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Die Welt · 1909-07-16 · 29 (16.7.1909) · page 17

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Journal
Die Welt
Volume
13 (1909)
Issue
29 (16.7.1909)
Date
1909-07-16
Page
– (sequence 17)
Language
German
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No. 29 DIE^ELT 643 mehr an die Mesusa als den Drachen, besonders wenn man den Trauhimmel sah, unter dem das Paar getraut wurde und der nichts anderes war als eine regelrechte Chupah. Allerdings war sie mit chinesischen Inschriften bedeckt, das Gebet wurde in der Sprache der Mandarinen gesprochen, die Atmosphäre und auch der Zuschauerkreis waren chinesisch mit einziger Ausnahme des Maseltow, daß im reinsten Jüdisch ausgebracht wurde, da viele Freunde der Braut nicht wußten, wie sie Maseltow ins Chinesische übersetzen sollten. Der Hochzeitsmarsch klang teilweite wie Grabgeläute, teilweise wie ein Militärsignal, andere Teile erinnerten an ein Erdbeben und der Schluß klang wie eine asiatische Zweischrittpolka, oder wie ein Trauermarsch"aus Philadelphia, was ungefähr dasselbe ist." (Wir finden, daß eigentlich der Reform-Advocate wenig Ursache zu solchen Scherzen hat. Schließlich ist kein Grund vorhanden, einzusehen, warum nicht die von ihm gepredigte absolute Verschmelzung der Juden mit ihrer Umwelt vor den Mauern der Chinesenstadt Halt machen sollte. Die Red.) Perez in Amerika Der bekannte jüdische Schriftsteller Judah Leib Perez hat die Absicht ausgedrückt, eine Reise durch Amerika zu machen. Die Nachricht ist in Amerika mit großer Begeisterung aufgenommen worden, in vielen Städten haben sich bereits Komitees gebildet, um den Dichter bei seiner Ankunft zu feiern. Tunis Herr Felix Cohen-Boulakia hat dem französischen Senat eine Petition eingereicht, worin er darum ersucht, daß der Minister des Auswärtigen sich endlich zu den verschiedenen Petitionen äußere, die wegen der Ausdehnung der französischen Rechtsprechung auf die tunesischen Juden seit Jahren bei ihm eingebracht worden sind. Bekanntlich unterstehen die Juden in Tunis der mohammedanischen Rechtsprechung. Wien, den 11. Juli 1909 Sehr geehrter Herr Redakteur! In der Nummer 25 Ihres gesch. Blattes wurde in einer Erklärung des Vereines jüdischer Hochschüler „Bar-Kochba", Prag, vor einem „gewissen Waldmann", welcher sich in Deutschland und Böhmen als Mitglied verschiedener studentischer Vereine ausgab, gewarnt. In der Nummer 27 „der Welt" erklärte der Obmann des Vereines „Bar-Kochba", Herr Leo Herrmann, daß unter dem „gewissen Waldmann" nicht mein Bruder Dr. Israel Waldmann. Obmann des podolischen D. K. und Mitglied des galizischen Z. K. gemeint sei. Die Abfassung der zweiten Erklärung läßt, wie mir viele Gesinnungsgenossen bedeuteten, den Schluß zu, daß sich die Warnung auf mich bezogen habe. Ich ersuche daher gütigst feststellen zu wollen, daß ich mit dem „gewissen Waldmann", vor welchem gewarnt wurde, nicht identisch bin. Indem ich Ihnen für Ihre Liebenswürdigkeit bestens danke, bin ich mit dem Ausdrucke vorzügl. Hochachtung und Zionsgrüßen Ihr ergebener Moses Wa|ldmann, Redaktionsmitglied der „Jüdischen Zeitung" und Präses der Vereinig. „Bar-Kochba" in Wien Verehrliche Redaktion! Unter der Überschrift „Die Judeans" erschien in Ihrem geschätzten Blatte (Nr. 23 vom 4. Juni) eine Notiz über unsern jungen Verein, welche von der Wahrheit so sehr abweicht und folgerichtig auch zu einer irrigen Auffassung über die Tendenz desselben Anlaß geben kann, daß wir Sie höfl. ersuchen müssen, folgender Berichtigung in einer nächsten Nummer gefl. Raum gewähren zu wollen. Es ist unwahr, daß die Judeans eine neue zionistische Bewegung repräsentieren; wahr ist vielmehr, daß wir das Basler Programm ohne Vorbehalt akzeptieren, was