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Die Welt · 1910-06-10 · 23 (10.6.1910) · page 19

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Journal
Die Welt
Volume
14 (1910)
Issue
23 (10.6.1910)
Date
1910-06-10
Page
– (sequence 19)
Language
German
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No. 23 DIE.3SK LT *571 zu sein, dort wo man den Zionismus als „Landesverrat" betrachtet, geradeso wie im Jahre 1897^ da die Münchener Gemeinde die Abhaltung* des ersten Kongresses nicht zuließ. Die Herren, die im Jahre 1909 noch immer den Zionismus fürchten* glauben wohl, die Jugend schlafe und werde auf dieses schönste Kapitel unserer Geschichte verzichten; aber sie irren sich gewaltig. Die Jugend, die allein für Judentum sich interessiert, kann nicht mehr getäuscht werden; sie ist und fühlt zionistisch! Diese Jugend würde sicherlich auch dankbar sein, wenn man ihr in den „Leseproben" auch nur einige wenige Obersetzungen aus der neuhebräischen Literatur geboten hätte. Lebensohn, Gordon und Bialik stehen in viel engeren Beziehungen zur Seele der modernen heranwachsenden Jugend als Eleazar Ha-Kalir und Kalonymos, und aus Achad-Haam kann sie nicht weniger Begeisterung für jüdische Weltanschauung lernen als aus mancher anderen Probe, die hier Aufnahme gefunden hat. Hoffentlich werden diese Wünsche in einer neuen Auflage mehr berücksichtigt werden. Dr. M. Berkowicz. *==^^f= =Z1^^- 1° SPRECHSAAL °S ^___ - —< Budapest, 5. Juni 1910. Sehr geehrter Herr Redakteur! Ich ersuche höfl. um gefl. Aufnahme folgender Zeilen: In der jüngsten Nummer der in Budapest erscheinenden „Allgemeinen Jüdischen Rundschau" wird der von mir gelieferte telegraphische Bericht über die ungarische Laodeskonferenz als tendenziös und unrichtig bezeichnet. Es wird in dem betreffenden Artikel behauptet, daß die Misrachisten ihre Forderung bezüglich Vertretung im engeren L. K. nicht während der Debatte erhoben hätten, sondern dies im Exekutiv-Komitee des Misrachi beschlossen worden sei, ferner daß keine Einigung erzielt, und daß Herr Lebowitsch nicht ins L. K. gewählt worden wäre. Des fernem wird mir vorgeworfen, daß im bezüglichen Bericht die Redewendung: „Ferner sprach Herr Lebowitsch" gebraucht wird, ohne zu erwähnen, daß Herr L. im Auftrage des L. K. und über die Lage der Juden in Ungarn das Wort ergriffen ha'tte. Demgegenüber .will ich folgendes feststellen: 1. Die Frage der Vertretung des Misrachi im L. K. stand gar nicht auf der Tagesordnung, und ist diese Forderung der Misrachisten während der Debatte aufgestellt worden- Die Beschlüsse des außerhalb der Konferenz stehenden misrachistischen Komitees gehören nicht in einen Bericht über die Landeskonferenz. 2. Die Wahlvorschläge — unterbreitet vom Präses des Kandidationsausschusses, einem Misrachisten (Dr. Färbstein) — sind von der Konferenz einstimmig angenommen worden, was der beste Beweis einer erzielten Einigung ist Dies geht auch aus dem offiziellen Protokoll klar hervor. 3. Ist Herr Lebowitsch tatsächlich ins E. L. K. gewählt worden. Er hat zwar erst die Wahl abgelehnt, jedoch später stillschweigend zur Kenntnis genommen. Bloß nach der Konferenz hat er seine Abdankung dem L. K-. mitgeteilt. 4. Bezüglich der Redner telegraphierte ich „Redner: Beregi Lebowitsch und Dr. Kassai." Es liegt daher nicht an mir die Schuld, wenn bei der Stilisierung des Telegramms obige Fassung entstanden ist. Ais Redakteur hätte Herr Lebowitsch wissen müssen, daß in Telegrammen gewöhnlich keine Sätze, sondern bloß Schlagwörter enthalten sind. Der von mir gelieferte telegraphische Bericht, der völlig dem offiziellen Bericht im „Magyarorsz. Cionista Szeravezet" entspricht, ist also korrekt und den Tatsachen entsprechend. Ich halte denselben aufrecht. Es ist nur zu bedauern, daß Herr Lebowitsch aus einem telegraphischen Bericht für die ganze misrachistische Bewegung Folgerungen zieht und von einer Unterdrückung des Misrachi spricht. Es ist merkwürdig, daß ein Redakteur, der so oft das Wort unserer Weisen: „Seid vorsichtig in Euren Worten" anführt, selbst so unbedacht handelt. Hochachtungsvoll Ludwig Batö. Bad Reichenhall, 5. Juni 1910. Geehrte Redaktion! Aus einem Sitzungsbericht des Westösterreichischen Zentral- Komitees, den Sie in der leizien Nummer der „Welt" veröffentlichten, ersehe ich, daß diese Körperschaft ein Schiedsgericht gegen mich einberuft. Ich bitte daher zur Klarstellung folgendes gütigst in Ihrem werten Blatte abzudrucken. Durch einen Brief an einen Herrn vom Schlesischen D. K. fühlten sich die Herren A. Böhm und Dr. Isidor Marguli es be- . leidigt. Obwohl es sich um ihre zionistische Tätigkeit und ihre Stellung zur Sache unsers armen Freundes Oskar Marmorek handelte und nicht um die Arbeit des Z. K., sandte mir diese Körperschaft zwei Monate nach Erledigung jenes Schreibens und obwohl es ihr bekannt war, daß ich mich in Palästina befinde, eine Aufforderung, mich einem Schiedsgerichte zu stellen. Dieser Brief wurde mir in Jerusalem zugestellt; er war aber in so beleidigenden Ausdrücken abgefaßt, daß ich mich gezwungen sehe, jeden Verkehr mit dieser Körperschaft aufzugeben. Mit Zionsgruß hochachtungsvoll H. York-Steiner. Wien, den 31. Mai 1910. Geehrte Redaktion! Erlauben Sie mir zur Richtigstellung Ihrer Notiz über den Montefiore-Reisewagen folgendes mitzuteilen: Herr Rev. W. H. Hechler war der alleinige Eigentümer dieses Wagens, folglich haben weder ich noch andere Freunde etwas mit dem Geschenk zu tun gehabt. Wir haben es also Herrn Rev. Hechler allein zu verdanken, daß der von ihm viele Jahre lang sorgfältig aufbewahrte Wagen jetzt unserm jüdischen Nationalmuseum angehört. Für die Aufnahme dieser Zeilen bestens dankend, zeichne ich mit Zionsgruß Joh. .Krenrenezky. ■aiDIDiaiaBIDIDIDIDIQIQlDiaiaiDiaiDIDIOl □ D - ■ Palästina-Weine tod by t^d | liefern q Julius Schmidt & Co. i □ H □ □ ■ Altona a. Elbe g Breite Straße 170 :: Tel. Altona 3045. □ -— □ g Erstklassige Weine g g unter Aufsicht Sr. Ehrwürden Herrn Oberg g rabbiner Dr. M. 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