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Die Welt · 1909-07-23 · 30 (23.7.1909) · page 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
13 (1909)
Issue
30 (23.7.1909)
Date
1909-07-23
Page
– (sequence 24)
Language
German
Belongs to
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Zionistischer Frauenverein..... Kronen 100.— Direktor Schwarzkopf....... » 100.— Dr. Gabriel Lewy.........?> 200.— M. Bentheim........... Mark 100.— Frau Käthe Rieß ......... Kronen 100.— Dr. Suchestow.......... „ 100.— Direktor Pinter.......... „ 100.— Direktor Aschner......... )9 100.— Bankier Ad. Brecher........ „ 100.— Anton Glaser........... i9 100.— Prof. Weleminsky......... n 100.— Ingen. K.............. n 100.— Kom.-Rat Anhauch......... 300.— Verein Makkabäa......... 100.— Lippmann Bloch.......... y7 100.— Frau Elisabeth Pertitz, Teplitz-Schönau w 150.— 4- Vorstandsmitglieder, Teplitz-Schönau 9t 100.— Kaiser! Rat Landau ...... . . >} 150 — Isidor Löwit ........... " 200.— Geometer L. Rosenblatt....... 100.— von Inwald............ 150.— S. Altmann............ 300.— Dr. Oswald Weiss......... 200.— Julius Egger........... 300 — 500.— Jüdischer Volksverein „Zion", Teplitz- Schönau ............ Kronen 100.— Dr. Bergmann, Pardubitz...... „ 100.— Jos. J. Leinkauf.......... „ 100.— J. Götz.............. „ 200.— Rab. Dr. S. Friedmann, Troppau ... „ 100.— Kommerzialrat M. Doctor...... „ 200.— Dr. Siegfried Herz......... „ 100.— S. Adler............. „ 100.— A. Gerngroß........... „ 100.— Sigm. Epler............ „ 100.— Direktor M. Reichenfeld...... „ 100.— Leon Levite, Warschau....... „ 100.— Dr. L. Bychowsky, Warschau .... „ 100.— J. L. Goldberg, Wilna....... „ 250.— Benj. Epstein........... „ 100.— Jac.fc Scheskin........... „ 100.— Weitere Spenden nehmen entgegen: The Jewish Colonial Trust (Jüdische Kolonialbank), Ltd, Brook House, Walbrook, London E. C, sowie seine sämtlichen Zahlstellen, sämtliche Sammelstellen des Jüdischen Nationalfonds sowie die Redaktion der „Welt*, Köln, Karolingerring 6. BRIEF AUS KONSTANTINOPEL (Von unserm Berichterstatter) Die innere Lage und die jüdische Immigration Wenn nicht alles trügt, scheint die gegenseitige Erregung der verschiedenen Reichselemente ihren Höhepunkt bereits überschritten zu haben. Das Komitee hat einen Appell an die Griechen erlassen, und von griechischer Seite wiederum sind Manifestationen ausgegangen, die öffentlich dartun sollten, daß ihnen mit dem Verdachte der Reichsuntreue Unrecht geschehe. In Monastir und Salonik, also den beiden Hauptzentren des türkisch-hellenischen Konflikts, sind, insbesondere durch die Bemühungen des unermüdlichen Jungtürkenführers Nasini Bey, Vereinigungskomitees entstanden, in denen sich die Klubs aller Nationalitäten zur gegenseitigen friedlichen Aufklärung konzentrieren. Es verdient hervorgehoben zu werden, daß bei diesen Bemühungen die Juden als Vermittler im Vordergrunde stehen. In Salonik ist beispielsweise auf Forderung der Jungtürken hin der Jude Vitalis Strumtza, derselbe, der seinerzeit als Kanditat für ein Ministerportefeuille genannt worden war, zum Vorsitzenden des Einheitskomitees gewählt worden. Die Juden treiben durchaus vernünftige Politik, wenn sie sich dergestalt als wahrhaft unparteiisches Element friedenfördernd bewähren. Überhaupt ist, trotz dem drohenden Stand der Kretafrage, seit einiger Zeit wieder eine Zunahme des Vertrauens im Innern zu beobachten. Dazu haben die günstigem Nachrichten