Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 14 (1910)
- Issue
- 20 (20.5.1910)
- Date
- 1910-05-20
- Page
- – (sequence 64)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Kassa- und Bankguthaben in Berlin . . £ 323. 2. 4. . _ Kassa des Bureaus der Ölbaumspende . . £ 273.10. 1 Bankhaus A. H. Heymann & Co., Berlin . „ 49.12. 3 £ 323. 2. 4 Anglo Levantine BankingCo., Konstantinopel .........£ 1715.13.8 Bardepot. Anglo Palestine Co., Jaffa ... „ 15776.17.7. Dieser Posten besteht hauptsächlich aus einem Bardepot von M 75 000 (ca. £ 3700) und aus dem Kredit von Frs. 300 000 (£ 12 000) für Achusath Baith. Effekten: £ 44047.16.8. Die Vergrößerung des Effektenbestandes, verglichen mit dem Vorjahre, ist hauptsächlich der Erwerbung der £ 4500 Aktien der P. L. D. C. zuzuschreiben. Anglo Palestine Co., Jaffa, Konto Agrarkredit £ 4008.8.4. Von dem Kredit von Frs. 200 000 hat die A. P. C. bis jetzt nur für die Hälfte Verwendung gehabt. Palestine Land Development Co., London, £ 1510.8.8 Darlehen. Odessaer Komitee für die Fedsche Kolonie £ 841.16.10 Darlehen. Land- und Häuserbesitz in Palästina £ 14 138.5.6. Diverse Ländereien, Häuser der Bezalelschule und Aufwendungen seitens des J. N. F. für das Hebräische Gymnasium. Sammelbüchsen, Mobiliar usw., £ 260.7.2. Sammelbüchsen......£ 258.7.2 Mobiliar.........., 1.0.0 Karten von Palästina . . . . „ l.Q.Q £ 260.7.2 Sämtliche Büchsen, welche vor 1909 angeschafft worden sind, stehen pro memoria mit £ 1. zu Buch. Dagegen sind die in 1909 angeschafften Büchsen zu zwei Drittel des Anschaffungspreises in der Bilanz eingestellt worden. In 1910und 1911 soll ein weiteres Drittel von diesem Betrage abgeschrieben werden. Gleicherweise soll mit den künftigen Büchsenanschaffungen verfahren werden. Mobiliar £ 1. pro memoria aufgeführt. Sämtliche Anschaffungen sind abgeschrieben. Diverse Debitoren £ 1204.4.7. Diverse Sammelstellen, Korrespondenten usw. Passiva Diverse Kreditoren: £ 803.9.1. Diverse zionistische Bureaus (im Januar 1910 verrechnet). Spenden-Interimskonto £ 68.9.5. Spenden, deren genaue Verwendung wegen mangelhafter Information seitens der Spender zurzeit nicht feststeht, werden vorläufig auf diesem Konto verbucht. Stiftung der Frau Klur £ 1468.8.7. Frau Rebekka Isaakowna Klur aus Odessa hat dem J. N. F. Jt 30 000 gespendet und an diese Spende die Bedingung geknüpft, daß das Kapital gesondert in der Bilanz aufzuführen ist. Ausgaben Marken und Telegrammformulare £ 380.7.8. Anschaffungskosten der neuen Marken und kleine Kosten auf die bestehenden Telegrammformulare. Die Kosten der Marken und Telegrammformulare sind vollständig abgeschrieben. Broschüren und Flugschriften £ 215.12.31. Druckkosten der Broschüren und Flugschriften, welche der J. N. F. den Sammelstellen in hebräischer, jüdischer, deutscher, französischer, englischer und spaniolischer Sprache zur Verfügung stellt. A b Schreibung auf Sammelbüchsen £ 127.13.8. Ein Drittel des Wertes der in 1909 angeschafften Sammelbüchsen. Provision an die Landessammelstellen £ 1464.1.3. Propaganda- und Verwaltungskosten, Kosten der Verteilung und Leerung der Sammelbüchsen, des Ausweises in den Landesorganen usw. Reisespesen des Bureaus £ 94.16.11. Reisen nach Österreich, Ungarn, Rumänien, Kroatien, England, Berlin zur Einrichtung, Reorganisation oder Inspektion von Sammelstellen, Übernahme der Buchhaltung aus London usw. Revisionsgebühren £ 31.10.0. Remuneration der Auditors pro 1907 und 1908. Verwaltungskosten in London £ 237.10.0. Miete und Gehälter. — Diese Kosten haben sich seitdem infolge Überführung der Buchhaltung von Köln nach London sehr erheblich verringert. Verwaltungs- und Propagandakosten £ 1581.11.3. Kosten in Köln und Berlin an: