Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 14 (1910)
- Issue
- 36 (9.9.1910)
- Date
- 1910-09-09
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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DIE KÖLN AM RHEIN, KAROLINGERRING 3i ELT ERSCHEINT JEDEN FREITAG ZENTRALORGAN DER ZIONISTISCHEN BEWEGUNG XIV. JAHRQ. KÖLN» 9. September 1910 \^rb Nö"nn'N bbt* "n No> 36 Hn unlere freier! SeFinnungsgenoHen! Die Herausgabe einer Paläiiinanummer der „Weif" hat bei uniern Ausschmückung der nummer zu übernehmen; die auch eine cjrofje Anzahl?reunden und eeiinnungsgenoiien lebhaftes Infereffe gefunden. Wir photographifcher Aufnahmen aus den Kolonien uiw. enthalfen wird, leben uns der lichern Erwartung hin, dafj dieies Intereiie lieh in eine Die Pa äifinanumuier wird fohin an Reichhaltigkeit des Inhalts und nfeniiue, täfige Propaganda für die Verbreitung diefer nummer umiefzen Vornehmheit der Ausitaffung nichts zu wüschen übTig lallen, oird. Es bietet fich hier eine nicht io bald wiederkehrende Gelegenheit, j 9er £t1o{q d?r PaW]«namjmmer wird durch ihre Verbreitung bedingt ■■indauerndes Verständnis und werktätiges Intereiie für alle jene Unter* und kann nur durch die Werbetätigkeit unferer Gelinnungsgenciien lehmungen in Paläifina zu wecken, an deren Wachstum und Förderung gewährleiifet werden. las ganze jüdilche Volk lebhafte Anteilnahme zeigt. Wir wenden uns deshalb an die zioniitifchen Vereine und Ver* Bus der Fülle der Beiträge, die die Paläifinanummer der „Weif" frauensmänner in allen Ländern der Erde mit dem dringenden Eriuchen, nthalfen wird, heben wir hervor: alles aufzubieten, um die Paläifinanummer in möglichif großer Anzahl Zioniffifche Arbeit in Paläifina — Paläifina als Jüdifches in a"e« l'üdifchen Kreifen zu verbreiten. Zentrum - Die jüdifchen Kolonien in Paläifina - Das f ,De* P™? der 100 Seiten Starken nummer wurde für Deuffdi- Verkehrsproblem in Paläifina — Die hebräifche Sprache l£ind und Oeiferreich=Ungarn mit 65 Pfennig, für alle übrigen tiander in Paläifina — Die Tätigkeit des Jüdifchen Hationalfonds mlt 75 Pfennig feifgeietjf. in Paläftina — Die Arbeiferfrage in Paläifina — Kultur» Zioniffifchen Vereinen, Vertrauensmännern und Kolporteuren bepflanzen in Paläifina — Das geiellichaftliche lieben in rechnen wir; für Deu(rdll£ind und för flHe öbrjflen Paläifina — Das Kredifweien in Paläifina — Südifche öFferreich-Ungam -r linder: Altertümer in Paläifina — Die Heilquellen Palästinas jo Exemplare mit.....JC 6.— Jl, 7.— und die Hygiene im liande — Das Volksleben in 25 „ „ .....„ 13.75 „ 15.— Paläifina — Indulfrielle möglichkeifen in Paläifina — 50 „ „ .....„ 22.50 „ 25.- Preiie und Verlagsweien in Paläifina. 100 „ „ .....„ 40.— „ 45. - Aufjer dielen allgemein gehaltenen Beiträgen Folien behandelt Da die Abonnenten der „Welt" die Paläifinanummer gratis zugeheilt - erden: Der_B_ezalel, die Siedlungsgenoiienfchaft, die Ehalukkah, die er[uchen wjr mkxQ Freun(Je un(J GeiinnungsgenoIieTwiederhoIt, aleifine8[iand»Deyelopmenf»gompany, die Veriuchsitation, die national» diele Gelegenheit für eine möglichif rege und infeniiue Propaganda zur ibliothek, das Hebräifche Gumnaiium, die Tachkemonifchule, die Anglo* Gewinnung neuer Abonnenten für die „Welt" auszunutzen. 'qlesfine»Eompqny, das ITlikro=Biologifche Initifut, die 3emenifen uiw. Hochachtungsvoll Hervorragende jüdiiehe Künitler und auch die Kunitgewerbefchule ~ „ r*. la^tin >ezalel haben iich in liebenswürdiger Weife bereit erklärt, die illuifratiue CXpeöiriOn „UIQ Weil GEGENWEHR, NICHT ABWEHR! Abwehr! Das ist kein gutes Wort. Es erinnert an 'eiten, in denen die Juden stolz und glücklich waren, venn irgendein Staatsmann oder ein hochgeborener 1err ein gnädiges Wort für sie sprach. Ihre Freude wuchs, wenn jemand sogarden Antisemitismusverurteilte.; nd sie zögen sich bescheiden zurück und überließen -ire Verteidigung Fremden. Wagte ein Jude einmal i'eie männliche Rede, dann wurde er von allen Seiten 'ingsum zur Ruhe gemahnt. Man setzte alle Hoffnung die Abwehrvereine, die alljährlich einige Ausschußitzungen hielten und sich und ihre ausschließlich jüdische Zuhörerschaft an tönenden Worten berauschten. Dieser Taktik der Abwehrvereine entsprach auch die Haltung der israelitischen Presse, die allwöchentlich mit freudigem Gefühl mitteilte, daß ein Kommerzienrat bei der kaiserlichen Tafel hat sitzen dürfen und daß irgendein Minister geäußert habe, die jüdischen Untertanen seien doch eigentlich auch Menschen. Und sie brachen in Tränen aus, wenn ein Jude nicht Offizier werden konnte oder ein jüdischer Bankier, der ohne Unterschied der Konfession, das heißt in praxi für Nichtjuden, eine große Stiftung errichtet hatte, dafür keinen Orden erhielt. Sie verzeichneten pünktlich alle Akte des brutalsten Hausherrenterrorismus, ohne den einzig mög-