Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 13 (1909)
- Issue
- 51 (17.12.1909)
- Date
- 1909-12-17
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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DIE KÖLN AM RHEIN, KAROLINGERRING 31 ELT ERSCHEINT JEDEN FREITAG ZENTRALORGAN DER ZIONISTISCHEN BEWEGUNG XIII. JAHRO. KÖLN, 17. Dezember 1909 n-nrr^ ND OP N rüü "n (Mo. 51. i An unsere Leser! Die nächste Nummer der „ Welt66 erscheint als erste Nummer der Kongreß-Ausgabe. Wir ersuchen nochmals dringend sämtliche Organisationen, Vertrauensmänner und Gesinnungsgenossen, die gesammelten Abonnements für die Kongreß-Ausgabe uns Unverzüglich aufzugeben, damit keine unliebsamen Verzögerungen in der Zustellung der Blätter eintreten. — Der DrucJe und die Versendung der Kongreß-Ausgabe wird von Köln aus erfolgen. Es ist Pflicht eines jeden Zionisten, sich durch die Kongreß-Ausgabe genauest über die Kongreßverhandlungen zu orientieren. Gesinnungsgenossen! Benutzet die wenigen Tage für eine*rege Propaganda! Jeder neueintretende Abonnent der regelmäßigen Ausgabe der „ WeW erhält selbstverständlich auch die Kongreß-Ausgabe zugestellt. Briefmarken aller Länder nehmen wir im Zählung. T>ie Bezugspreise sind für Großbritannien..... sh. 212 Holland.............Hfl. 1.20 Verein. Staaten......Doll.0.50 alle übrigen Staaten.........Frs. 2.50 Expedition „Die Welt" Deutschland ........Mk. 1.70 Österreich-Ungarn . . Kr. 2.— Bußland............Bbl. 1.— DIE ZIONISTISCHEN KONGRESSE IM LICHTE DER KULTUR ii. Es ist ein Zeichen des wahren Fortschritts, wenn eine Gesamtheit solch höheren Daseinsformen zustrebt, — aus sich heraus, konform dem eignen Wesen und den eignen Überlieferungen. Das ist eben unsere Richtung, und deshalb dürfen wir darauf Anspruch erheben, als fortschrittlich und modern zu gelten. Wir nehmen nicht nur aus der Vergangenheit das Ideal der jüdischen Nation. Wir nehmen seine Bedingungen aus dem heutigen Judenvolk. Wir wollen wir bleiben. Wir sind keine Findelkinder, die man adoptieren kann. Auch sind wir gar nicht übermütig; denn wir kennen die Schwächen. Mit Demut und Scharfsinn, mit Herz und Vernunft lesen wir diejenigen Keime des heutigen Judentums auf, die ein Wachstum ankündigen, ein Wachstum des heutigen Judentums über sich selbst. Wir sind die stürmischen Jasager des Willens zum Volksleben. Was des Wachstums fähig ist am heutigen Judentum, was aussieht wie ein Keim, eine erste Blüte, oder was bloß die sichere Fruchtbarkeit einer Ackerscholle hat, das stellen wir gleichsam hinter das Treibhaus unserer Seele, züchten es sorgsam, damit unsere Hoffnungen nicht getäuscht werden. Nur zu oft streute der allzu verschwenderische nationale Qenius unseres 4 $ y .•;.}?!