen für ganz Österreich noch nicht Kr. 14000 und für den gleichen Teil Galiziens kaum Kr. 6000. Die Schuld liegt nicht etwa an der kleinen Zahl der verteilten N. F.-Büchsen — in Österreich sind ihrer 15500 untergebracht — sondern an deren mangelhafter Evidenzhaltung und unpünktlicher Leerung, was auf den Sammeleifer der Büchseninhaber lähmend wirkt. Laut der von uns angelegten Kartothek sind uns bisher nur 54°/o der Büchseninhaber Österreichs bekanntgegeben und im letzten Halbjahr (1. 5.—1. 10.) nur 24°,<> aller verteilten Büchsen entleert worden. Dieser Zustand ist unerträglich und werden wir in nächster Zeit alles daransetzen, hier Wandel zu schaffen. Hierbei erwarten wir ihre energische Mithilfe. Schon heute fordern wir Sie &uf, falls Sie dies nicht schon — wie dies für die ganze Welt Vorschrift ist — zu Cholhamoed-Sukkoth die Büchsen Ihres Rayons geleert und den Ertrag an uns abgeführt haben, dies sofort nachzuholen. Das neueste Biichsenflugblatt mit Anführung der bisherigen Leistungen des J. N. F. schließen wir in 10 Probeexemplaren bei. Ein vortreffliches Mittel, den Sammeleifer der Büchseninhaber zu heben, scheint die Verwirklichung des von unserm Obmann in Nr. 34 der „Welt" verlautbarten und Ihnen in Sonderabdruck mit unserm letzten Zirkular zugesandten Reform Vorschlags: „Selbstbesteuerung durch die Büchse." Jeder Zionist und jedes einzelne Mitglied einer zionistischen Familie muß eine eigene Büchse haben und in dieselbe täglich 2 Heller als Selbstbesteuerung einwerfen. So würden die heute schon verteilten N. F.-Büchsen jährlich statt 58000 Kr. Va Million Kr. einbringen. Verbreitet diese Idee mit Feuereifer, denn das N. F.-Hauptbureau wartet nur auf ihren Erfolg in Österreich, um sie in der ganzen Welt zu verwirklichen. Instruiert die Inkassanten, damit sie den Büchseninhabern die Idee immer wieder einschärfen: „Selbstbesteuerung durch die Büchse." Die für den Ausweis bestimmten Listen der Büchsenerträge sind künftig derart anzuordnen, daß die höchsten Beträge zuerst, die niedrigsten zuletzt stehen. Dies wird nicht bloß ein Ansporn für fleißige Sammler sein, sondern uns auch die Arbeit für den Ausweis erleichtern. Wir haben nämlich aus erziehlichen und aus Ersparnisgründen beschlossen, künftig Büchsenerträge von weniger als 60 Heller wohl in unserer Kartothek zu buchen, nicht aber gesondert und mit Nennung des Büchseninhabers, sondern nur zusammenfassend auszuweisen. Auch hierauf wollen Sie die Büchseninhaber durch die Inkassanten oder sonstwie aufmerksam machen. Mit Zionisgruß Die Landessammelstelle des J. N. K. für Österreich Wien IX, Türkenstraße 9 Postsparkassenkonto 100208. Personalnachrichten. Wie wir dem Organ der südafrikanischen Föderation, dem „Zionist Record" entnehmen, hat sich der Vorsitzende der N. F.-Kommission für Südafrika, Herr J. B. Chaimowitz in Johannesburg, mit Qg. Frl. Stemfeid verlobt. Er ist einer der populärsten und tätigsten Zionisten Südafrikas, Gründer der Johannesburg Zionist Association, und hat dem Nationalfonds bisher durch seine stete Arbeit sehr wertvolle Dienste geleistet. Ferner feiert der. Vizepräsident des United Johannesburg Jewish National Fund Club, Herr J. Janower, seine Verlobung mit Frl. Alice Fine. Wir schließen uns den Glückwünschen der südafrikanischen Gg. für die beiden jungen Paare aufs herzlichste an. JB5g* Ein Gesinnungsgenosse bittet? ihm Nr. 14 Jahrgang 1901 und Nr. 35 Jahrgang 1903 der „Welt" zu überlassen, wofür er dem Nationalfonds JC 2.— spenden will. Die Nummern sind an uns zu senden und werden von hier aus weitergegeben.