schon der Umstand erhellt, daß dieses Programm als § 2 in unsere Statuten aufgenommen wurde. Es ist unwahr, daß wir uns von der offiziellen zionistischen Organisation in irgendwelcher Art unterscheiden; wahr ist vielmehr, daß wir nicht nur mit der Federation of American Zionists affiliert sind, sondern auch die Delegiertenkonferenz durch unser Mitglied Gg. Rechtsanwalt Harry Watton beschickten und auf derselben Konferenz unser Mitglied Gg. Isaac Allen zum Obmann derSchekelkommission erwählt wurde. Es ist unwahr, daß Dr. Jacob M. Gerschberg an der Spitze unseres Vereins steht; wahr ist vielmehr, daß Genannter eben infolge dieser falschen Berichte, die ohne unser Wissen und Auftrag von ihm veröffentlicht wurden, lediglich um seiner Ruhmsucht Geniige zu leisten, aus unserer Mitte ausgeschlossen wurde. Präsident unseres zwar jungen, aber blühenden Vereins, welcher trotz des kurzen Bestandes — seit 13. April d. J. — bereits 45 Mitglieder zählt, ist Gg. Rechtsanwalt David P. Goldstein; sämtliche Mitglieder sind Schekelzahler und ein großer Teil derselben Besitzer von Aktien des J. C. T. oder der A. P. C. Sonntag den 13. d. M. veranstalteten die Judeans eine außerordentlich gut besuchte Massenversammlung, bei welcher Gelegenheit ca. 40 Aktien der A. P. C. abgesetzt wurden, und, was wohl die Hauptsache ist, die zionistische Idee ist in Kreise gedrungen, die sich bisher von unserer Bewegung ferngehalten haben. Sie sehen, daß uns nichts ferner liegt als der Gedanke, eine neue zionistische Bewegung ins Leben zu rufen; wir sind im Gegenteil von dem Bestreben durchdrungen, unser Scherflein behufs Verwirklichung des Ideals, wie dasselbe unserm verewigten unvergeßlichen Führer Dr. Theodor Herzl vorgeschwebt, beizutragen. Ihnen für die gütige Veröffentlichung verbindlichst dankend, verharren mit Zionsgruß „The Judeans" Louis M. Schimmelman, David P.Goldstein, Schriftführer. Präsident. Brooklyn, N. Y., den 20. Juni 1909. Bei der Jüdischen Kolonialbank in London sind eingegangen: Für den Bezalel: Denation from the Sydney Zionist Society......£ 2.10.0. Mr. Louis G. Blashki pr. Sydney Zionist Society . . . „ 0.10.0. zusammen £ 3. 0.0. Für die Nationalbibliothek in Jerusalem: Durch die Federation of American Zionists, New York von der Intercollegiate Zionist League New York . . $ 2.— Bei Herrn Bertrand Hamburg, Schatz«* melster des „Bezalel", sind eingegangen: Durch Herrn O. M. Schor, Czernowitz, von jüdischen Handelsschülern, Czernowitz Kr. 7.—; durch Herrn Dr. Abraham Korkis, Lemberg, M.Sußmann (Mitgliedsbeitrag) 6.—, Spenden: Isidor Lindenbaum 1.—, Tannenbaum, Drohobycz 1.70, Nachmann Diamandstein (Sammlung) 4.30, Mathide Diamandstein (Sammlung) 2.80, Sammlung der Frau Dr. Dora Korkis auf der Hochzeit Emma Sternhell mit Michael Kristiampoler 27.50 ..........Kr. 50.30 Briefkasten Jassy: Besten Dank und Zfonsgruß W. Gesinnungsgenossen! Die nächste Nummer der „Welt" erscheint aus Anlaß des 60. Geburtstages unseres verehrten Gesinnungsgenossen Dr. Max Nord au in reichhaltiger textlicher und illustrativer Ausstattung. Da wir annehmen, daß viele Gesinnungsgenossen, die sonst nicht zu den regelmäßigen Beziehern unseres Blattes zählen, Wert darauf legen werden, diese Festnummer zu besitzen, ersuchen wir alle zionistischen Vereine und Vertrauensmänner, uns ihre Bestellungen für die Nummer unverzüglich aufzugeben. Das Exemplar kostet 50 Pfennig. Den Vereinen und Vertrauensmännern berechnen wir 10 Exemplare mit.......Ji> 4.60 25 „ „ .......„ 8.75 50 „ „ .......„ 15.— 100 „ „....... „ 25.— Ferner lassen wir eine Anzahl Nummern auf Kunstdruckpapier herstellen, die zum Preise von J6 1.20 pro Exemplar abgegeben werden. Expedition;;Die Welt"

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