Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 14 (1910)
- Issue
- 45 (11.11.1910)
- Date
- 1910-11-11
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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1202 DIE33KELT der Bitte umgehender Beschäftigung damit versprochen. Heri— Schwiff war auch in der Angelegenheit einigemal in Wien, wo'" er mit Dr. Herzt darüber persönlich und in den Sitzungen («nmh 10. Juli 1900) des A. C. verhandelt hat. Auch im JahW 1907 zuiröf I Kongreß im Haag ist Herr Schwiff persönlich mit dem Projekte erschienen und versuchte Interesse dafür zu wecken. Die Kommission^ ~ für das Studium der Angelegenheit der jüdischen Lebensversicherungsgesellschaft hatte also einen Vorgänger in der Person des Herrn Schwiff, was ich im Interesse der historischen Wahrheit und im ' Interesse der Anerkennung der selbstlosen Pioniertättgkeit des Herrn Schwiff auf diesem Gebiete festgestellt sehen möchte. Mit hocbaehtungsvollem Zionsgruß Ihr ergebener Dr. A. Neufeld. Druckfehlerberichtigung No. 4 Bücherbesprechung Kalender „Kadima" Unter den aus Anlaß des Jahreswechsels erschienenen Kalendern verdient wohl der von dem russischen Zentralkomitee unter der Redaktion von B. Goldberg herausgegebene Kalender „Kadima" ganz besonders hervorgehoben zu werden. Es ist eigentlich kein Kalender mehr, sondern ein stattliches Jahrbuch von 16 Druckbogen, welches ein sehr reiches Informationsmateriai über fast alle Gebiete des jüdischen Lebens mit besonderer Hervorhebung der zionistischen Institute in sich birgt. Am besten wird dies klar, wenn wir die einzelnen Kapitel kurz skizzieren. Nach dem gewöhnlichen jüdischen Kalendarium und den üblichen postalischen Informationen fo'gt ein statistischer Abschnitt mit 21 statistischen Tabellen (Statistik der Juden in sämtlichen Ländern der Welt), die bedeutendsten jüdischen Gemeinden der Welt, (mit einer jüdischen Bevölkerung von über 10.000 Seelen), Verteilung der Juden in Rußland nach einzelnen Gouvernements und Rayons, (Zahl und Dichte), Berufsstatistik der russischen Juden (6 Tabellen), der Juden Österreichs, Preußens und Rumäniens, jüdische Immigration in die Vereinigten Staaten in den Jahren 1880—1909 usw. Dann folgt ein Abschnitt Chronologie, welcher in einen allgemein-jüdischen (89 Seiten) und einen zionistischen Teil (13 Seitenf zerfällt. Letzcre ist besonders sorgfältig und möglichst erschöpfend zusammengestellt. Nachher folgt ein Abschnitt (IV) Institutionen, welcher eine gedrängte, aber doch genügend ausführliche Darstellung der allgemein jüdischen Institutionen enthält. Es werden vor allem diejenigen Institutionen behandelt, die sich mit jüdischen Interessen der gesamten Judenheit befassen, nämlich 1) Alliance, 2) Ica, 3) Hilfsverein, 4) Anglo-Jewish Assoc;ation, 5) Bnei-Brith, 6) Ito, 7) Verein für Statistik usw. Dann folgt die Beschreibung der Hauptinstitutionen der einzelnen Länder (Rußland, Deutschland, England und Vereinigte Staaten). Abschnitt V ist „Zionismus und Palästina" betitelt und enthält zunächst in kurzgefaßter Form die Geschichte sämticher 9 Kongresse und 27 zionistischer und palästinensischer Institutionen. Hierauf folgt eine Beschreibung von 34 Kolonien und jüdischen Besitzungen in Palästina nebst einer Karte derselben, dann die Adressen sämtlicher Landsmannschaften und Federationen. (Charakteristisch ist dabei, daß die Adresse der Zentrale der russischen Landsmannschaft fehlt). Wir finden außerdem noch eine Liste sämtlicher zionistischer Preßorgane der Welt und Tabellen von Aktien und Dividenden usw. Von besonderm Wert ist Abschnitt VI mit 20 Biographien verstorbener Männer, die für den Zionismus und für Palästina gewirkt haben, (Theodor Herzl, W. Bermann, B. Lazar, K.Wyssotzky, M. Heß, D. Gordon, H. Kalischer, L. Kahn, L. Lewanda, M. Lilienblum, O. Marmorek, S. Mohilewer, Moses