Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 14 (1910)
- Issue
- 40 (7.10.1910)
- Date
- 1910-10-07
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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988 DIE2XEELT No. 40 möglichster Quell frische, Unverfälschtheit und Unabegschwächtheit zu ihrem Recht kommen lassen. Die Ausgaben werden in einer besonders und ausschließlich dafür bestimmten Fraktur von E. R. Weiß, dem ausgezeichneten Buchkünstler, gedruckt. Sie bieten damit den vollkommensten Inhalt in einer buchästhetischen und technischen Gestaltung, wie sie den künstlerischen Forderungen der Zeit allein angemessen ist. In Druck, Papier und Einbänden sind die Tempelklassiker vor allem berulen höchste Qualität zu bringen und unsern kostbarsten Literaturwerken, unsern detitschen Klassikern, die künstlerisch tüchtigste Form und das würdigste Gewand zu geben. An der Spitze der Tempelklassiker steht eine Goethe-Ausgabe, der sich die Werke von Heinrich von Kleist und Heinrich Heine zugleich anschließen Die Goethe-(Gesamt-)Ausgabe besteht aus 30 Bänden, die in einer sinnvollen organischen neuen Gliederung aufgebaut sind und in regelmäßiger raschester Folge in zusammengehörigen Gruppen erscheinen werden. Für die Klassikerausgaben des Tempelverlags ist ein auserlesener Herausgeberstab gesammelt, von denen hier nur genannt seien: Hans Daffis. Franz Deibel, Arthur Eloesser, Rudolf Fürst, Moritz Heimann, Kurt Jahn, Friedrich von der Leven, Georg Misch, Robert Nohl, Robert Riemann, Christoph Schrempf, Rudolf Unger, Georg Witkowski, Julius Zeitler, Paul Zaunert. Heinrich Heines sämtliche Werke: 1. Buch der Lieder. Kleine Gedichte. Rornanzero I. 2. Romanzero II. Nachlese. Almansor. Ratcliff. 3. Atta Troll. Wintermärchen. Harzreise. Nordsee. Engl. Fragmente. Polen. Berlin. 4. Bacharach. Legrand. Reise von München nach Genua. Florentinische Nächte. Lucca. 5. Schnabelewopski. Faust. Shakespeares Mädchen und Frauen. Götter im Exil. Diana. Geständnisse. Memoiren. Gedanken. 6. Elementargeister. Rel. und Phil, in Deutschland. Romant. Schule. 7. und 8. Frankreich. o. Marcus. Börne. Rezensionen. 10. Biographie mit Briefen. Der Tempel, Verlag in Leipzig, S. Fischer Verlag, Eugen Diederiehs Verlag, Hans von Weber Verlag, Julius Zeitler, Carl Ernst Poeschel, Georg Hartmann. Kraft und Gesundheit. Durch die Vernachlässigung körperlicher Übungen verliert nicht nur der Körper an Kraft, Elastizität und Widerstandsfähigkeit, sondern es tritt mit der Länge der Zeit auch Muskellähmüng und Muskelschwund ein. Ein Mensch, der seine Muskeln nicht übt und stählt, ist, wie man zu sagen pflegt, ein Schwachmattikus, der seine kräftigen Mitmenschen um ihre Elastizität, um ihre Ausdauer und Gesundheit beneidet. Körperliche Übungen tragen aber auch zur Erlangung geistiger Energie bei, sie erhöhen die Leistungen der Kopfarbeit. Die Schule tut ja seit Einführung des obligatorischen Turnunterrichts vieles, aber im allgemeinen fehlt die Überzeugung von der Notwendigkeit der körperlichen Übung, und gerade jene, welche sie am meisten pflegen sollten, die Sitz- und Stubenmenschen, die Gelehrten, die Beamten, die Handwerker mit sogenannter sitzender Beschäftigung vernachlässigen sie am meisten. Müdigkeit und das Gefühl körperlicher Schwäche, welches eine Abneigung gegen körperliche Anstrengung erzeugt, miUsen in der Regel als Entschuldigung für die Unterlassung dienen. Gewöhnlich wird auch Zeitmangel als Ausrede gebraucht. Wer seine Zeit richtig einteilt, wird immer reichlich genug zur Pflege der Gesundheit und zu körperlichen Übungen übrig haben, und selbst wenn besondere Zeit aufzuwenden wäre, würde sie reichlich durch erhöhte Arbeitskraft und Leistungsfähigkeit, durch vermehrte Arbeitslust und Arbeitsdauer hereingebracht. Sollen aber körperliche Übungen den erwünschten Erfolg haben, so erfordern sie Ordnung, System und tägliche Anwendung. Man darf sie nicht nach kurzer Zeit bewenden lassen oder dieselben nach längern Pausen gelegentlich einmal wieder zur Anwendung