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Die Welt · 1910-01-14 · 2 (14.1.1910) · page 1

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Journal
Die Welt
Volume
14 (1910)
Issue
2 (14.1.1910)
Date
1910-01-14
Page
– (sequence 1)
Language
German
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ZENTRALORGAN DER ZIONISTISCHEN BEWEGUNG XIV. JAHRG. KÖLN, 14. Januar 1910;:nir6 XD "nn'N DDE' 'S No. 2. Unsere geehrten Abonnenten, deren Bezugszeit am 31. Dezember 1909 abgelaufen war, ersuchen wir um gefl. rechtzeitige Erneuerung des Abonnements, damit in der regelmäßigen Zustellung der Blätter keine Unterbrechung eintritt. Posterlagscheine an unsere Abonnenten in Österreich-Ungarn, sowie Zahlkarten an die Abonnenten in Deutschland haben wir diesmal direkt per Post eingeschickt und ersuchen, dieselben zur kostenlosen Überweisung der Abonnementsbeträge zu benutzen. Aus allen übrigen Ländern empfiehlt es sich, Beträge per Postanweisung einzuschicken. Den Abonnenten in Deutschland, die unser Blatt durch Postüberweisung zugestellt erhalten, bringen wir zur Kenntnis, daß die Anmeldung von uns aus bei der hiesigen Postzeitungsstelle rechtzeitig und ordnungsgemäß erfolgt ist. Bei etwaigen Unregelmäßigkeiten in der Zusendung der Blätter wolle man ausschließlich beim Postamte seines Wohnortes (Bezirkes, Amtes usw.) reklamieren. Bestellungen auf Einbanddecken für den Jahrgang 1909 der „Welt" bitten wir schnellstens aufzugeben, weil nur eine beschränkte Anzahl Decken angefertigt wird. Preis J6 2.—, Porto für Österreich und Deutschland 30 Pf., für alle andern Länder 60 Pf. Die Expedition PRESS-STIMMEN \ Um unsern Lesern ein möglichst genaues Bild der Aufnahme zu geben, die der IX. Kongreß in der jüdischen Presse gefunden hat, bringen wir im Anschluß an die in der vorigen Nummer enthaltene Zusammenstellung nachstehend einen weitern Auszug der Preßstimmen zum IX. Zionistenkongreß. In der „Jüdischen Rundschau", Berlin, schreibt Richard Lichtheim folgendermaßen: „In den Verhandlungen des Kongresses aber fehlten diesmal die großen Programmreden für die Galerie. Selbst die Rede Nordaus, der sonst die Verhandlungen mit einer Darstellung der leitenden Gesichtspunkte des Zionismus zu eröffnen pflegte, war diesmal „aktuell", denn sie behandelte die türkische Revolution. Dieses Ereignis nahm auch in der Eröffnungsrede des Präsidenten Wolffsohn, einen breiten Raum ein, und wenn Max Nordau die übertriebenen Äußerungen einiger Gesinnungsgenossen zurückwies, von denen man kaum noch weiß, ob sie zur zionistischen Partei oder zum jungtürkischen Komitee gehören, so stellte der Präsident des A. C. mit Nachdruck fest, daß unsere Politik nach wie vor darauf geachtet ist, durch planmäßige Ansiedlung jüdischer Massen in Palästina ein Kulturwerk zu schaffen, das den Interessen des jüdischen Volkes wie des osmanischen Reiches dienen soll. In dieser entschiedenen Betonung unseres politischen Programms. UM IX. KONGRESS welches ein Programm der Kultur und der nationalen Wohlfahrt aller beteiligten Völker ist, sehen wir ein wichtiges Ergebnis des Kongresses. Wer in das Getriebe unserer Organisation Einblick getan hat, mußte gerade auf diesem Kongreß der geschäftlichen Tüchtigkeit und glänzenden Verwaltungskunst unserer leitenden Männer volle Anerkennung zollen. Die Kritik, die an der Leitung geübt wurde, ließ keinen Zweifel, daß zwar gewisse Gegensätze in der Auffassung der zionistischen Bankpolitik bestehen, und daß eine lebhaftere Beteiligung unserer Institute an den Arbeiten in Palästina von mancher Seite gewünscht wird, daß aber in allen unseren Betrieben musterhafte Ordnung herrscht und die geschäftlichen Ergebnisse voll befriedigen müssen. . Wenn der IX. Zionistenkongreß noch nicht ganz zum Arbeitskongreß wurde, wenn bedeutsame Angelegenheiten nicht mit der nötigen Ausführlichkeit behandelt wurden, so lag dies an der mangelnden Vorbereitung, mit der unsere Delegierten dieser Frage gegenübertraten. Die russische und ein großer Teil der österreichischen Landsmannschaft wünschte die Verlegung des Zentralbureaus nach Berlin und eine Erweiterung des E. A. C. Der Majorität schien es jedoch vor allem wichtig, daß Herr Wolffsohn die Führung in der Hand behalte, und so entspann sich ein tagelanger Meinungskampf, in dem es nicht gelang, einen befriedigenden Ausweg zu finden. Die Lösung wäre vielleicht weniger schwierig gewesen, wenn die

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