Montefiore, L. Pinsker, J. Rülf, P. SmolensKy, H. Schapiro, A. Zederbaum, M. Eliaschberg und M. Erlanger.) Der letzte, VII. Abschnitt umfaßt die populärsten zionistischen Lieder. Der Kai ender wurde zu dem billigen Preise von 15 Kopeken (etwa 35 Pfennige) zum Vertrieb gebracht. Der Absatz war auch ein reißender, innerhalb der ersten Wochen war die erste Auflage vergriffen, und als die Zensur die Konfiskation der Auflage vornehmen wollte, fand sie nur noch fünf Exemplare vor. Die Ungnade der Zensur wurde durch den Abdruck des bekannten Poale Zion-Liedes „Die Schwua" hervorgerufen. Die nunmehr erschienene zweite Auflage enthält statt der „Schwua" ein anderes unschuldigeres Gedicht. Es darf noch bemerkt werden, daß sämtliche und besonders die ziffermäßigen Angaben durch ihre präzise Genauigkeit sich auszeichnen und der Kalender als zuverlässiges Informationswerk empfohlen # werden kann. Eine Übersetzung in die deutsche oder englische Sprache wäre wohl von großem Nutzen. In dem in Nr. 44 unseres Blattes abgedruckten Artikel „Prinzipienreiterei oder Politik" (III) von einem orthodoxei Zionisten soll es auf S. 1171, Spalte 2, Z. 31 v. o. richtig heißen ,.die unter dem Cherem stehen." Leonhardts-Aluminium-Behandlungs-Methode: So angenehn die Anwendung von Aluminium-Kochgeschirren auch ist, so bietet doch die Frag, ihrer sachgemäßen Reinigung vielen Hausfrauen noch Schwierigkeit und ist Anlai zu Arger. Die scharfen Putzmittel, die bei harten Metallen (Kupfer und Messing durchaus am Platze sind, eignen sich ganz und gar nicht für Aluminium. Dem eine Innenscheuerung mit. derartigen Präparate.! erzeugt mit der Zeit im Matt Aluminium-Topf eine rauhe Wandung, was Anbrennen der Speisen verursacht, s< daß das Geschirr zum Wegwerfen reif ist. Sand sowie Seife, gar Drahtbürste: und andere hier und da aufgetauchte Reinigungsmittel erfüllen ebenso wenig ihrer Zweck, wenn sie auch anfangs — weil scharf — blitzblank scheuern. Nur Leonhardt Spezial-Aluminit-Aufiösmittel sind für den angegebenen Zweck zu empfehlen; si( schonen die Kochtöpfe und lösen den Wasserstein. Die Anwendung dieser Mitte ist die denkbar einfachste. r Dr. David Schreiber, Vizepräsident des Zentralkomitees der galizischen Zionisten in Lemberg, hat sich mit Fräulein Henrike Horowitz, Tochter des Herrn Jacob Horowitz, Industrieller in Stanislau, verlobt. J Unterfertigter erfüllt hiermit die traurige Pflicht, seine lieben A.H.A.H. und i.a.B.i.a.B, von dem Hinscheiden seines lieben i.a. B David Engländer» > Kenntnisfzu setzen. Vereln jüdischer Studenten im B. I C. an der Universität München i. A.: Arthur Stein, x In feiner relig. Familie Leipzigs findet Pensionär Aufnahme, evtl. Nachhülfe bei Schularbeiten. Gefl. Offerten an die Exped. dieses Blattes unter Z. ö. N. 1910. Die Administration der hebräischen Tageszeitung „Hazefirah" beehrt sich allen Freunden der hebräischen Presse mitzuteilen, daß die erste Nummer der unter der Redaktion Nahum Sokolows wiedererscheinenden hebräischen Zeitung „Hazefirah" am 14. Oktober d. J. erschienen ist. Die,,Hazefirahu erscheint täglich. Abonnementspreise: Rußland: Ganzjährlich Rbl. 8.—, halbjährlich Rbl. 4.—, vierteljährlich Rbl. 2.—. Fürs Ausland: Bei täglicher Zusendung Rbl. 13.—, bei dreimal wöchentlicher Zusendung Rbl. 10.— jährlich und dementsprechend halb- und vierteljährl. Preise der Anzeigen: Die Petitzeile oder deren Raum auf der ersten Seite 50 Kop., im Innern des Blattes 1 Rbl., auf der vierten Seite 2.5 Kop. Bei mehr als dreimaliger Einschaltung Rabatt. Adr.: Redaktion „Hazefirah", Warschau, Pansha 38. LECIlf ff Appetitanregendes Kräftigungsmittel für blutarme Rekonvaleszenten, Wöchnerinnen, Schulkinder. für nervöse Blutarme (auch für Kinder), in Apoth.od. franko ab Fabrik g.Einsendg. v.Ml.20:1 Probef lasche Lecin,für7Tage ausreichend, „ „ „ „2.20:80 Lecintabletten f.30-40Tage ausreichend. Lecinwerk Hannover (Dr. E. Laves). Lecintabletten