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Die Welt · 1909-09-15 · 38-39 (15.9.1909) · page 24

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Journal
Die Welt
Volume
13 (1909)
Issue
38-39 (15.9.1909)
Date
1909-09-15
Page
– (sequence 24)
Language
German
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852 DIEEaXELT No. 38 Orient-Korrespondenz" berichtet wird, über die schlimmste Zeit hinaus. Ihre Bahnlinien will die Gesellschaft nach zwei Vororten Saliheje und Bab-Scherki weiterführen. In der Stadt sind schon 750 Häuser und Verkaufsläden mit elektrischer Beleuchtung versehen, — gewiß ein schöner Erfolg, wenn man bedenkt, daß vor wenigen Jahren noch Damaskus gar keine öffentlichen Beleuchtungsanlagen besaß. Wer abends nach Sonnenuntergang ausgehen wollte, mußte sich mit einer Laterne — wie bei uns zu Urgroßvaterzeiten — versehen, die oft von ansehnlicher Größe war; verfügte man über einen Diener, so trug dieser die Laterne und beleuchtete die mitunter recht holprigen und schlecht gehaltenen Wege. Jetzt ist die Einrichtung von 1000 elektrischen Standlaternen in den Hauptstraßen der Stadt vorgesehen. Die belgische Gesellschaft wird in der Lage sein, eine Dividende von 4% auszuzahlen; für die Zukunft steht eine weitere Besserung der Verhältnisse in' Aussicht. War Damaskus früher durch seine Damaszener Klingen berühmt, so wird es sich jetzt dadurch einen Namen machen, daß es nach eingetretener Dunkelheit abends sein elektrisches Licht erstrahlen läßt — bis weit in die stille, öde Wüste hinein, die sich bald hinter der Stadtmauer nach Norden und Süden hin ausdehnt. Südafrika Einwanderungsbeschränkungen in Südafrika Die „Captown Jewish Philantropie Society" versendet folgende Mitteilung; „Das Komitee der Captowner Philantropie Society weist die nach Südafrika Auswandernden darauf hin, daß jeder Emigrant bei seiner Ankunft mindestens 20 Pfund Sterling (400 Mark) besitzen muß. Auch muß er in irgendeiner europäischen Sprache gehörig zu schreiben verstehen, — wobei auch das Jüdisch-Deutsch als Sprache anerkannt wird. Diejenigen, welehe nach Transvaal fahren wollen, müssen auch die gesamten Reisekosten bis zum Reiseziel selbst bestreiten können; in Transvaal fordert von ihnen das Emigrations-Departement den Ausweis von 20 Pfund Sterling. Diese Verordnung werden streng gehandhabt, und es helfen dabei keinerlei Bemühungen und Bittgesuche; wer den genannten Betrag „nicht besitzt, der wird zurückgeschickt." Bei der Administration der „Welt" in Köln sind eingegangen: Für die hebräische Mittelschule „Taschkemoni" in Jaffa: Ch. J. Eiß, Zürich, Gratulationsablösungen zu Rosch- Haschonoh.................. . . . Jfi 3.— Hugo Eben, Haschonoh Für den Palästina=Kulturfonds: Teunz, Gratulationsablösung für Rosch- 1.- Bei dem Unterzeichneten gingen ein durch dieFederation of American Zionists, New York: Pawtucket, R. I., per Ohavey Zion: coli. M. Friedman at Brith Millah son N. Ziskin $ 7.—, Waterbury, Conn., collected at State Convention 6.—, New Britain, Conn., Bnai Zion 30.—, Kansas City, Mo., Beney Zion 3.25, zus. 46.25 Bertrand Hamburg, Schatzmeister des Vereins „Bezalel". Literarisches Das bisher unbekannte Erstlingswerk von Detlev von Liliencron, „Eine Soldatenphantasie" betitelt, schmückt das. soeben herausgekommene Oktoberheft von „Westermanns Monatsheften", das den neuen Jahrgang der Zeitschrift eröffnet. Die Skizze ist von hohem Wert für die Kenntnis der literarischen Entwicklung des Dichters, indem sie schon alle Elemente seiner spätem „Kriegsnovellen" aufweist. Neben diesem bringt das Heft eine ebenso spannende wie geistreiche Manövernovelle von Emil Ertl „Der Salto mortale" und eine Novelle aus der Goethezeit „Das Schicksal des Fräuleins von Laßberg" von Felix Braun. Ferner beginnt in demselben Heft ein offenbar in Dresden spielender Roman aus der Hofgesellschaft von Georg von der Gabelentz. Reich vertreten sind die illustrierten Aufsätze; an der Spitze eine mit vielen farbigen Bildern geschmückte Studie von Max von Boehn über die Mode des 19. Jahrhunderts, dann eine graziöse Plauderei, ebenfalls mit vielen farbigen Bildern, von Eduard Pötzl über Wiener Straßenleben. Auf Schwinds Spuren hat