aus einigen Provinzen nicht unwesentlich beigetragen. Albanien ist pazifiziert, und die armenischen Gebiete, aus denen das angstgepeinigte Volk schon, den russischen und rumänischen Juden gleich, auszuwandern begonnen hatte, sind durch die Resultate der parlamentarischen Untersuchungskommission und das endlich einsetzende energische und armenierfreundlichere Vorgehen der Regierung gleichfalls in erfreulicher Beruhigung begriffen. Wie vorauszusehen gewesen war, hat diese fühlbare Besserung der innern Beziehungen auch auf das Verhältnis der herrschenden Kreise gegenüber den Juden günstig eingewirkt. Der „Jewish Chronicle", der „Freind" und die ganze alarmierte jüdische öffentliche Meinung Rußlands mögen sich beruhigen: der Sache der jüdischen Kolonisation ist kein dauernder Schaden geschehen. Je weiter die allgemeine Beruhigung in der Türkei vorschreitet, um so mehr tritt auch wieder die Frage der jüdischen Immigration in den Vordergrund. Die Persönlichkeiten, die sich bisher in erster Linie für sie interessierten, Ahmed Risa Bey, Nasim Bey und andere, sind durchaus von denselben Ansichten durchdrungen wie zuvor. Daran hat weder eine vermeintliche zionistische taktloseTaktik, noch irgendwelche fälschlisch behaupteten gegnerischen Unternehmungen etwas Wesentliches geändert. Symbole dafür sind die neue Rede Dr. Risa Tewfiks und insbesondere die Äußerungen Dr. Nasim Beis, dem Redakteur des „Journal de Salonique" gegenüber. Zwar war bei dieser Gelegenheit nur von einer Einwanderung in Mazedonien, in die unmittelbare Nähe von Salonik, ins Tal des Wardar die Rede; aber es besteht kein Zweifel, daß die Türken nicht auf eine Besiedlung bestimmter, von ihnen vorgeschlagener Gegenden bestehen werden. Es ist nicht zu vergessen, daß die Einwanderung der Juden in einem fundamentalen Punkte von der anderer Immigranten vorteilhaft für die Türkei abweicht. Alle übrigen Ansiedelungselemente bedürfen der materiellen Unterstützung von seiten der Regierung; so sind jetzt schon an die wenigen bereits einwandernden bosnischen Mohamedaner Regierungsunterstützungen abgeführt worden. Hingegen kommen die Juden auf eigene Rechnung und Gefahr; nicht einmal den Boden verlangen sie unentgeltlich überwiesen. Diesem Vorteil gegenüber werden voraussichtlich die Türken den einwandernden Juden das Recht der freien Wahl der Gegend, die „preference de contree" zuzugestehen sich entschließen. Es sind Anzeichen dafür vorhanden, daß sie solchen Erwägungen zugänglich sind. Für die Zionisten heißt es nur, ruhig zu warten und unter aller Betonung ihres über jeden Zweifel erhabenen Loyalität dem Staate gegenüber an ihrem Standpunkte festzuhalten. Wenn sie ihre Aufklärungstätigkeit rüstig fortsetzen wie begonnen, und es deutet alles darauf hin, daß das künftig intensiver und systematischer wird geschehen können, so ist Gelingen wohl zu erwarten. Dr. Risa Tewfik und der Zionismus Der „Aurore" wird aus Smyrna geschrieben: Seinen kurzen Aufenthalt in Smyrna benutzend, hielt Dr. Risa Tewfik Bej, Mitglied der parlamentarischen Kommission, die sich zum Besuche der Parlamente nach Paris und London begab, eine Rede in spaniolischer Sprache über den Zionismus. Eine ungeheure Menge, an dreitausend Menschen, füllten die prächtig dekorierten Räume der neuen Talmud Tora. Der Redner betrat, unter dem Jubel der Anwesenden, begleitet von den jüdischen Deputierten Masliah und Sasson, die Tribüne.

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