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Die Welt · 1909-10-22 · 43 (22.10.1909) · page 1

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Journal
Die Welt
Volume
13 (1909)
Issue
43 (22.10.1909)
Date
1909-10-22
Page
– (sequence 1)
Language
German
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DIE KÖLN AM RHEIN, KAROLINGERRING 31 EL L^TT ERSCHEINT JEDEN FREITAG ZENTRALORGAN DER ZIONISTISCHEN BEWEGUNG XIII. JAHRO. KÖLN, 22. Oktober 1909 jmirfc ND"nrV-N ]Wn "l No. 43. BERICHT ÜBER DIE SITZUNG DES GROSSEN AKTIONS¬ KOMITEES IN KÖLN (Schluß) MittwöGh-Abendsitfcuflg* , Präsident Woiffsohn eröffnet dies Sitzung um halb 10 Uhr abends urid schlagt vor, zunächst über die Tagesordnung des Kongresses zu diskutieren: ßr verliest folgende, vom E. Ä. C. entworfene Tagesordnung: Sonntag: Eröffnungssitzung. Rede Dr. Nordaus, Berichte des A.C., Zentralbureaus und Palästinaressorts. Montag: Generaldebatte. Dienstag: Abänderung des Organisationsstatuts und der Geschäftsordnung. Mittwoch: Berichte des Nationalfonds, der Ölbaumspende und der Banken. Donnerstag: Referat über die kulturelle Lage der türkischen ■JüuCH. Referat über die landwirtschaftlichen Möglichkeiten Palästinas. ... Freitag: Wahlen, Anträge. Dr. Hantke bittet, die Tagesordnung möglichst abzukürzen. Die Dauer des KorigresS.es, die mit sechs Tagen festgesetzt ist, hält er für zu lang und glaubt nicht, daß das Interesse durch die große Tagesordnung festgehalten werden, katlri, Nach seiner Ansicht müßte der Kongreß, wenn er Sonntag beginnt, atti Mittwochabend schließen» Was die Tagesordnung gelbst betrifft, ist er dafür,- daß die Debatte über eine Änderung des Organisations§tatufs wegfallen soll. Dagegen möge ein längerer Bericht über die Bank eingeschaltet tygrdeü, um die diesmal ausfallende Generalversammlung zu ersetzen. Präsident Wolffsohn spricht sich gegen die Abkürzung der Kongreßdauer aus. Der Haager Kongreß habe 8 Tage gedauert, jährend wir diesmal nur 6 Tage festgesetzt haben, wobei keine Nachtsitzungeh stattfinden sollen. Er teilt mit, daß beäbsichtigt ist, einen sehr umfassenden Jahresbericht zu erstatten, der die Tätigkeit aller Institutionen der zionistischen Organisation gebührend beleuchten soll. Dieser Bericht soll den Delegierten gedruckt vorgelegt werden. Auch die Referate werden den Delegierten gedruckt vorliegen. Sokolow tritt warm dafür ein, daß der Kongreß sich mit der Frage der nationalen Kultur befasse. Ein Referat über die kulturelle Lage der türkischen Juden könnte einer der Hauptpunkte des Kongresses werden. Auch die Einwanderung nach dem Orient sollte auf die Tagesordnung gesetzt werden. Böhm schlägt vor, daß die Wahlen für das A.C. vom Kongreß bereits am zweiten Verhandlungstag vorgenommen werden sollen. Dr. Hantke ersucht das E. A. C, in Erwägung zu ziehen, ob es nicht zweckmäßiger wäre, die vorgeschlagenen Referate zu beschränken. Er spricht sich gegen den Vorschlag Böhm aus. Der Permanenzausschuß muß Zeit haben, die Wahlen vorzubereiten. Bis jetzt ist es noch nie möglich gewesen, daß der Ausschuß früher als am letzten Tage fertig wurde. Mit der vorherigen Drucklegung der Referate und ihrer Überreichung an die Delegierten ist Redner einverstanden, ebenso mit 4er Herausgabe eines gedruckten, umfassenden Jahresberichts. Jedoch müssen ungeachtet des gedruckten Jahresberichts kurze, mündliche Referate des E. A. C, des Palästinaamtes und der andern wichtigen Institutionen auf dem Kongreß erstattet werden. Dagegen sollen die gedruckten Referate nicht vorgelesen werden. Dr. Grone mann macht darauf aufmerksam, daß ein Beschluß des V. Kongresses vorliege, nach welchem es nicht zulässig ist, gedruckte Referate zü verteilen. Der Antrag Böhm scheine ih n unmöglich auszuführen. Dfe Wahlen des Kongresses müssen am Schluß vorgenommen werden, weil sie gewissermaßen ein Urteil des Kongresses bilden. Trietsch ist der Ansicht, daß man trotz des Beschlusses des V. Kongresses gedruckte Berichte verteilen soll. Präsident Wolffsohn wiederholt nochmals, daß er es nicht für gut hält, die Zeitdauer des Kongresses zu kürzen. Wir werden jedenfalls versuchen, bis Donnerstag fertig zu werden. Es muß aber die Möglichkeit geboten sein, den Kongreß um einen Tag zu veriängerrl Das A. C. wird sich aber danach einrichten, in fünf Tagen fertig zu werden. Es wird ein Antrag angenommen, die Dauer des Kongresses auf fünf Tage festzusetzen. Dr. Gronemann: Ich bin der Ansicht, daß wir doch bis nach Sonnabend bleiben müssen. Ich bin aber dafür, mitten drin einen Tag zu bestimmen für die Kommissionssitzungen oder wenigstens einen Nachmittag dafür freizulassen. Die Organisationsfrage endet doch mit einer Verweisung an den Ausschuß; darum hat eine Verhandlung im Plenum keinen Zweck. Dann ist auf die Tagesordnung auch die Geschäftsordnung gesetzt. Dabei ist ausdrücklich von dem Kongreß bestimmt, daß die Abänderung der Geschäftsordnung vom Großen A.C. zu erledigen ist. Wir sollten doch hier keine Debatte über die Tagesordnung haben. Präsident Wolffsohn teilt mit, daß Dr. Nordau sich bereit erklärt habe, einen Vortrag außerhalb des Kongresses in Hamburg zu halten. Die jüdischen Studenten wollen in Hamburg einen Festkommers veranstalten. Ferner sei ein Schauturnen der jüdischen Turner geplant. Trietsch verlangt, daß auch ein Referat über die industriellen Möglichkeiten Palästinas gehalten werde. Wir haben bisher zu einseitig die landwirtschaftliche Seite betont. Nun kann durch die neue Sachlage die Möglichkeit einer industriellen Erschließung Palästinas bedeutend erhöht werden. Es gibt Bestrebungen, die dahin zielen; dafür spricht auch die wachsende Bedeutung des Bezalel. Es könnte die Ausgestaltung dieser Gründung zur Sprache kommen, die Arbeiterfrage in Palästina erörtert werden und überhaupt neue Gesichtspunkte für Gründungen auf industrieller Basis besprochen werden. Präsident Wolffsohn: Die Abstimmung ergibt Annahme des Antrags Trietsch. .. ... Nachdem Herr Böhm seinen Antrag dahin modifiziert hat, daß die Vorschläge des Permanenzausschusses einen Tag vor Schluß 1

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