bringen. Damit ist der Sache wenig gedient. Auch soll man sich nicht sagen, ich sorge ja für Bewegung, ich gehe spazieren, ich radle, ich kegle, ich treibe diesen oder jenen Sport. Das genügt noch lange nicht, sondern die Hauptsache sind regelmäßige und regelrechte Leibesübungen erst diese bringen auch den Nutzen der verschiedenen, mit Bewegung verbundenen Sportsübungen zur Geltung. Allen, welchen die Erlangung von Kraft und Gesundheit ein Herzenswunsch ist, und allen sollte er es sein, empfehlen wir die Lektüre der Broschüre « Kraft und Gesundheit für jedermann erreichbar , von Prot. E. Wehrheim in Cannes Frankreich. Die Erfolge der Methode Wehrheim finden in Hunderten von Anerkennungsschreiben ihre Bestätigung, von Ärzten wird sie empfohlen und von Autoritäten als epochemachend bezeichnet. Wie sollen Gichtkranke leben? Zu den weitest verbreiteten Krankheiten unserer Zeit gehört die Gicht. Sie verschont weder reich noch arm, weder hoch noch niedrig. Angesichts dessen waren sich die Arzte älterer Epochen unklar über Wesen und Ursache dieser Krankheitsart, die häufig mit dem Rheumatismus in einem Atemzuge genannt wird (Arthritis\ und doch etwas anderes ist. Während die Diagnose für Rheuma durchaus nicht mit Sicherheit gestellt werden kann, läßt das klinische Bild der Gicht niemals Zweifel zu. Die Gicht ist in allen Fällen auf einen erkrankten Stoffwechsel infolge mangelhafter oder schlechter Lebensweise zurückzuführen, ähnlich wie bei den mannigfachen Arten von Diabetes. Damit ist also gesagt, daß der wichtigste Punkt hierbei entschieden die Lebensweise ist. Eine Überernährung mit stickstoffnaltigen sowohl wie mit stickstoffreien Stoffen neben Mangel an körperlicher Bewegung, schlechter Atmung und Zirkulation kann zu harn saurer Diathese führen. Entbehrungen, Sorgen, dürftige Ernährung vorwiegend mit mehlhaltigen Nahrungsmitteln, Aufenthalt in elenden Wohnräumen usw. sind in fast allen Fällen die Ürsache der sog. Annengicht. Auch die Alkoholsucht begünstigt die Harnsäurespannung. In allen Formen ist die Gicht erblich, Grund genug, um der Krankheit mit allen Mitteln energisch zu Leibe zu gehen. Erfreulicherweise hat es von jeher daran nicht gefehlt. Wir kennen zahlreiche Heilquellen, welche bei gichtischen Erkrankungen als wirksam angewendet werden; die pharmazeutische Chemie hat ihrerseits ebenfa'ls Mittel dargeboten, die recht wohl geeignet sind, in solchen Fällen vorzubeugen oder veraltete Fälle zu bekämpfen. Erst in jüngster Zeit hat der hervorragende Forscher Prof. Dr. v. Noorden auf ein neues Mittel hingewiesen, das er in seiner klinischen Praxis selbst mit Erfolg angewendet und erprobt hat. Der berühmte Gelehrte hat seine Erfahrungen mit diesem Mittel, dem Uro), in einem längern Aufsätze im „Zentralblatt für Stoffwechsel- und Verdauungskrankheiten" niedergelegt. Er sagt am Schlüsse seiner Ausführungen wörtlich: „Es sind also entschieden günstige Beobachtungen, über die ich berichten kann. Ich möchte mich einstweilen darauf beschränken, das Urol zu weitern Prüfungen zu empfehlen, und kann nur raten, solange die Theorie versagt, ausschließlich die praktische Erfahrung als Maßstab für seine Werlschätzung gelten zu lassen." Dieses Urteil über Urol von Dr. Schütz & Co. in Bonn stützt sich a^uf mehrere typische Fälle, in denen Prof. v. Noorden als Vorstand des städt. Krankenhauses zu Frankfurt a. M. Urol an Stelle bekannter älterer Gichtarzneien mit unzweideutigem Erfolge verordnete. Dem Urol scheint in der Tat die besondere Eigenschaft zuzukommen, daß es bei längerem Gebrauch nicht nur die Gichtanfälle seltener macht und schmerzloser gestaltet, sondern auch in vielen Fällen völlig verhindert. In Verbindung mit Colchicin wirkt das Urol in Form der Urocol-Tabletten fast sofort schmerzlindernd; sie werden vorwiegend bei akuten GichtanfälleD, verbunden mit starken Schmerzen, angewandt, so lange bis die Schmerzen nachgelassen haben. Dann wird die Kux, mit Uro! fortgesetzt. , Dr. D. Bei der Administration der „Welt" in Cöln sind eingegangen: Für die Tachkemoni-Schule in Jaffa: Herr Emil Oberndörfer in Fürth zum Andenken an seine Eltern......................Jt ioo.