Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 14 (1910)
- Issue
- 18 (18.5.1910)
- Date
- 1910-05-18
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 18 DIE^ ELT 409 richten wir aber die dringende Bitte, sich an die zuständige Landessammelstelle zu wenden, damit festgestellt wird, aus welchem Grunde die Leerung unterblieben ist. Ein einfacher Vergleich der Erträgnisse der Büchsen in den verschiedenen Ländern ergibt den Nachweis, daß die Ergiebigkeit der Büchsensammlungin engstem Zusammenhang steht mit der Regelmäßigkeit der Leerungen und der Genauigkeit der Mitteilungen über die Büchsenverteilung an das Hauptbureau des Nationalfonds. Bei der Statistik ist zu beachten, daß in Rußland die Kontrolle lediglich durch die dortige Zentrale erfolgen kann. Bei den eigenartigen Verhältnissen dortselbst muß daher Rußland aus der Berechnung für die Statistik ausscheiden. Die andern Sammelstellen, welche in den Zahlenreihen lediglich mit Gedankenstrichen figurieren, bitten wir dringend, endlich nähere Angaben über die Personen zu machen, an welche die seitens des Hauptbureaus versandten Büchsen verteilt worden sind. W6nn man unter Ausschaltung der russischen Sammelstelle und der Länder, aus welchen uns Ausweise nicht mitgeteilt worden sind, bedenkt, daß nur ca. der vierte Teil sämtlicher verteilten Büchsen geleert worden ist, so muß das als ein sehr bedauerliches Resultat bezeichnet werden. Ein einfaches Rechenexempel beweist, daß, wenn die Leerungen der Büchsen mit dem nötigen Eifer seitens der Vertrauensmänner erfolgt wäre, der Ertrag der Sammlungen aus den Büchsen allein die vierfache Summe ergeben hätte. Wir hoffen und erwarten, daß alle unsere Mitarbeiter, durchdrungen von der Wichtigkeit dieses Gegenstandes, sich ihrer Ehrenpflicht voll bewußt sind und danach handeln werden, damit der Nationalfonds aus diesem Sammelmittel zum Besten seiner Ziele den vollen Nutzen zu ziehen vermag. Statistik der Sammelbüchsen des Jüdischen Nationalfonds Gesamtzahl der den Sammelstellen gesandten Büchsen Für den Kartothekbestand Für die Kontrolle der Leerungen wurde der; Büchseninhaber ermittelt bei i ergibt v dies (von der Gesamtzahl) Sammelstelle seit 1. Juli 1909bis31. März 1910 wurden als geleert ermittelt i ergibt dies(von der Gesamtzahl) 310 399 164! 97 22 31% 13% Ägypten . . Argentinien . Australien . 65 21% 400 40 487 120 30% Belgien Brasilien . . Bulgarien . 98 25% 500 3 985 3 400 8 3 236 1 004 2% 81% 30% Canada . . Deutschland England . . 8! 974! 586 : 2% 24% 17% 210 569 200 111 549 20 53% 96°|o 10°/o Frankreich . Holland . . Italien . . . 75 294 36ü/o 52% 13 776 150 13 500 5 720 _ 6 730 42°/o 50% Nordamerika Ostasien . . Österreich . 606 4 605 4% 34°/o 4 150 500 1 995 3 535 , 136 410 85% 27% 21% Ungarn . . Kroatien . . Rumänien . 604 54 15% 11% 7 400 106 100 — — Rußland . . Schweiz . . Serbien . . — _ 50 1 150 385 394 161 34% 42% Skandinavien Südafrika Türkei . . . 178 79 _ 15% 20% 53 426 22 253 i i! 42% 8 226 15% Eine Spende von io ooo Francs für den Jüdischen Nationalfonds Wir sind heute in der angenehmen Lage, einen Betrag von 10 000 Frs. als erste Zahlung aus einer größern Zuwendung an den Jüdischen Nationalfonds auszuweisen. (Siehe den Spendenausweis der vorliegenden Nummer.) Es handelt sich hierbei nicht um eine eigentliche Schenkung, sondern um den Abschluß eines Leibrentenvertrages zugunsten des Jüdischen Nationalfonds, der dem Stifter die lebenslängliche Nutznießung seines Vermögens sichert. Es ist dies ein Beispiel für diejenigen, welche, die Absicht haben, dem Jüdischen Nationalfonds ein größeres Vermögen zuzuwenden und doch für die Dauer ihres Lebens versorgt sein wollen. Wir geben der Erwartung Ausdruck, daß unsere Mitarbeiter keine Gelegenheit vorübergehen lassen, um in edler Nacheiferung dem Jüdischen Nationalfonds durch Spenden dieser Art noch viel größere Summen zuzuführen. Dem hochherzigen Gönner des Jüdischen Nationalfonds, Herrn B. K., sei an dieser Stelle, der herzlichste Dank der Nationalfondsverwaltung ausgesprochen. Zur Technik der Sammlungen Ein Vorschlag Je mehr sich die Sammelzwecke häufen, desto mehr sehen wir ein, daß die Sammeltechnik eine schwere Kunst ist. Ich will das Problem hier nicht in seiner Breite aufrollen, sondern nur die eine Anregung, welche schon wiederholt gegeben wurde, wieder aufnehmen, daß in gewissen Fällen zur Konskription geschritten werden soll. Der Fall der Siedlungsgenossenschaft, für die ein einmaliger freier Betrag aufgebracht werden muß, eignet sich für die Erprobung dieses Systems vorzüglich. Es sind 40000 Frs. schon gezeichnet und werden sukzessive eingehen. Dazu rechne ich noch 10000 Frs. für freiwillige größere Spenden, von denen ja schon einige erflossen sind, so daß die Organisation noch 50000 Frs. aufzubringen hat. Ich schlage nun vor, diese Summe nach Art der Steuerauf-