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Die Welt · 1910-05-27 · 21 (27.5.1910) · page 15

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
14 (1910)
Issue
21 (27.5.1910)
Date
1910-05-27
Page
– (sequence 15)
Language
German
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No. 21 Di. DIE3q£ELT D^O Gewinn- und Verlustkonto per 31. Dezember 1909. Cr. £ s. d. 335 6 10 36 11 2 52 19 6 289 0 0 6,028 1 1 1,604 13 8 141 6 3 96 10 2 163 1 4 65 19 1 112 1 11 486 6 7 1 -■! i j : AUSGABEN: An Londoner Kosten pro 1909: Schreibmaterialien, Drucksachen, Porto, Telegramme,Reisespesen u.Diverse Advokaten- und Revisionsgebühren ...... Einkommensteuer ... „ Kosten der Palästinafilialen pro 1909: Miete.......... Gehälter ........ Schreibmaterialien, Porto, Telegramme, Bureauspesen und Diverse ... Reisespesen....... Advokaten- und Revisionsgebühren ........ Mobiliar-Abnützung . . .. Rest-Abschreibung der Gründlingspesen Haifa . Abschreibung auf „Import- Department" ~..... Dubiose....... „ Saldo: Gewinn pro 1909 . . d. 424 17 8,987 .4,976 0! ibi 14,388 | 13 I EINNAHMEN: Per Zinsen und Provisionen: London ...... Palästina-Filialen: Jaffa....... Jerusalem..... Beirut...... Hebron...... Haifa....... Ab Kosten der Palästina- Filialen ........ Netto-Gewiim der Palästina- Filialen pro 1909 . . . £ s. | cl. £ s. d. i 488 10 11 6,695 | 6 2,062! 11 3,997 1 1 223 1 6 921! 16 5 7 5 3 7 13,900 2 1 3 13,900 2 «3 8,987 j 0 1 4,913 2 2 | i 1! i i j 14,388 13 i 2 Eine Zuschrift des Zentralkomitees der russischen Zionisten Wir haben am 11. Mai eine Zuschrift des Zentralkomitees der russischen Zionisten erhalten, in welcher gegen zwei Stellen der Rede, die Herr Präsident Wolffsohn am 17. April in London gehalten hat, Verwahrung eingelegt wurde. Da die Gründe offensichtlich unstichhaltig waren, teilten wir dem Zentralkomitee unsere Einwendungen mit. Das Zentralkomitee besteht jedoch auf der Veröffentlichung seiner Erklärung. Dieselbe zitiert zunächst den Passus in der Rede: „Von sieben Mitgliedern wollten sie fünf aus ihren Reihen haben." Das Zentralkomitee bezieht nun dieses „sie" auf die russische Delegation und erklärt: „Tatsächlich waren von den sieben Herren, die die Opposition im E. A. C. haben wollte, nur drei aus Rußland, und zwar die Herren Sokolow, Tschlenow und Ussisclikin." Der zweite Teil der Zuschrift geht von der Ansicht aus, daß sich die Worte des Herrn Wolffsohn: „ . . . . die sich mit praktischer Arbeit weder bei uns noch privatim beschäftigen", auf die Opposition, vorzugsweise auf die russischen Mitglieder des großen A. C, beziehen. Wir haben nun auf diese Berichtigung nur folgendes zu erwidern: I. Geht aus dem Wortlaut der betreffenden Stelle in.der Rede des Herrn Wolffsohn (vgl. Nr. 16/17 der „Welt", pag. 375, Zeile 9 u. f. v. o.) klar hervor, daß er mit den Worten „Von sieben Mitgliedern usw.6' die gesamte Opposition, nicht die russischen Mitglieder allein meinte. Daß seine Worte auch von der Zuhörerschaft so aufgefaßt wurden, beweist die bezügliche Stelle in dem Bericht des „Jewish Chronicle", die lautet: „Out of seven members they wanted five from their own party." Zu deutsch: „Von sieben Mitgliedern wollten sie fünf aus ihrer eigenen Partei haben." 2. Heißt es auf derselben oben zitierten Seite, 1. Spalte, Zeile 6—9 v. u. wörtlich: „Es ist merkwürdig, daß in den meisten Fällen nur solche Leute von praktischer Arbeit sprechen und dafür mit der größten Schärfe eintreten, die sich mit praktischer Arbeit weder bei uns noch privatim beschäftigen." Weder in diesem Satz noch in dem ihm vorangehenden oder nachfolgenden findet sich auch nur eine leise Erwähnung der russischen Mitglieder des großen A. C. Mit dieser Konstatierung ist die Gegenstandslosigkeit der Protesterklärung deutlich genug bewiesen. W7ir haben, wie schon erwähnt, dem Zentralkomitee der russischen Zionisten unsere Einwendungen gegen seine Erklärung brieflich zur Erwägung anheimgestellt. Von einer Weigerung unserseits, die Erklärung zu publizieren, kann keine Rede sein. Wir haben lediglich um Berücksichtigung unserer Feststellungen ersucht. Wir bedauern es daher, daß das Zentralkomitee die Erklärung in der letzten Nummer des „Haolam" mit dem Beifügen veröffentlicht, daß die „W7elt" die Aufnahme der Erklärung verweigert hat. Brief aus Konstantinopel (Von unserm Berichterstatter) Jüdische Einwanderung nach Anatolien Die Emigration der russischen Juden, deren Lage von Tag zu Tag furchtbarer und unhaltbarer wird, scheint den Versuch zu machen, sich ein neues Ausfalltor, nämlich nach der Türkei hin, zu öffnen. Nicht, weil sie von irgendwelcher maßgebenden Instanz im Judentum dahin gerufen oder geleitet worden wäre, sondern in eigenem spontanem, fast nicht mehr aufzuhaltendem Drange. Größere Massen scheinen entschlossen und auf dem Sprunge, zu fliehen um jeden Preis; und, entweder enttäuscht von dem Lose der Hunderttausend ihrer Brüder, die liber den Ozean gingen, oder in dem

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