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Die Welt · 1909-06-25 · 26 (25.6.1909) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
13 (1909)
Issue
26 (25.6.1909)
Date
1909-06-25
Page
– (sequence 14)
Language
German
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576 DIEE^KELT No. 26 Judenausweisungen in Rußland Lemberg, 22. Juni. Wie aus Kiew gemeldet wird, wurden aus Anlaß der bevorstehenden kirchlichen und nationalen Feier in Poltawamehr als tausend jüdische Bewohner angewiesen, diese Ortschaft zu verlassen. Auf Grund einer zweiten Ministerialverordnung wurde ihnen auch verboten, sich in Sommerfrischen in der Umgebung von Poltawa aufzuhalten. Eine Deputation der Judengemeinde hat sich nach Petersburg begeben, ihre Vorstellungen blieben aber erfolglos. Zur Herzl=Jahrzeit Der schwungvolle Aufruf, den der Verein Ölbaumspende aus Anlaß der bevorstehenden Wiederkehr des Todestages unseres großen Führers erläßt, dürfte an allen Orten, wo nur ein Herz noch für Judas Zukunft schlägt,, einen gewaltigen Widerhall finden. Aber der Widerhall setzt sich nicht immer in die Tat um, die notwendig ist. Wie dies herbeigeführt werden kann, dazu seien hier einige kleine Anregungen gegeben. Es empfiehlt sich, an allen Orten einige Tage vor dem 9. Juli Abzüge des Aufrufes an alle Zionisten und Zionsfreunde zu versenden. Postanweisungsformulare oder besser noch Zahlkarten bzw. Erlagscheine sind beizulegen. Die Kuverts, möglichst weiß, sollen den Vermerk „privat" tragen und geschlossen sein. Die daraus erwachsenden Mehrkosten sind nicht so groß und können von den Ortsgruppen getragen werden. Am 9. Juli lasse man durch einen verläßlichen Boten zumindest noch alle die aufsuchen, von denen man eine Spende erwarten darf, die aber von selbst nichts sandten. Den Boten bezahle man nicht pro Besuch, sondern mit einem Prozentsatz (5—7°/o) seiner Einnahmen, was ihn zu besserer Tätigkeit anspornt. Auch an den Orten, wo eine Gedenkfeier veranstaltet wird, versende man den Aufruf und lasse einen Boten herumgehen, da viele gerade im Sommer Versammlungen und auch derartige Feiern nicht besuchen. Bei der Gedenkfeier vergesse man nicht, in würdiger Form auf die Pflicht dieser Jahrzeitspende hinzuweisen. An die Ausgangstüren der Säle stelle man eine Vertrauensperson zur Empfangnahme von Geldern und eine zweite zur Entgegennahme von Zeichnungen in ausliegende Listen zur spätem Abholung der gezeichneten Beträge. Man achte auf genaue Adressenangabe der Zeichner. Nach der Anregung der österreichischen Sammelstelle ist allen Landessammelstellen zu empfehlen, die Ausweise dieser Jahrzeitspende gesondert von den übrigen Ausweisen in einer oder zwei Nummern ihrer Organe zu bringen, und zwar nach Orten (ev. auch Bezirken) geordnet. Die Orte, von denen nichts einging, obwohl dort Zionisten sind, sind mit einer Null zu verzeichnen. In den Ortsgruppen weise man auf diese Form des Ausweises hin und sporne die Mitglieder an, diese Spende als eine Kraftprobe der Ortsgruppen zu betrachten und bei diesem edlen Wettstreit die Ehre ihrer Gruppen zu verteidigen. Die Parteiblätter werden um Abdruck dieser Anregungen in den nächsten zwei Nummern gebeten. Bei der Administration der „Welt" in Köln sind eingegangen: Für den Bezalel: Sammlung durch Herrn Jacob Bocheneck aus Lodz in Bad Reinerz: A. Schaefer-Posen, J. Bocheneck-Lodz, A.Mendelsohn-Posen, A.Nadel-Lodz, S. Grünbaurn-Lodz, S.Schmeller-Breslau, F.Austern-Krakau, H. Reitzenstein- Czeladz, Frau P. Levy-Wilmersdorf je Jt 0.50, H. Petschaft-Warschau, J. Inwald-Bendzin je Jt 1.—, W. Boehm-Rosenberg 0.25..............Jt 6.75 Knights of Zion in Chicago durch Herrn B. Horwich $ 9.50=^ 39.80 Für die Misrachistische Mittelschule „Tachkumoni" in Palästina: Durch Osias Fadenhecht in Kolomea Sammlung Kr. 15.79 Jt 13.42 Bei der Jüdischen Kolonialbank in London sind eingegangen: Durch Sammelstelle für Deutschland durch Herrn Max WoIIsteiner- Berlin: Für das Hebräische Gymnasium.........Jt 4.— die Misrachistische Mittelschule...... „ 30.-— „ russisch=jüdischenWaisenkinder, nachdem Vorschlag Hugo Schachtel-Breslau . . „ 3.— Für den Bezalel gingen ein durch Herrn Dr. Abraham Korkis, Lemberg: Dr. Alexander Hausmann, Lemberg, Spende Kr. 100.—, Dr. David Malz, Bursztyn, Mitgliedsbeitrag 5.—, Dr. Heinrich Löwenherz, Lemberg, Mitgliedsbeitrag 5.—, zus. Kr. 110.— Für den Bezalel gingen bei dem Unterzeichneten ein, gesammelt auf einer Tournee der Frau B. Pevsner: In Gliniany (Mitgliedbeiträge und Spenden) Kr. 200.— „ Stanislau „ „ „ 480.— „ Neu-Sandez „ „ „ „ 314.— „ Drohobycz „ „ „ „ 153.— zusammen Kr. 1147.— Hochachtungsvoll Bertrand Hamburg Schatzmeister des Vereins „Bezalel" Als Vermählte empfehlen sich: Jacob Schnelling Gisella Schnelling geb. Simon D/;Dnn ran i KÖLN, Hansaring 27- F; Zur gefl. Beachtung! Unsern geehrten Lesern und Gesinnungsgenossen bringen wir hierdurch zur Kenntnis, daß in den nachstehenden Badeorten „Die Welt" regelmäßig zum Einzelverkauf aufliegt: Baden-Baden.... in derBuchhdlg. Ernst Brockhoff, Bad Ems....... , Bad Hall........ : (Ober-Österreich) BadHomburgvxLH.. » « » Bad Kissingen .. ii r> ' ' Bad Nauheim . .. . Berchtesgaden . .. , Davos-Platz..... , Franzensbad,.... Friedrichsroda .. , Karlsbad....... , Kolberg........ , KönigsteiniTaumis , Norderney...... v Reinerz........ Teplitz-Schö'nau . h Wiesbaden. .. .. „ „ Wildbad L W.... „ „ Zoppot......... „ „ Expedition „Die Welt" 1. Kirehberger, Franz Ruzicka, Hofbuchh. Fritz Schick, Buchhdlg. Louis Staudt, „ Brückner u. Renners, Hofbuchh. Fr. Weinberger, Buchh. Heinr.Möbus Sohn, Vonderthann & Sohn, H. L. Taeber, . Kobrtsch u.Qschihay, W. Zinke, Alfred Kohn, C. Burmann, Heinrich Strack, Hans Hofmann, Hedwig Metzner, H. Dominicus Nachf. Adolf Becker, A. Lücke, Johannes Pauke, C. Ziemssens.

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