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Die Welt · 1910-01-28 · 4 (28.1.1910) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
14 (1910)
Issue
4 (28.1.1910)
Date
1910-01-28
Page
– (sequence 1)
Language
German
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DIE KÖLN AM RHEIN, KAROLINGERRING 31 ELT ERSCHEINT JEDEN FREITAG ZENTRALORGAN DER ZIONISTISCHEN BEWEGUNG XIV. JAHRQ. KÖLN, 28. Januar 1910 PTir6 Nd'Wk Dlttf rn No. 4 Aufruf! Der IX. Zionistenkongreß in Hamburg bat einstimmig die Bildung eines Qenossenschaftsfonds zum Zwecke der Begründung von landwirtschaftlichen Produktivgenossenschaften in Palästina beschlossen. Die anwesenden Delegierten haben in schöner Opferfreudigkeit sofort zirka 40000 Frcs. gezeichnet. Der Grundstock ist damit gelegt. Aber noch fehlt viel, um das Werk zu vollenden. Wir wenden uns an das jüdische Volk mit der dringenden Bitte, den beschlossenen Fonds durch möglichst große und möglichst schleunige Spenden auf die erforderliche Mindesthöhe von 100000 Frcs. zu bringen. Nicht eher dürfen und werden wir beginnen, als bis das uns zur Verfügung stehende Kapital groß genug ist, um einen Mißerfolg infolge mangelnder Mittel zu verhüten. Jeder verlorene Tag vermehrt die Schwierigkeiten, weil die Landpreise in Palästina immer höher steigen; jeder Tag führt viele unserer Volksgenossen über See, wo sie der Sache des jüdischen Volkes leicht ganz verloren gehen. Die Schaffung einer tragfähigen Kreditbasis für die Massenansiedlung freier jüdischer Bauern in Palästina, das ist die Absicht des Werkes. Es zielt über die Kleinkolonisation auf die Großkolonisation, und nicht nur für Bauern. Denn wer Bauern schafft, schafft auch Städte, in denen andere Zehntausende, hoffentlich Hunderttausende, als freie stolze Bürger leben können. Weil wir aber eine Kreditbasis schaffen wollen, erbitten wir keine Almosen, sondern Beiträge, die verzinst und allmählich getilgt werden sollen. Jeder, der uns einen Beitrag von mindestens Jl 80 gewährt, erhält zunächst einen Interimsschein, der sobald wie möglich in den Anteil einer ordnungsmäßig errichteten Kapitalgesellschaft umgetauscht werden wird, deren Form und Sitz zur Beratung steht. Die kleinern Beträge unter Jl 80 aber sollen von der Genossenschaft dem Nationalfonds verzinst und allmählich zurückgezahlt werden. Eine gemeinnützige Kapitalanlage also, das ist es, was wir erbitten und im Namen der Gemeinschaft unseres Volkes fordern. Beiträge und Beteiligungen nehmen alle Landessammelstellen des Jüdischen Nationalfonds und das Hauptbureau in Köln, Karolingerring 31 (z. H. des Herrn Dr. M. J. Bodenheimer) entgegen. Im Namen des Komitees des Jüdischen Genossenschaftsfonds: Dr. M. J. Bodenheimer, Köln J. Kremenezky, Wien Dr. A. Hantke, Berlin Dr. Franz Oppenheimer, Berlin J. H. Kann, Haag Dr. Max Rosenfeld, Lemberg S. Kaplansky-Kaplan, Wien Dr. E. W. Tschlenow, Moskau Dr. N. Katzenelsohn, Libau Prof. Dr. O. Warburg, Berlin L. J. Kessler, London D. Wolffsohn, Köln. Verzeichnis der für die Siedlungsgenossenschaft Moritz S. Wölfl', Hamburg.......J6 800.— eingegangenen Beträge Ludwig Mathiasohn und Frau, Hamburg . Jt 500.— ■ c? / v . Julius Simon, Mannheim........Fr. 500.— brster Ausweis J# H Kann> Haag _ .......Fr> 5Q0 Johann Kremenezky, Wien.......Kr. 5000.— Bertrand Hamburg, Berlin.......Ji 400.— A. Simons, Mz., Haag .......... Fr. 1020.— Elisabeth Perutz, Teplitz-Schönau .... Kr. 300.— David Wolffsohn* Köln.........Fr. 1000.— Heinrich Bard, Lemberg........Kr. 300.— 2

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