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Die Welt · 1909-08-20 · 34 (20.8.1909) · page 13

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Journal
Die Welt
Volume
13 (1909)
Issue
34 (20.8.1909)
Date
1909-08-20
Page
– (sequence 13)
Language
German
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No. 34 DIEl^ELT 761 Juden, gegen die deutschen Juden habe er nichts! Die deutschen Juden werden sich für diesen neuen Freund bestens bedanken, was sagen aber unsere Antisemiten dazu?' Stiftungen für den Hilfsverein der Deutschen Juden In der jüngsten Zeit sind dem Hilfsverein der Deutschen Juden eine Reihe von Zuwendungen für seine humanitären Zwecke gemacht worden, darunter folgende größere: 1. Die Eheleute Wilhelm Lippmann in Nikolaiken übergaben dem Hilfsverein ein Kapital von Jt 10 000. 2. Der verstorbene Rentier Richard Levy in Berlin hat testamentarisch dem Hilfsverein ebenfalls JC 10 000 vermacht. * * * Von der Qroßloge für Deutschland VIII U. 0. ß. B. erhalten wir folgende Zuschrift: Seit einer Reihe von Jahren haben wir unser Augenmerk der Organisation der jüdischen Jugend zugewandt. Auf unsere Anregung sind in vielen Städten unseres Vaterlandes jüdische Jugendvereine entstanden, die gut arbeiten und die sich Ende Mai d. J. zu einem Verbände zusammengeschlossen haben. Da diese Jugendvereine zumeist nur Jünglinge umfassen, sind wir mit dem Studium der Frage einer gleichartigen Organisation auch für junge Mädchen beschäftigt. Wir wären für die Zusendung von einschlägigem Material sehr verbunden. Zuschriften sind zu richten an das Bureau der Großloge für Deutschland VIII U. O. B. B., Wilhelmstraße 118, III. „Italiener" vom Stamme Levi Aus derBerufung gegen die seinerzeit wegen derbekanntenWiener Universitätskrawalle verurteilten Studenten, entnehmen wir, nach einem Berichte der „N.Fr.Pr." einige Namen, die nicht eines gewissen pikanten Beigeschmacks entbehren. Die Herren Moritz Mandel, Marzell Löwy und Elio Meneghelli, deren Namen offenbar nicht ganz römischen Ursprungs sind, glaubten für die Ehre der italienischen Nation und die Schaffung einer italienischen Universität in ihrer Art demonstrieren zu müssen. Daß auch auf der Gegenseite die Juden in diesem „heroischen" Kampfe im Vordertreffen standen, braucht uns nicht weiter zu verwundern. Es dürfte sich noch öfter wiederholen, daß die Torheit dieser jüdischen studentischen Jugend, sei es in Wien, Graz, Triest oder Prag, sich ihre blutigen Köpfe, zerschlagene Nasen und Fußtritte von allen Seiten holen wird, um endlich vernünftigen Erwägungen Raum zu geben. Aufruf! Aus Anlaß des 60. Geburtstages unseres hochverehrten Altmeisters Max Nordau und um ein dauerndes Andenken an diesen für den Zionismus so denkwürdigen Tag festzuhalten, hat das Engere Aktionskomitee beschlossen, in Palästina ein Mikrobiologisches Institut zu schaffen, das einem der dringendsten Bedürfnisse der schon bestehenden, der zu bildenden Kolonien, wie auch der Landesbevölkerung im allgemeinen entspricht. Das Arbeitsgebiet des Instituts ist die Erforschung der ansteckenden Krankheiten sowohl der Menschen als auch der Haus- und Nutztiere und der Kulturpflanzen. * Tierseuchen und Pflanzenkrankheiten haben der Kolonisation bereits schweren Schaden zugefügt. Einer wirksamen Bekämpfung stand als erstes Hindernis in den meisten Fällen die Unkenntnis der Krankheitserreger und ihrer Verbreitungsbedingungen entgegen. Aufgabe des Mikrobiologischen Instituts soll es sein, über diese Punkte Licht zu verbreiten und Mittel zu finden, einer Erneuerung ähnlicher Heimsuchungen vorzubeugen. Welche Bedeutung dies für das Gedeihen der bestehenden und der künftigen Kolonien und für das Land im allgemeinen gewinnen kann, bedarf keiner Ausführung. Durch dieses Institut, in dem der Zionismus wieder eines jener Werke geschaffen haben wird, die Erez Israel erneuern und verjüngen, werden die Kultur und die Wohlfahrt des Landes kräftig gefördert werden. Das Institut soll den Einwohnern Palästinas und der Welt zeigen, wie ernst es uns mit unserm Bestreben ist, in Erez Israel als Kulturbringer und Pioniere der wissenschaftlichen und ökonomischen Fortschritte aufzutreten und zu wirken. Wir richten an alle, die Herz und Sinn für die Kolonisation und den Aufschwung Palästinas haben, den Aufruf, sich an der Schaffung dieses neuen Werkes des Fortschritts und der modernen Entwicklung tatkräftigst zu beteiligen, und hegen die zuversichtliche Hoffnung, daß unser Werk in den breitesten Kreisen einen großen Anklang finden wird. Das Aktionskomitee David Wolffsohn, J. H. Kann, Prof. Dr. Warburg

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