Miete, Gehälter, Porti für Verwaltung und Propaganda, Drucksachen, allgemeine Bureauunkosten, Kongreßkosten, Notariats- und Gerichtskosten sowie spezielle Propagandakosten der Ölbaumspende. Ausgaben in Palästina £ 651.9.0. Vertretung in Palästina durch das Palästinaamt, Reisekosten und andere Ausgaben für Verwaltung und Ankauf usw. Abschreibungen auf Effekten £ 317.11.5. Hauptsächlich 1 °/o auf unsern Besitz an Konsols. „Zu dem Posten Ausweis- und Publizitätskosten möchte ich noch bemerken, daß derselbe die Ausgaben für Fünfvierteljahr enthält; zu dem Posten Provision an den Jewish Colonial Trust kann ich mitteilen, daß wir in diesem Jahre erheblich daran sparen werden. Wir haben nämlich dadurch, daß wir die Buchführung aus London nach hier übernommen haben, dem J. C. T. die Arbeit dermaßen vereinfacht, daß wir uns eine beträchtliche Reduktion des Provisionssatzes haben ausbedingen können. Ich möchte mir nunmehr gestatten, zu den vorliegenden Aufstellungen einige Bemerkungen allgemeiner Natur zu machen, und zwar in der Hauptsache zu der öfters erörterten Frage der Kosten unserer Institution. Ich habe diese Frage bei meinem Eintreten in die Verwaltung des J. N. F. mit großer Aufmerksamkeit studiert und glaube ihr vollkommen objektiv gegenüberzustehen, da ich ja ein bestimmtes Verwaltungsprinzip vorgefunden habe, für welches ich nicht verantwortlich wäre, wenn es verfehlt wäre, und für welches mir kein Lob zukäme, wenn es sich als das richtige herausstellen sollte. Ich glaube nun allerdings, daß das vom Direktorium befolgte Prinzip nicht verfehlt ist. Zwar ist der vollständige Beweis noch nicht geliefert: darüber wird man erst nach zwei oder drei Jahren urteilen können. Doch berechtigen die vorläufigen Resultate schon zu der von mir geäußerten Ansicht. Das Prinzip des Direktoriums mit Bezug auf die Kosten des J. N. F. ist, kurz gefaßt, folgendes: „Größte Sparsamkeit in den Verwaltungskosten, angemessene Freigebigkeit in den Propagandakosten." Ich bin leider nicht in der Lage, an Hand der vorliegenden Rechnungsaufstellung in jeder Hinsicht ziffernmäßig zu beweisen, daß das Direktorium diesen Grundsatz genau befolgt hat. Dadurch, daß die Buchhaltung bis November v. Js. in London geführt wurde, ist es mir unmöglich, Ihnen die genaue Zerlegung aller Kosten in Verwaltungs- und Propagandakosten, die uns vor allem Not tut, und die wir hier in Köln für das Jahr 1910 aufs strengste eingeführt haben, vorzulegen. Der Rechnungsabschluß pro 1910 wird in dieser Beziehung hoffentlich den weitgehendsten Anforderungen genügen. — Es ist bedauerlich, daß man im Vorjahre versäumt hat, den Rechnungsabschluß zu publizieren. Es sind dadurch ganz unnötigerweise übertriebene Gerüchte über die Höhe unserer Kosten entstanden. Wir, als Volksinstitut, haben, wie ich glaube, die Verpflichtung, die größtmögliche Öffentlichkeit in all unsern Gebarungen walten zu lassen und nur dort mit Einzelheiten zurückzuhalten, wo dies nach der Meinung des Direktoriums oder dessen sachverständiger Berater dem Zwecke selbst, wofür der J. N. F. geschaffen ist, schaden könnte. Daß wir z. B. unsere Bodenkaufangelegenheiten nicht vollständig in der Öffentlichkeit behandeln können, ist ja ganz klar. — Das Jahr 1907 zeigte einen sehr günstigen Unkostenprozentsatz, und zwar dadurch, daß im Laufe dieses Jahres der J. N. F. allerdings schon von der Kölner Verwaltung übernommen wurde, daß aber mit dem Ausbau seiner Organisation noch nicht angefangen war. Dieser Ausbau fällt zu einem guten Teil in das Jahr 1908 und hat ziemlich erhebliche Kosten mit sich gebracht. So wurden z. B. für ca. £ 800 Büchsen angeschafft. Dieser ganze Betrag wurde — meines Erachtens zu Unrecht — als Verlust abgeschrieben.