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Die Welt · 1910-07-08 · 27 (8.7.1910) · page 13

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Journal
Die Welt
Volume
14 (1910)
Issue
27 (8.7.1910)
Date
1910-07-08
Page
– (sequence 13)
Language
German
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No. 27 DIE^ELT 665 ihnen dagegen, um die zionistische Arbeit in England nicht zu stören, bis zum nächsten Kongreß das Recht, eigene Schekolim zu verkaufen und eigene Delegierte zu wählen, zu belassen. Generalversammlung des Jüdischen Nationalfonds Anläßlich der Jahreskonferenz in Berlin, fand am Dienstag den 28. Juni eine außerordentliche Generalversammlung des Jüdischen Nationalfonds statt, bei der nebst den Teilnehmern der Jahreskonferenz, folgende Mitglieder des Nationalfonds anwesend waren: Dr. M. J. Bodenheimer, Vorsitzender, D. Wolffsohn, stellvertretender Vorsitzender, Prof. Dr. O. Warburg, Dr. A. Friedemann, J. Kremenetzky, S. Rosenbaum, J. A. Rosoff, J. L. Goldberg, Dr. S. Franzie-IBerenstein, Dr. Alexander Marrnorek, A. Podlischewski, ferner H. Neumann, Sekretär der Genossenschaft, S. Hoofien, Direktor und N. Gross, Sekretär des Hauptbüros in Köln. Durch Bevollmächtigte waren außerdem vertreten die Herren Dr. E. W. Tschlenow durch Herrn J. L. Goldberg, H. Rosenbaum durch Herrn Prof. Dr. O. Warburg, Leopold Kessler und Samuel Pineles durch Herrn Dr.M.J. Bodenheimer, Jean Fischer durch Herrn D. Wolffsohn. Der Vorsitzende Herr Dr. Bodenheimer eröffnete die Versammlung und begrüßte die Gelegenheit, die es auch den Mitgliedern der Jahreskonferenz ermögliche, an den Beratungen des Nationalfonds teilzunehmen. Er gab sodann einen kurzen Rückblick auf die Tätigkeit des Hauptbüros und der Landessammelstellen in den einzelnen Ländern seit Beginn ds. J. Die Arbeitsgebiete des Hauptbüros hätten sowohl quantitativ wie qualitativ in der letzten Zeit?ine bedeutende Ausdehnung erfahren.» Nichtsdestoweniger könne nit Genugtuung konstatiert werden, daß die Arbeit, sowohl nach anen wie nach außen, sich immer systematischer und erfolgreicher gestalte, was in erster Linie durch die anhaltende Steigerung der einnahmen des Nationalfonds dargetan wird. Die Tätigkeit des Hauptbüros umfasse im allgemeinen folgende iauptzwe:ge: 1. Die Arbeit in Palästina, über welche die Anwesenden sich aus Berichten und den vorgelegten Protokollen der letzten Sitzungen unterrichten können. 2. Organisation. Darunter ist vor allem der Ausbau der bereits bestehenden und die Schaffung neuer Sammelstellen und Nationalfondskommissionen zu verstehen. Dieses Tätigkeitsgebiet erfordere unendlich viel Mühe und Ausdauer sowie insbesondere ,^roße materielle Opfer; ohne dieselben sei jedoch ein Fortschreiten ies Nationalfonds nicht zu erzielen. 3. Propaganda. Obwohl wir dahin streben, daß jede Sammelstelle ihre Propagandamittel selbst herstellt, und alle Gelegenheiten in ihrem Lande für die Agitation benutzt, ist das Hauptbureau doch für lange hinaus genötigt, die wichtigern Flugschriften und Broschüren zu edieren und sie den Sammelstellen zur Verfügung zu stellen sowie des weitern auf jeden Anlai3 hinzuweisen, der für den Nationalfonds nutzbar gemacht werden kann. In den letzten Monaten haben wir u. a. die Broschüre des Gg. Adolf Böhm herausgegeben, die eine ausgezeichnete Zusammenfassung der Aufgaben des Nationalfonds enthält. 