Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 13 (1909)
- Issue
- 41 (6.10.1909)
- Date
- 1909-10-06
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Mentioned entities
- Baku 1× ep/1000527
- Bulawayo 1× ep/1044290
- Hrodna 1× ep/1044655
- Kaunas 1× ep/1000678
- Minsk 1× ep/1000754
- Płock 1× ep/1048069
- Smolensk 1× ep/1000959
- Vilnius 1× ep/1000947
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902 DIE ELT No. 41 Palästinaliteratur, sondern auch in der Tagespresse und in den spezifisch christlichen und jüdischen Blättern zerstreut, zudem meist unter Titeln, die eine eingestreute medizinische Notiz nicht erraten lassen. Was dagegen die wertvollem, von Ärzten stammenden Berichte anlangt, die — wie mit Bedauern konstatiert werden muß nur in einzelnen Ausnahmefällen als Resultate wissenschaftlicher systematischer Beobachtungen und Untersuchungen gelten können, so sind nur die wichtigsten in allgemein erreichbaren Zeitschriften der medizinischen Literatur irgendeiner Kultursprache erschienen, während die meisten, ähnlich wie die Mitteilungen der Laien, über Fach- und Tagespresse zerstreut, ja zum Teil in obskuren Blättchen erschienen sind, welche außerhalb Palästinas überhaupt als unerreichbar gelten können. Um so notwendiger ist eine medizinische Bibliographie. Der Zweck einer solchen Bibliographie ist ein doppelter: zunächst der bekannte, der allen Bibliographien zugrunde liegt, dann aber auch ein für Palästina spezifischer. Seitdem das wissenschaftliche und wirtschaftliche Interesse für Palästina erwacht ist, seitdem alljährlich Scharen von Fremden nach Palästina strömen, seitdem die Templer und die Juden eine aussichtsreiche Kolonisation ins Werk gesetzt haben, ist die allgemeine Kultur des Landes gestiegen, und damit ist eine allmähliche, durchaus unbestreitbare Besserung der sanitären Zustände eingetreten. Wenn diese Anfänge unter den durch die jüngsten Umwälzungen in der Türkei geschaffenen neuen Verhältnissen sich gedeihlich weiter entwickeln, wenn die mannigfachen Formen der wirtschaftlichen Erschließung des Landes, vor allem die Kolonisation, deren lohnendste und fruchtbarste Gebiete oft zugleich die verseuchtesten sind, rasche Fortschritte machen, und wenn endlich mit steigender Kultur ein besseres Verständnis für Sauberkeit und Hygiene bei der Bevölkerung Platz greift und durch Drainage des Bodens, durch größere wassertechnische Arbeiten, durch Anlegung von Wasserleitung und Kanalisation und durch Maßnahmen der Sanitätspolizei eine gründliche Sanierung des vernachlässigten Bodens erfolgt, dann kann das nosologische Gesamtbild Palästinas in wenigen Jahrzehnten ein von dem heutigen völlig verschiedenes sein. Hält man gar den Fall für möglich, daß die wirtschaftliche Erschließung des Landes in nahezu ebenso raschem Tempo fortschreitet, wie das in Ägypten der Fall war, so können einzelne Krankheiten, die heute wahre Geißeln des Landes sind, in wenigen Jahrzehnten verschwunden sein. Jerusalem, einer der größten Malariaherde der Welt, fast nur noch von den Fiebernestern an der westafrikanischen -Küste übertroffen, würde entsprechend seiner gesunden Lage und seiner vorzüglichen physikalischen Bodenbeschaffenheit wohl nahezu malariafrei werden, wenn die Ursache der Seuche, die anscheinend in der Pfützenbildung am Boden der /austrocknenden Zisternen zu suchen ist, durch Anlegung von Kanalisation und Wasserleitung (und durch Überwachung des Zuzugs aus dem südlichen Jordantale) beseitigt würde. Schon heute hat sich das Bild gegenüber den 80 er Jahren wesentlich geändert. Was die ersten Kolonisten besonders in Chedera, der jüdischen Kolonie in der Ebene Saron, aber auch z. B. in der deutschen Kolonie Sarona und der jüdischen Pethach-Tikwa gelitten haben, laßt sich bei der Aufnahme des heutigen sanitären Status der Kolonien nicht mehr ahnen. Und dieser Gesundungsprozeß, der fast nur durch die Bepflanzung des Bodens, besonders mit Eukalyptusbäumen, eingeleitet wurde, muß unter den neuen Verhältnissen noch raschere Fortschritte machen. Auch in Mitteleuropa und England sind durch Trockenlegung sumpfiger Gegenden Malariaherde, die im Mittelalter berüchtigt waren, so völlig verschwunden, daß man heute in diesen Gegenden die Krankheit kaum noch dem Namen nach kennt. Der Arzt, der in Zukunft das interessante Buch, schreiben wird über die sanitären Verhältnisse Palästinas einst und „jetzt", wird aber sein Material viel weniger den vorliegenden systematischen Arbeiten entnehmen