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Die Welt · 1910-09-16 · 37 (16.9.1910) · page 18

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
14 (1910)
Issue
37 (16.9.1910)
Date
1910-09-16
Page
– (sequence 18)
Language
German
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902 dies|kel.t No. 3 JU€DISCH6R MATIQHAL- FQh PS Xl|f' Der Jüdische Nationalfonds ist dazu bestimmt, in Palästina G-rund und Boden als unveräußerliches Eigentum des jüdischen Volke 5U erwerben. Vom V. ZionistenJcongreß im Jahre 1901 gestiftet, hat er bereits die Höhe von über 2 Millionen Mark erreich MITTEILUNGEN DES HAUPTBUREAUS DES JÜDISCHEN NATIONALFONDS IN KÖLN Zum Roschhaschanahfeste bitten wir unsere Gesinnungsgenossen, ihre Glückwünsche durch eine N F.-Spende abzulösen. Es ist bereits den meisten Zionisten zur Gewohnheit, die Ausgaben für die üblichen Gratulationskarten, Porto usw. unserm Fonds zuzuwenden und allen Freunden und Verwandten durch einen Ausweis in ihrem Landesorgan ihre Glückwünsche auszusprechen. Wir möchten indes unsern Freunden nahelegen, für diese schöne und würdige Art der Gratulation auch in den Kreisen der nichtzionistischen Judenheit eine energische Propaganda zu entfalten. Jeder Jude wird gern ein Scherflein seinem Volkschatz zukommen lassen, wenn er dadurch gleichzeitig Gelegenheit hat, seinen Freunden in irgend einer Weise seinen guten Willen zu zeigen. — Für diejenigen aber, denen geschäftliche oder andere Rücksichten es zur Notwendigkeit machen, einzelne Karten zu versenden, sollte es eine selbstverständliche Pflicht sein, jede Karte mit einer N. F.¬ Marke zu versehen, um so ihrem Volke ihren Tribut zu entrichten und das Interesse für den Nationalfonds durch die auffallende Marke in weitere Kreise zu tragen. Wir erwarten von unsern N. F.-Kommissiären und Landessammelstellen die energischste Förderung dieser Agitation. Roschhaschanah=Agitation in Rußland Die russische N. F.-Sammelstelle versendet ein Zirkular an ihre Vertrauensmänner, in welchem sie in warmen Worten auf die Bedeutung des Roschhaschanahfestes hinweist. Das Zirkular fordert die Gesinnungsgenossen auf, sich zu Gratulationszwecken der von der Sammelstelle vertriebenen Ansichtskarten zu bedienen, deren Reinertrag dem N. F. zufließt. Außerdem werden zum erstenmal im „Raswjet" gegen ein Entgelt von 30 Kopeken Gratulationen zum Besten des N. F. abgedruckt. Gratulationsmappen Folgendes Schreiben ist uns zugegangen: Berlin, 11. September 1910. An das Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds, Köln. Man hat schon in der verschiedensten Weise die freudige Stimmung bei Familienfestlichkeiten zugunsten unserer Fonds auszunutzen versucht. Nützlicher ist es, einen Weg zu finden, um auch Gelder aus nichtzionistischen Kreisen bei solchen Gelegenheiten zu erlangen. Möglich ist dies für die der praktischen Kolonisation dienenden Fonds. Doppelt leicht aber wird es sein, wenn man hiermit ein Geschenk für das Brautpaar (resp. Ehepaar, Geburtstagskind, Jubilar usw.) verbindet, das dem zu feiernden in schöner Form überreicht wird. Das soll durch Befolgung meines Vorschlages geschehen. Ich schlage vor: Es werden hübsch ausgestattete Mappen an gefertigt, wie sie zu Adressen verwendet zu werden pflegen. (Preh bei großer Auflage höchstens 3-4 Mk.) Wo nun z. B. eim Hochzeit in Aussicht steht, wird vom Vertrauensmann des Oitef ein persönlicher Bekannter des Hauses beauftragt, die Gäste und Fremde aufzufordern, statt zu telegraphieren, den Namen unter eine Gratulationsliste zu setzen und den entsprechenden Betrag an ihn abzuliefern. Diese Liste wandert an die Zentrale, wird dort in die Mappe eingeheftet und zurückgegeben. Erhält nun die Zentrale z. B. an Gratulationsgebühren Mk. 60.—, so wird dem Brautpaar gleichzeitig das Diplom für den Besitz von 1 Dunam Land in Palästina überreicht, und gehen nur Mk. 40.— ein, so wird das Diplom für die Landspende erteilt, wenn noch weniger, so für Ölbäume usw. Diese Diplome nehmen die erste Seite der Adresse ein, auf der nächsten folgen die Namen der Spender. Hierdurch ist m. E. nicht nur diese direkte Unterstützung unserer palästinensischen Fonds zu erreichen, sondern es wird auch eine starke propagandistische Wirkung ausgeübt werden dadurch, daß die Kenntnis dieser Spenden in weiteste Kreise getragen wird und mancher zu Spenden angeregt wird. Wo persönliche Aufforderung durch Vertrauensleute nicht möglich ist, wäre von der Zentrale aus ein Flugblatt mit künstlerischer Abbildung von Adresse und Diplom an die Familie zu senden. Hochachtungsvoll Lazarus Barth. Nationalfonds und Chalukkah-Büchsen Zu der überaus wichtigen Angelegenheit unserer Büchsen - organisation sind uns als Entgegnung auf das von Gg. Rabb. Dr. Baer eingesandte Schreiben mehrere Zuschriften zugegangen, von denen wir nachstehend die unseres verdienstvollen Kommissars des südgalizischen Distrikts, Maier Henisch, und die des Obmanns des Vereins „Bnaj Zion" in Chrzanow, Hirsch Klein, wiedergeben. I. Verehrliches Hauptbureau! Anknüpfend an die von Ihnen in No. 34 der „Welt" gebrachte und von Herrn Rabbiner Dr. S. Baer in Nr. 35 zitierte Notiz, wonach die Eingänge für die Chalukkah aus Galizien im letzten Jahre K. 315179 betragen haben sollten, gestatte ich mir die Bemerkung, daß in dieser Summe ein Saldo vom Jahre 1908 von K. 28 260.64 einbegriffen ist. Es betragen somit die Eingänge des vorigen Jahres richtig K. 286 918.41. Zur Orientierung sei ferner bemerkt, daß diese letztgenannte Summe das Ergebnis der Sammlungen bloß des galizischen „Kolel" mit dem Bureau in Drohobycz ist, dem jedoch die Ortschaften Stanislau, Kolomea und Umgegend nicht angehören. (Diese gehören nämlich zum Wiznitzer „Kolel".)

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