Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 13 (1909)
- Issue
- 48 (26.11.1909)
- Date
- 1909-11-26
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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Nadwörna: Dr. Alex. Rittermann, Stanislau Dr. Jakob Laufer, Stanislau Stryj-Kalusz : Dr. Dawid Spindel, Lemberg Dr. Rubin Jonas, Stanislau Przemysl-Zy dacrow : Dr. Michael Ringel, Lemberg Dr. Ignatz Reiß, Lemberg T a r n o w : Dr. Abraham Salz, Tarnow Edward Schwager, Tarnow Neusandec usw.: Dr. Leon Silbermann, Neusandec Dr. Henry Syrop, Neusandec Misrachi Antwerpen : Dr. J. Mirkin, Antwerpen A. H. Trobuschicht, Antwerpen Ruben Gehn, Antwerpen B. Rabinowitz, Antwerpen Jerusalem : Hermann Struck, Berlin Dr. L. Frank, Altona Südafrika Cape-Pen insula: M. L. Genussow, Kapstadt Moritz, S. Wolff, Hamburg Nathan Lazarus, London Rechtsanwalt David, Hamburg J. Estermann, Hamburg Moritz Goldschrnidt, Hamburg Dr. Richard Huldschiner, Hamburg Dr. Victor, Wandsbeck East Rand Distrikt: Dr. Ludwig Pinkus, Berlin Leonh. Bier-Weill, Köln S. Hepner, Charlottenburg Kimberley usw.: J. H. Wagner, Berlin Salonion Linz, Köln Dr. Hans G. Heymann, Berlin Max Wollsteiner* Berlin Winburg usw.: J. van Cleef, Köln Dr. Ornstein, Groningen Pretoria usw.: Joh. Kremenetzky, Wien S. Seligman, Amsterdam. West Rand Distrikt: Bertrand Hamburg, Charlottenburg A. Simons, Haag Max^ Schatz, Bonn Potchefstroom usw. M. Goldreich, Köln ' J. Hertzberger, Proningen Australien Sydney: M. M. Vecht, Antwerpen Dr. A. Goldberg, Berlin Deutschland Berlin. Am 20. November fand hier zwecks der Wahlen zum Kongreß eine zahlreich besuchte Mitgliederversammlung der hiesigen Misrachigruppe statt. Einleitend referierte Herr Dr. Rudolf Leszynsky über die Tätigkeit des Misrachi seit dem VIII. Kongreß. Vor allem erörtete er eingehend die Gründung der Hebräischen Mittelschule in Jaffa. Der Misrachi hat die Tachkemonischule in Jaffa reorganisiert, und zwei Herren, Oberlehrer Dr. Schlesinger und Dr. Engel, nach Jaffa entsandt. Die Schule ist in Organisation und Lehrplan völlig umgestaltet worden und hat einen sichtlichen Aufschwung genommen. Die Schülerzahl hat um 60 Prozent zugenommen. Von der übrigen Tätigkeit seien noch die Verhandlungen mit dem Direktorium des N. F. und des A. C. betreffs der Subventionierung des Hebräischen Gymnasiums erwähnt. Die aktienmäßige Darstellung dieser Korrespondenz ist seinerzeit in der Budapester Jüdischen Rundschau erschienen. Herr Struck gab noch einige Ergänzungen in bezug der Reorganisation des Misrachi, die in einer Konferenz unmittelbar vor dem Kongreß erfolgen soll. Ferner in bezug auf die Schekelsammlungen, die bisher 4500 Schekel ergaben. ' In der darauf folgenden, äußerst angeregten Diskussion, in der über die Grundfragen des Misrachi gesprochen, wurde der Wunsch nach einer größern Agitationstätigkeit laut. Wie von leitender Stelle versichert wurde, soll auch die neugeschaffene Organisation nach dem Kongreß die Agitationstätigkeit in die Hand nehmen. Die vorgenommenen Wahlen, — man wählte mit mehrern andern Misrachigruppen, Hamburg, Leipzig, Breslau usw. gemeinsam, — ergab die Wahl des Herrn Hermann Struck als Delegierten, und des Herrn Joseph J. Hackenbroch, Frankfurt a. Main, und Hugo Rotschild, Lübeck, als Ersatzdelegierten. Die Versammlung ließ erkennen, daß in Berlin von einer erhöhten misrachistischen Tätigkeit viel zu hoffen ist. Holland Zehnter Delegiertentag des Niederländischen Zionistenbundes Über den zehnten Delegiertentag des Niederländischen Zionistenbundes geht uns noch ein ausführlicherer Bericht zu, dem wir nachträglich noch das Folgende entnehmen: Der Vorsitzende Herr tDr. Franzie Berenstein, gab in seiner Eröffnungsrede eine Übersicht über den Stand und die