— Ch. J. Eiß, Zürich, zur Ablösung von Neujahrskarten . „ 2.— Für dasMikro-BiologischeInstitut zu Ehren Dr.Max Nordaus: Sammelstelle des .1. N. F. in Wien . . Kr. 20.— abzüglich 5°o „ 1.— Kr. 19.— JC 16.15 Für den Pflanzungsverein „Palästina" Eingegangen bei Herrn Prof, O, Warburg: Durch Vermittlung des Herrn Dr. E. Chamizer, Leipzig: Die Familien Dr. Chamizer, Dr. Löbl, Leipzig, J. Sobolski, Antwerpen erwerben die ordentliche Mitgliedschaft des Pflanzungsvereins „Palästina" für das Ehepaar Akiba und Thamar Schöne Lewin, Berlin und stiften auf dessen Namen 1 Dun am Land . . ., . . . . JC 80.— Bei der Jüdischen Kolonialbank in London sind eingegangen: Per Zentrale des J. N. F. für Deutschland durch Herrn Max Wollsteiner, Charlottenburg: Für die russisch=jüdischen Waisenkinder ..... Mk. 1.— Für die misrachistische Mittelschule......„ 66.55 Für den Kolonialfonds............... 27.92 Für das Hebräische Gymnasium.........„ 22.80 Für die Kiewer Stammesbrüder........: „ 41.— Für das Mikro-Biol. Institut......Mk. 10 — Für den Palästina-Kulturfonds abzüglich 10 % „ 1.— „ 1.10 „ 9.90 Per russische Sammelstelle in Moskau: Für das Mikro-Biologische Institut....... Ro. 39.76 Für den Bezalel...............„ 5.50 Per Sammelstelle Essek: Für den Bezalel.................Kr. 5. - Per Palestine Association, Nottingham durch Mr. J. Levyi> 2.9.9 Für dasMikro=Biologische Institut zu Ehren Dr. Max Nordaus: Durch die russische Sammelstelle, Moskau......Rbl. 17.50 Für den Hilfsfonds für vertriebene russische Juden: Durch Herrn Otto Schwarz, Tetschen A. E........£ —.8.— Per Order of Ancient Maccabeans, London: Für das Mikro-Biol. Institut............L 2.11.9 Per Federation of American Zionists New-York: Für den Bezalel: March: Providence, R. I., Patriots of Zion Doli. 5.75, Haibrite Sask, Can., per Dubisky and Hyman I.—, Menden, Conn., per Shaarei Zion 15.—. April: New-York, Jr. Group Altneuland, coilection 13.05, St. Louis, Mo., Zionist Council, collection at ball 0.75, Wichitai Kansas, per S. Giwowsky 34.—. May: New-York, per S. Goodman 0.32, Pawtucket, R. I., Lovers of Zion 5.—, New-York, per B. Morgenstern, collection at wedding of J. Morgenstern and Miss M. Rubin 2.—. June: Baltimore, Md., per Paul Gordon, J. Pierce 0.50, Hanry Shapiro 0.50. July: Rochester, N. Y., Bnai Zion 5.—, zusammen Doli. 82.87, Rabatt 10°.» 8.29, bleibt Doli. 74.58. Für das Mikro-Biologische Institut zu Ehren Dr. Max Nordaus: March: New Häven, Conn., Flowers of Zion Doli. 5.—, Providence, R. I., Patriots of Zion, collection 16.40, Brooklyn N. Y., Agudath Zion 20.—. April: New-York, Hatechiya 8.—. June: New-York, Hatechiya 22.—, zusammen Doli. 71.40, Rabatt 10% - 7.14, bleibt 64.26. Less excess payment December 1909, (check fer Doli. 38 25 should have been Doli. 37.25) Doli. 1.—, bleibt Doli. 63.26. Bei dem Unterzeichneten gingen für den Bezalel ein: Durch Herrn Rabbiner Dr. Nacht, Herrn P. Kivu;tind Herrn O. Terner in Focsani: Spender: Verein Zeire-Israel, Verein „BnothZion" je Lei 10.—, Verein „Chowewe-Zion Jehuda" Lei 11.—, in Focsani. Mitglieder: N. Horn, M. Tennenbaum, S. Rautzer, Leon Rosenblatt, Liipu Rubin je Lei 2.—, S. Mintzer, M. Zosmer, Abraham Idelovitz je Lei 3.—, Körner, Abraham Cheiss, M. P. Silbermann, N. Sager, Lewy Finkelstein, Jacob Koffler, F. J. Landau, Paul Kivu, Max Adler, D. Klang, Isac Segall jun., J. L. Finkelstein, S. J. Rottmann, Meier Rosenstein, S. Adelstein, Aron Abramovitz, Aba Herscovitz, Karl Reiss, Jacob Finkelstein, J. Zwiebel, A. Gottesmann, Leoü Calmonovitz, J. Iliovitz, J. Golliger, Dr. Nacht Abram Leibovitz, Jassi, je Lei 5.—. Durch Herrn Johann Goldenberg in Bukarest: Mitglieder: Jacob H. Abermann, Dr. H. Alperin, Dr. M. Beck, B. Bercovici, B. A. Bercovici, Dr. Codnani, M. Donnerfeld, Oscar Deutsch, I. A. Ellenbogen, Johann Goldeniberg, M. M. Hornstein, S. Istacescu, Abraham Israeiovici, Nathan A. luster, Jacob Klapper,