können als manchen Schilderungen von Laien, kurzen Berichten und Streiflichtern, charakteristischen Zahlen. Dieses, wie erwähnt, sehr zerstreute Material muß aber inzwischen verlorengehen, wenn es nicht heute aus den Schlupfwinkeln zusammengeholt wird. Wir müssen daher — und ich empfehle es auch allen Bearbeitern der Bibliographie, die meinen ersten Versuch ergänzen werden — gerade auf diesen Punkt Rücksicht nehmen und unter Umständen eine einzeilige Zeitungsnotiz, die heute praktisch bedeutungslos ist, aber vielleicht eine interessante Zahl enthält, in die Sammlung aufnehmen. In einer deutschen medizinischen Bibliographie z. B. wäre ein solches Verfahren — abgesehen von der Unausführbarkeit — auch unzweckmäßig. Hier liegen aber auch die großen sanitären Veränderungen zeitlich so weit zurück, daß wir hierfür nur noch ein flüchtiges historisches Interesse haben. In Palästina dagegen befinden wir uns in einem Übergangstadium, so daß eine in einem bestimmten Orte heute konstatierte Erscheinung schon in einigen Jahren der Geschichte angehören kann. SCHEKELAUSWEIS Schekelsammlung für das Jahr 5669 (VI. Ausweis) Singapore J. Levy und Familie..........£ 6.6.1— Jt 128.55 Zentralkomitee der galizischen Zionisten Krakauer Distriktskomitee, Mielez (5), Oswicsin (14), Neu- Sandez (89), Tarnobzeg (31), Rozwadow (32), Chnanow (60), Zawoja (1), Krakau (11) . . zus. 243 Schekel Jt 243.— Distriktskomitee für Podolien: (Spezifikation folgt) . . . Jl 748.92 Federation of Zionist Societies of Canada (Spezifikation fehlt).............$ 4\ Jl 171.45 Belgische Zionisten=Federation Per Zentrale Antwerpen (Spezifikation fehlt) . . . . Jl 45.— Per Misrachi-Komitee Frankfurt a. M. (Spezifikation fehlt) Jt 240.— Schekelkomitee Belgrad Belgrad (11), Dinar 13.20..............Jl 10.35 Südafrikanische Federation Bloemfontein £ 3.6.6, Potchefstroom 0.2.0, Thaba Nehu 0.1.0, Bulawayo 3.1.0, Gwelo 0.11.0, Que Que 0.16.0, Willowmore 2.2.0 zus. £ 9.19,6, Boksburg £ 0.5.0 Insgesamt Jl 208.50 Zionistisches Landeskomitee für Ungarn Kapuvar Kr. 48.—, Miava 54.—, Putnok 12.—, Zolyommiklos 2.40, Vajduböszörmeny 1.20, Diszonana 2.40 zus. Kr. 120.— Jl 102.— England English Zionist Federation Zion Association, London (20O), Bradford (100), Leeds (100), Newcastle (53), Love of Zion, London (50), Liverpool (50), Zionist Sick Benefit Society, London (50), West Central Zion, London (50), Bnei Zion, London (40), Fredegar (30), Leeds Ladies, Z. A. (30), London Universitär, Z. A. (20), Bristol (20), Mr. Israel Cohen (7) Zus. 800 Schekel £ 40 Jl 816.— Order of Ancient Maccabeans (Spezifikation fehlt)...........£ 31.-— Jl 632.40 Türkei Saloniki ..............Frcs. 250.— Jt 202.40 Argentinien Central-Comite del Partido Sionista en Argentina % 100 =................ . . Jt 177.90 Federation of American Zionists St. Louis M°..............$ 64.75 Jt 269.55 Zentralkomitee der zionistischen Organisation für Rußland Pro August (laut untenstehender Spezifikation) Rub. 897 Jt 1931.60 Pro September (Spezifikation folgt) . . .Rub. 1000 2158.— Spezifikation August: Ackermann, Qouv. Bessarabien Rub.. 75.—; Brest-Lit., Qrodno 50.—; Bobruisk, Minsk 78.50; Borisoglebsk 15.—; Baku, Kaukas. 50.—; Dobrschin, Plozk 29.50; Qonionds, Qrodno 15.50; Jekaterinoslaw, Jekaterinosl. 24.51; Kauschani, Bessarabien 25.54; Kelmi, Kovvno 10.—; Kodimo, Podol. 9.—; Kertsch, Taurid. 1.—; Kobrin, Grodno 22.50; Kobeliaki, Poltawa 9.—; Klinzi, Tschernigow 20.62; Konstantinograd, Poltawa 25.—; Koslow, Tambow 25.96; Lomscha, Lomscha 82.25; Losiza, Siedliez 2.—; Mariampol, Suwalk 6.29; Persien 10.—; Raschkow, Podol. 10.35; Roslawl, Smolensk 25.—; Stretensk 21.—; Schanzi, Kowno 8.—; Sakrotschim, Warschau 20.—; Samostil, Lublin 10.—; Tschita, Sabaikal 21. —; Tomaschpol, Podol. 17.—; Uman, Kiew 25.—; Wilna, Wilna 3.—; Warschau, Pellen 100.—; Welina, Kaiisch 60.— . . . Summe Rub. 897 Für das Mikro-Biologische Institut sind eingegangen: Bei der Jüdischen Kolonialbank in London: Durch die Sammelstelle Moskau: Von Herrn M. Gordon in Smorgan, Gouv. Wilna Rbl. 25.—, A. Wilkoreiski, St. Petersburg 84.50, D. Kaputkin, Samarkand 76.95, zusammen....................Rbl. 186.45 Für den Bezalel sind eingegangen: Bei der Administration der Welt in Köln: Sammlung durch Abr. Kohane, Tarnow, am Erew-Jom- Kippur im Bethause Kr. 4.10...........Jt 3.48 Für die hebräische Mittelschule Taschkemoni in Jaffa sind eingegangen: Bei der Administration der „Welt" in Köln: N. N., Köln....................Jt 1.20