Aussichten der Bewegung. Er erwähnte die Ergebnisse der letzten A. C. Sitzung und drückte die Hoffnung aus, das die niederländischen Juden an den bevorstehenden großen Arbeiten des Zionismus tätigen Anteil nehmen möchten. Die Aufgabe des Niederländischen Zionistenbundes sei eine doppelte: Verbreitung und Vertiefung. Verbreitung nach außen durch Propaganda, Vertiefung in uns selbst durch Stärkung des zionistischen Bewußtseins. Die Rede des Vorsitzenden fand großen Beifall. Es kamen sodann die Resolutionen zur Erledigung, über die wir bereits in unserer vorigen Nummer berichtet haben. Außerdem wurde der Versammlung durch die Delegierten der Ortsgruppe Haag eine Resolution unterbreitet, wonach der Delegiertentag sich dafür aussprechen sollte, daß die Verwaltung des Jewish Colonial Trust die nötigen Schritte tue, um den Handel in Aktien des I. C. T. zu regeln. Diese Resolution wurde nach einer kurzen Debatte abgelehnt. Zur Verhandlung kam sodann ein Angriff, den zwei Mitglieder des Bundes, die Herren G. C. Polak und A. B. Kleerekoper, gegen Herrn J. H. Kann gerichtet hatten. Dieser Angriff ging dahin: Die Firma Lissa & Kann, Haag, deren Mitinhaber Herr Kann ist, habe in einer Effektenauktion 70 Aktien des Jewish Colonial Trust zum Kurse von 29 oder 30 °/.. gekauft. Die Firma betreibe angeblich derartige Ankäufe systemattsch, um den Kurs der Aktien zu drücken und auf diese Weise einen hohen Zinsgewinn aus dem Gelde zu erzielen, „das die russischen Proletarier mit Groschen und Pfennigen zusammengebracht hätten." Der Vorstand hielt die Tatsache eines solchen Angriffs gegenüber Herrn Kann für ernst genug, um eine Sitzung einzuberufen, zu der auch die Herren Polak und Kleerekoper geladen waren. Die Herren weigerten sich aber zu erscheinen. In dieser Sitzung gab Herr Kann eine ausführliche Darlegung des Sachverhaltes und erklärte u. A., daß seine Firma sich überhaupt mit dem Ankaufe von I. C. T. Aktien nicht befasse. Wenn aber, wie im vorliegenden Falle ausnahmsweise ein solcher Ankauf stattfinde, so geschehe es natürlich nicht in der Absicht, diese Aktien weiter zu verkaufen, die Aktien blieben vielmehr im Besitze der Firma. Wenn bei der Firma Aktien der Jüdischen Kolonialbank bestellt würden, so beziehe diese regelmäßig diese Stücke direkt von der Kolonialbank in London. Der Vorstand war von dieser Erklärung vollauf befriedigt, und sprach Herrn Kann sein absolutes Vertrauen aus. Um aber auch von vornherein jedem Einwand, daß der Vorstand für eine solche Angelegenheit nicht sachverständig sei, zu begegnen, schlug er vor, daß die Angelegenheit außerdem noch von einer Kommission von Sachverständigen geprüft werden solle, zu der die Herren Kann einerseits und Kleerekoper,Polak anderseits Vertreter nennen sollten. Die beiden letztern lehnten aber auch dieses ab. Daraufhin veröffentlichte der Bundesvorstand, um der Öffentlichkeit ein Bild von der ganzen Sachlage zu geben, die gesamte in dieser Sache geführte Korrespondenz nebst dem Protokoll der Vorstandssitzung und einer ausführlichen Darlegung der ganzen Angelegenheit im „Joodsche Wächter" vom I.Oktober. Außerdem beschloß er, die Sache dem Delegiertentag zu unterbreiten. Demgemäß wurde dem Delegiertentag, dem also das gesamte Material vorlag, vom Vorstand eine Resolution unterbreitet, in der Herrn Kann volles Vertrauen ausgesprochen wurde. Auch zu diesem Delegiertentag waren die Herren Kleerekoper und Polak nicht erschienen. Die Angelegenheit wurde von der Versammlung, zu der über 100 Delegierte erschienen waren, sehr eingehend behandelt. Von allen Rednern wurde das Verhalten der Herren Polak und Kleerekoper scharf verurteilt. Schließlich wurde die Vertrauensresolution für Herrn Kann einstimmig angenommen. Von einer Resolution, die