Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 14 (1910)
- Issue
- 22 (3.6.1910)
- Date
- 1910-06-03
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Wir schlagen vor, zur 25. Wiederkehr von Montefiores Todes tag Sammlungen für die „Landspende" zwecks Ankauf eines großen Bodenkomplexes auf den Namen Montefiores einzuleiten. Da auf dem Boden der Landspende gemäß dem kürzlich gefaf3ten Beschlüsse des N. F.-Direktoriums jüdische landwirtschaftliche Arbeiter anzusiedeln sind, so möchten wir weiter empfehlen, auch Sammlungen für Arbeiterheitnstätten vorzunehmen, die auf dem Boden der Landspende errichtet werden sollen. Es kann keine Ehrung Montefiores geben, die seinen edlen Intentionen besser entspräche, als die Förderung von Institutionen, die berufen sind, die produktiven Kräfte des jüdischen Volkes auf dem historischen Boden Erez Israels unserer nationalen Zukunft nutzbar zu machen. ^vvwww/^w^vvw^^ Die Büchsenleerungen. Wir haben wiederholt darauf hingewiesen, daß von den über 60 000 zur Verteilung gelangten Büchsen kaum 15° o regelmäßig geleert werden. Da aber von der häufigem und pünktlichen Leerung in erster Linie eine dauernde Steigerung der Nationalfondseingänge abhängt, so muß mit aller Energie darauf hingewirkt werden, daß jede Büchse mindestens zweimal im Jahre geleert wird, zu welchem Zweck die Leerungen peinlich genau kontrolliert und in Evidenz gehalten werden müssen. Es freut uns, konstatieren zu können, daß unsere Bemühungen nach dieser Richtung nun endlich in der letzten Zeit von Erfolg begleitet sind. Unsere für die Zwecke der Kartothek ausgesandten Listen sind uns von mehrern Sammelstellen in lückenloser Weise mit den nötigen Daten retourniert worden, so daß wir auf Grund derselben genau bei jeder einzelnen Büchse feststellen können, wo sie sich befindet und wie oft sie im letzten Jahr geleert worden ist. Wir hoffen und erwarten, daß die übrigen Sammelstellen uns die noch rückständigen Listen, wenn nicht auf einmal, so doch in kurzen Intervallen, einsenden werden. Auf diese Weise hoffen wir allmählich dazu zu gelangen, daß der Durchschnittsertrag jeder Büchse durch die häufigere Leerung ein dem großen Zwecke angemessenes Ergebnis liefert. Wir erhalten folgende Zuschrift: An das Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds, Köln. Sehr geehrte Herren! Bezugnehmend auf Ihre Veröffentlichung in Nr. 18 der „Welt" und das ganz unbefriedigende Ergebnis der Büchsen Sammlungen gestatte ich mir, nachstehend einige Bemerkungen hierzu zu machen. . Das größte Obel, wodurch die Ergebnisse der Büchsen so gering sind, ist die Tatsache, daß die Büchsen meist unbeachtet an irgendeiner Wand hängen und es oft einem Zufall überlassen bleibt, die Aufmerksamkeit auf dieselben zu lenken. Ich habe hingegen stets sehr gute Erträge dadurch erzielt, daß ich die Büchse bei jeder nur möglichen Gelegenheit herbeiholte, z. B. wenn sich jemand bei irgendeiner Zusammenkunft verspätete, für eine Gefälligkeit, die von mir verlangt wurde usw. usw. Ferner habe ich mehrere wohlhabende orthodoxe Damen veranlaßt, ihr Challoh-Geld, das ja sonst für andere Zwecke gegeben wird, der Nationalfondsbüchse zukommen zu lassen. Es sind dies alles nur Kleinigkeiten, die aber zusammen sehr viel ausmachen können. Mit großer Freude lese ich stets in der „Jüdischen Rundschau" die Ausweise der „Rekordbüchse" der Firma Rosenberg in Essen-West. Diese Büchse hat in diesem Jahre, wenn ich nicht irre, ca. 110^ gebracht, und zwar nur dadurch, daß Reisende, die einen Auftrag erhalten hatten, ein Scherflein hierfür gaben. Ich halte diese Methode für ausgezeichnet; denn dem Reisenden ist an dem guten Einvernehmen mit dem Auftraggeber soviel gelegen, daß er gern eine Kleinigkeit für einen Zweck opfert, der dem letztern am Herzen zu liegen scheint. Ich weiß nicht, warum diese Methode, die seinerzeit veröffentlicht wurde, so wenig Nachahmung bei den vielen zionistischen Geschäftsleuten gefunden hat. Mit dem Ertrag von 1000 solcher „Rekordbüchsen" könnten wir jährlich schon recht viel Land in Palästina erwerben. Hochachtungsvoll Ruth Mendelsohn. SPENDENAUSWEIS Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Deutschland: Adresse: Max Wollsteiner, Berlin-Charlottenburg, Sybelstraße 50.- , Publikationsorgan: „Jüdische Rundschau", Berlin.) Vom 1.—30. April d. J. eingegangen und in den Nummern 13—16 der „Jüdischen Rundschau4* detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden..............JL 1155.69 Selbstbesteuerung .....„ 161.45 Sammel bogen..................„ 6.85 Sammelbüchsen. . . . ..............» 1158.57 Goldenes Buch (Teilzahlungen) . •........„ 441.47 Ölbaumspenden.................„ 1202.57 Summe JlAUbM Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Osterreich: (Adresse: Wien IX, Türkenstraße 9. — Publikationsorgan: „Jüdische Zeitung", Wien.) Vom 10.—16. Mai d. J. eingegangen und inNr.20 der „Jüdischen Zeitung" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden..............Kr. 63.28 Selbstbesteuerung...............„ 15.80 Sammelbogen..................„ 110.53 Sammelbüchsen.................„ 145.63 Goldenes Buch (Teilzahlungen)...... . . . ✓ „ 771.81 Ölbaumspenden.................„ 220.— Summe Kr. 1327.05 jfl 1121.37 Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Rußland: (Adresse: Dr. E. W. Tschlenow, Moskau, Mjasnitzkaja, Juschkow. Per., Haus„Rossija". — Publikationsorgan:„Rasswjet", St.Petersburg.) Vom 19.—26. April d. J. eingegangen und in Nr. 19 des „Rasswjet" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden...............Rbl. 107.51 Sammelbogen (russische)............ . „ 23.17 Sammelbüchsen................ „ 300.08 Goldenes Buch (Voiizahlung)*) . . v.......„ 10O.— Goldenes Buch (Teilzahlungen) ...".......„192.02 Ölbaumspenden.................„ 34.35 Summe Rbl. 757.13 Jl 1620.25 Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für die Schweiz: KAdresse: Dr. Camille Levy, Biel. — Publikationsorgan: „Israelitisches Wochenblatt für die Schweiz", Zürich.) Vom 1. September 1909 bis 31. Mai 1910 eingegangen und in der 107.—113. Spendenliste des „Isr. Wochenblattes für die Schweiz" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden..............Frcs.477.95 Selbstbesteuerung............... „ 153.— Sammelbüchsen................ „.223.85 Ölbaumspenden ................ „ 45.50 Summe Frcs. 900.30= J(, 729.24 Südafrika: Goldenes Buch**)..........£ 20.— Jt 408 — *) Siehe die Rubrik „Eintragungen ins Goldene Buch", Nr. 3501. **) Siehe die Rubrik „Eintragungen ins Goldene Buch", Nr. 3496 und 3497.