Prof. Ludwig Gurlift heue Funde und Entdeckungen gemacht. Mit 18 Bildern ist die Monographie über den Maler Otto FL Engel geschmückt, und eben soviele Illustrationen weist die Rubrik „Bildende Künste" von Dr. Gensei auf, worin die große Berliner Kunstausstel-;d. lung gewürdigt wird. Interessante Musikersilhouetten von Wagner, Bruckner, Johann Strauß u. a. zeigt Max Hayek, und eine andere Kleinkunst, die Münchner Miniaturbühnen, bespricht Willy Rath. Strengeren wissenschaftlichen Charakter tragen die Aufsätze von Prof. Konrad Beyerle über deutsches Volk und deutsches Recht und von Prof. Max Dessoir über Spiritismus und Taschenspielerei, während Bernhard Kellermann allerlei Intimes von seinen Reisen im provinzialen Japan ausplaudert. Im ganzen enthält das Heft 26 literarische Beiträge, wozu sich eine große Anzahl von Kunstblättern in Ein- und Mehrfarbendruck, darunter Reproduktionen nach Werken von Thoma, Stremel, Obst, Larwin, Lewin-Funcke, Firle u. a. gesellen. Das Septemberheft der illustrierten Monatsschrift „Nord und Süd" (Verlag Nord und Süd, G. m. b. H., Berlin W. 35) wird durch einen Artikel eingeleitet, in dem einige Fragen behandelt werden, die für die Weiterentwickelung unserer FfidäWie und damit für die Gestaltung unseres gesamten Weltbildes von allergrößter Bedeutung sind, nämlich: „Wie lange reichen unsere Kohlen- und Eisenvorräte noch aus? Und was wird, wenn sie verbraucht sind?" — Auf das künstlerische Gebiet führt uns Wilhelm Schäfer in seinem Essay über Hans Tohma. Ein Selbstporträt und zwei reizende Vierfarbendrucke des süddeutschen Meisters fügen sich passend in den Aufsatz ein. — Gustav Falke widmet dem Ereignis, dessen Nachklang auch heute noch in der literarischen Welt nachzittert, dem Tode Detlev von Liliencrons, tief empfundene Worte. Er gedenkt in einem warmen und herzlichen Nachruf des verstorbenen Freundes und berichtet zugleich allerlei kleine Züge aus^dem Leben des Dichters, die sein Charakterbild, wie es im Gedächtnis aller lebt, noch klarer und schärfer hervortreten lassen. — Ein recht zu Liliencron passendes Gedicht: „LäWdsknechtschlacht" von Klösterlein folgt. — An einen anderen, nun schonlängst dahingegangenen Dichter aus dem Friesenlande erinnert Paul Bornstein durch die . Ungedruckten Hebbel- Briefe". Die gegenwärtig im 33. Jahrgang erscheinende illustrierte deutsche Monatsschrift „Nord und Süd" steht seit Beginn der im Jahre 1908 durchgeführten Reorganisation unter Mitarbeiterschaft der allerhervorragendsten Dichter, Schriftsteller, Künstler und Gelehrten als Organ der neuen Kunstvereinigung an der Spitze aller deutschen Zeitschriften. Jeder neueintretende Jahresabonnent erhält ein herrliches großes Kunstblatt vollkommen gratis, und zwar nach eigner Wahl. Näheres enthält der der Inlandsauflage unserer heutigen Nummer beigelegte Prospekt den wir der Aufmerksamkeit unserer Leser empfehlen. J Die Redaktion der „Welt" wünscht allen! Lesern unseres Blattes eine Eorfb «ie m\ Der Feiertage halber erscheint die vorliegende Nummer als Doppelnummer« Die nächste Nummer erscheint am Dienstag, den 28. September. Verlag „Die Welt'1 THE PALESTINE LAND DEVELOPMENT COMPANY LTD. Sie bezweckt auf kommerzieller Basis unter Anwendung moderner kolonisatorischer Methoden: 1. den Erwerb, die Ameliorierung und Parzellierung größerer Grundstücke in Palästina für eigne und für fremde Rechnung behufs Schaffung neuer Siedlungen (Kolonien), 2. die Anlage und Pflege extensiver und intensiver Kulturen für eigne und für fremde Rechnung, 3. die systematische Ausbildung und allmähliche Seßhaftmachung jüdischer Landarbeiter in Palästina. 1 Gründeraktie kostet £ 50.—.— Jt 1025.— 1 Namensaktie „ „ 1.—.— „ 20.50 1 Vorzeigeraktie „ „ 1.1.6 „ 22.— Zahlungen für Rechnung der P. L. D. C. nehmen folgende Banken entgegen: The Jewish Colonial Trust Ltd., kdndon E. C, Walbrook, Brook House. A. H. Heymann & Co., Berlin N. W. 7^ Unter den Linden 59. Die Gesellschaft ist laut ihren Statuten zur .Annahme von Teilzahlungen nicht berechtigt. Die Gesellschaft steht im ersten Betriebsjahr. Nähere Auskünfte erteilt das Bureau der P.L.D.C., Berlin W. 15, Bleibtreustraße 34/35.

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