4. Sammelmittel. Das zukunftsreichste Sammelmittel, die Büchse, beginne endlich, dank der Maßnahmen des Hauptbureaus, die in sie gesetzten Hoffnungen zu erfüllen. Durch die Kartothek und die auf Grund derselben vorgenommene stramme Kontrolle gestaltete sich das Ergebnis jeder einzelnen Büchse immer günstiger und ist — vorausgesetzt daß wir von allen unsern Organisationen entsprechend unterstützt werden — schon in absehbarer Zeit ein vielfaches der jetzigen Erträge aus den Büchsen zu erwarten. Es gelangte hierauf der Punkt: „Generelle Ermächtigung des Direktoriums zum Ankauf von Boden" zur Verhandlung. Die Ermächtigung war bereits von der letzten Generalversammlung am 11. April dem Direktorium mit Rücksicht darauf erteilt worden, daß oft bei Bodenkäufen günstige Gelegenheiten verpaßt werden können, und daß sich nicht immer rasch genug die Einberufung einer Generalversammlung bewerkstelligen läßt. Da aber die letzte Generalversammlung dem Direktorium die generelle Ermächtigung nur bis zur Jahreskonferenz erteilt hat, so beschloß nun die außerordentliche Generalversammlung dem Direktorium die endgültige generelle Ermächtigung zu erteilen. Ferner beschloß die Generalversammlung, unter noch vorher zu vereinbarenden Bedingungen, ein Depot in der Höhe von Frcs. 500 000 — bei der A. P. C. zu hinterlegen. Der Vorsitzende gab sodann von verschiedenen Schriftstücken Kenntnis, die mit Bezug auf Beschlüsse der Generalversammlung und des Direktoriums vom 11. April zwischen dem Direktorium und Herrn Dr. Tschlenow gewechselt wurden. Die Generalversammlung faßte hierauf einstimmig den Beschluß, dem Direktorium das Vertrauen auszusprechen und demselben die'erwähnten Schriftstücke zur Erledigung zu überweisen. Während der Tagung der zionistischen Jahreskonferenz wurden auch Boardsitzungen des J. C. T. und der A. P. C und die XIII. ordentliche Generalversammlung des J. C. T., ferner auch Sitzungen des Aufsichtsrates und der Gründeraktionäre des J. C. T. abgehalten. An den Boardsitzungen des J. C. T. nahmen teil die Herren Dr. N. Katzenelsohn, J. H. Kann, Joseph Cowen, Hugo Urysohn, M. Feldstein, Direktoren, J. Kremenezky und D. Wolffsohn, Governors, T. Hirsch, Manager und H. Neumann, Sekretär. An der Boardsitzung der A. P. C. nahm außer den vorgenannten Herren noch Herr J. L. Goldberg teil. In der Boardsitzung des J. C. T. wurden verschiedene Angelegenheiten formeller Art und mit Bezug auf die internen Geschäfte des Trust erledigt. Unter den Beschlüssen, die von allgemeinem Interesse sind, sind besonders erwähnenswert: Ein Beschluß, der A. P. C. um fernere Pfund 30.000 Aktien zum 31. Dezember d. J. zu applizieren, und ein Beschluß dahingehend, daß fortan bei allen Aktienverkäufen im Laufe des ersten Semesters eines jeden Jahres der Coupon für das laufende Jahr mitgegeben werden soll, dagegen bei Verkäufen im zweiten Semester eines jeden Jahres der Coupon für das laufende Jahr abgetrennt resp. anulliert werden soll, Unter den Beschlüssen des Board der A. P. C. sind hervorzuheben: Ein Beschluß, die Filiale Saffed nunmehr zu eröffnen, ferner ein Beschluß bezüglich der Mitgabe von Coupons im selben Wortlaute wie der vom Board des J. C. T. gefaßte und oben erwähnte, und schließlich auf Verlangen des Managing-Direktors in Jaffa ein Beschluß, ihm einen Beirat zur Seite zu stellen, welcher Herrn Levontin behilflich sei und mit ihm wichtige Fragen und schwierige Vorfälle in der Tätigkeit der A. P. C. beraten soll. Die Wahl der Mitglieder wird vom Direktorium getroffen werden. An der XIII. ordentlichen Generalversammlung des J. C. T. nahmen die Mitglieder der Jahreskonferenz und außerdem mehrere Berliner Aktionäre teil. Herr Dr. Katzenelsohn führte den Vorsitz. Der Bericht des Direktoriums und die Bilanz für das Jahr 1909 nebst dem Berichte der Bücherrevisoren wurden nach längerer Diskussion einstimmig angenommen und dem Direktoriurti die Decharge erteilt. Es wurde für das Jahr 1909 eine Dividende von sechs Pence pro ein

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