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Die Welt · 1909-11-19 · 47 (19.11.1909) · page 21

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
13 (1909)
Issue
47 (19.11.1909)
Date
1909-11-19
Page
– (sequence 21)
Language
German
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No. ,47 DIE^ELT 1045 JU€DISCH6R MATIQHAL-FOHESXj[ Der Jüdische Nationalfonds ist dazu bestimmt, in Palästina Grund und Boden als unveräußerliches Eigentum des jüdischen Volkes m erwerben. Vom V. Zionistenkongreß im Jahre 1901 gestiftet, hat er bereits die Höhe von nahezu 2 Millionen Mark erreicht. MITTEILUNGEN DES HAUPTBUREAUS DES JÜDISCHEN NATIONALFONDS IN KÖLN Zur gefälligen Beachtung! Wir richten hierdurch an die. Gesinnungsgenossen in allen Ländern die höfliche Bitte, sich zur Begrüßung des bevorstehenden IX. Zionistenkongresses ausschließlich der Telegrammblankette des Jüdischen Nationalfonds zu bedienen. Wenn es im allgemeinen selbstverständliche Pflicht aller Zionisten ist, die unnützen Portokosten der üblichen Glückwunsch- und Begrüßungsdepeschen einem höheren Zweck zuzuführen, indem man bei derartigen Gelegenheiten die Telegrammformulare des Nationalfonds benutzt, so gilt dies in noch weit höherm Maße von der Begrüßung zionistischer Versammlungen und zumal unseres Kongresses. Man lese einmal im Anhang zu den Protokollen der Zionistenkongresse die Liste der Begrüßungstelegramme nach, und man wird leicht ermessen können, welche erheblichen Beträge dem Nationalfonds dadurch entgangen sind, daß die Begrüßung der Kongresse in den meisten Fällen nicht im Wege der Telegrammformulare des N.-F. erfolgt ist. Mögen die Gesinnungsgenossen wenigstens in Zukunft und bei solchen Anlässen ihrer Pflichten gegen unsern Nationalschatz eingedenk sein! Man sende also zur Begrüßung des Kongresses einige Tage vor dessen Eröffnung ein Telegrammformular des J. N.-F. ab und frankiere dasselbe wie einen gewöhnlichen Brief. Die gesinnungsgenössischen Zeitungen in allen Ländern bitten wir um freundlichen Nachdruck dieser Notiz. Das Auskunftswesen im Dienste des Jüdischen Nationalfonds Wir erhalten folgende zwei Zuschriften: I. Brody, 16. November 1909 Mit Bezug auf die Notiz in Nr. 46 der „Welt" erklären wir uns gerne bereit, geschäftliche sowie private Auskünfte gegen 40 Heller bzw. Kr. 2«-- in Nationalfondsmarken zu erteilen. — Um Mißbräuche zu verhüten, wäre es wünschenswert, daß der Anfragende die N. F.-Marken nicht beilege, sondern aufklebe und durch Aufdruck eines Geschäftsstempels für weitere Verwendung unbrauchbar mache. Wir empfehlen ferner, daß die Namen derjenigen Firmen und Einzelpersonen, welche sich zur Erteilung von Auskünften bereiterklären, von Zeit zu Zeit, nach Ländern geordnet, in der „Welt" veröffentlicht werden sollen, wodurch ein regelrechter Auskunftsdienst organisiert und dem Nationalfonds bedeutende Beträge zugeführt werden könnten. Mit Zionsgruß und vorzüglicher Hochachtung Gebrüder Tartakower Export von Terpentinöl, Holzteer und russischen Mineralölen, Tee- und Kolonialwarenlager. IL Lemberg, 16. Novomber 1909 Brajergasse 7 Mit Bezug auf den in Nr. 46 der „Welt" seitens des Herrn Samuel Bettelheim, Preßburg, gestellten Antrag erklären wir uns hiermit bereit, allen Gesinnungsgenossen ausführliche geschäftliche Auskünfte über Kaufleute der Eisen- und Metallwarenbranche sowie Eisen- und Maschinenfabrikanten gegen Einsendung von Nationalfondsmarken im Werte von 50 Heller und einer Antwortpostmarke zu erteilen. Wir sind der Ansicht, daß bei einiger Propaganda es Ihnen gelingen kann, auf diese Weise gewissermaßen eine Weltauskunftei zugunsten des Nationalfonds zu kreieren, welche dem Nationalfonds sehr bedeutende Summen zuführen wird. Es wäre auch ratsam, in der „Welt" eine ständige Rubrik einzuführen, in der die Adressen der Auskunftgeber verzeichnet sein sollen. Wir halten es fetner für wünschenswert, daß sich in großem Städten mehrere Gesinnungsgenossen zur Auskunftserteilung bereit erklären, und zwar einer von jeder Branche, weil ja jedem Kaufmann die Kunden seiner Branche meist genau in deren Kreditfähigkeit bekannt sind. Mit Zionsgruß hochachtungsvoll J. L. Lipschütz und Sohn. Indem wir den Gg. Tartakower und Lipschütz für ihre Bereitwilligkeit, zum Besten des Jüdischen Nationalfonds Auskünfte geschäftlicher und privater Natur zu erteilen, bestens Dank sagen, ersuchen wir wiederholt die Landessammelstellen des Jüdischen Nationalfonds, diese Aktion, die uns recht aussichtsreich und erfolgverheißend zu sein scheint, systematisch in Angriff zu nehmen, und bitten die Gesinnungsgenossen, die geneigt sind, sich der geplanten Aktion anzuschließen, ihre Bereitwilligkeitserklärung an die zuständige Landessammelstelle zu richten. Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Osterreich: (Adresse: Wien IX, Türkenstraße 9. — Publikationsorgan: „Jüdische Zeitung", Wien.) Vom 1.—8. d. M. eingegangen und in Nr. 46 der „Jüdischen Zeitung" detailliert ausgewiesen: AllgemeineSpenden..............Kr. 720.07. Selbstbesteuerung...............„ 243.82 Sammelbogen..................„ 449.05 Sammelbüchsen.................„ 779.70 Summe Kr. 2192.64 Ji 1863.75

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