Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 13 (1909)
- Issue
- 20 (14.5.1909)
- Date
- 1909-05-14
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
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No. 20 DIE30KELT 445 JU6DISCH6R riATIQriAL-FQriDS^^ Der Jüdische Nationalfonds ist dazu bestimmt, palästinensischen Boden als G-esamteigentum des jüdischen Volkes zu ertrerbett und auf ewige Zeiten zu erhalten. Vom V. Zionistenkongreß im Jahre 1901 gestiftet, besitzt er gegenwärtig ein Vermögen von annähernd 11\2 Millionen Mark. MITTEILUNGEN DES HAUPTBUREAUS DES JÜDISCHEN NATIONALFONDS IN KÖLN Stimmen über die neue Nationalfondsmarke Von den zahlreichen Meinungsäußerungen über die Herzl-Marke, die dem Hauptbureau des J. N. F. bisher aus allen Ländern zugekommen sind und die den allgemeinen, ungeteilten Beifall erkennen lassen, welchen die neue Marke in den weitesten Kreisen unserer Gesinnungsgenossen, aber auch bei vielen Nichtzionisten und selbst bei nichtjüdischen Philatelisten gefunden hat, führen wir nachstehend einige interessante Proben an. Das Palästinaamt in" Jaffa schreibt uns unter dem 29. April d. J.: „Die n euen Nationalfondsmarken fi nden allgem einen Beifall. Wir haben die ersten 6 fieftchen sofort verkauft und mit unserm Schreiben vom 25. April weitere 1000 Marken bestellt. Da aber die Nachfrage groß ist und wir es für wichtig halten, zum Zweke der Popularisierung der Marke möglichst sofort die Bestellungen auszuführen, depeschierten wir Ihnen: „Sendet 2000 Marken", was wir hierdurch bestätigen. Wir halten jedoch auch unsere briefliche Bestellung aufrecht, so daß wir insgesamt dem Eingang von 3000 Marken entgegensehen.4' Gesinnungsgenosse Zahnarzt Hugo Schachtel in Breslau teilt uns mit: „Es dürfte Sie interessieren zu erfahren, was mir ein nichtjüdischer Händler von Werbemarken und dergl. schreibt, nachdem ich ihm eben 20 der neuen braunen N. F.-Marken zugehen ließ: »Gratuliere zu den neuen Marken, die wirklich etwas Gediegenes sind. Bitte mir von jeder Ausgabe 40 Stück zu senden und bei dieser Gelegenheit noch 20 Stück braune nachzuliefern«." Aus einem Briefe der österreichischen Sammelstelle: „.....Sammelzeitungen bringen bereits die neue N. F.¬ Marke, und dürfte unter Sammlern eine größere Nachfrage entstehen, die einen ganz bedeutenden Absatz ergeben, kann." Der Leiter unserer Berliner Zentralstelle für die Postwertzeichensammlung zugunsten des N. F., Herr Dr. J. Loewenheitn, schreibt u. a.: „Ich bitte Sie, mir je ein Heft der bisher erschienenen verschiedenen Serien zum Verkauf an Sammler einzusenden (für Nichtzionisten) ..." Aus einem Schreiben der Federation of American Zionists, NewYork: „The stamps you have sent are certainly very beautiful . . . Please instruet the Jewish Colonial Trust to forward us $ 200 worth of the new stamps ..." Wir lassen hier eine kurze Aufstellung über den bisherigen der neuen Marken in den verschiedenen Ländern Ägypten . 120 Stück im Werte von Jl 5.10 Argentinien 440 „ „ 18.48 Belgien 3 200 » n 129.60 Canada . . 40 » n 1-70 Deutschland 29 400 „ „ 1 470.— Niederlande 1 880 „ * „ „ 94.— Österreich ] 38 000 „ „ „ „ „ 1 615. - Ungarn 320 „ „ 13.60 Kroatien J 400 „ „ 17. - Palästina . . 3 240 n » 131.22 Rumänien . 10 000 „ „ 405.— Rußland . . 9 200 „ 397.90 Schweiz . . 2 560 „ „ 103.68 Serbien . . 400 „ » 16.20 Summe 99 200 Stück im Werte von Jf. 4 418.48 Hierzu kommt noch eine Bestellung aus Amerika auf 20 OOO Marken im Werte von 840.—, die noch nicht effektuiert werden konnte. Aus Südafrika' und andern überseeischen Ländern sind demnächst gleichfalls größere Bestellungen zu erwarten. Um einen größern Absatz der Verkaufsartikel des Jüdischen Nationalfonds (N. F.-Marken, Telegrammblankette, Ansichtskarten) zu erzielen, ist es unbedingt notwendig, daß an allen Orten, wo eine Nationalfondkommission besteht, von derselben mehrere Verkaufsstellen eingerichtet werden. Bs ist empfehlenswert, daß die Landessammelstelle im Rahmen ihres Rabatts den Verkaufsstellen eine zu vereinbarende Provision gewährt. Am besten eignen sich als Verkaufsstellen die jüdischen Buchhandlungen, aber auch sonstige allgemein zugängliche Geschäftslokale, wie Zigarren-, Wein-, Papierhandlungen usw. Die einzelnen Verkaufsstellen sind von der Nationalfondskommission in der lokalen Presse bekanntzugeben. Als nachahmenswertes Beispiel führen wir folgende Annonce an, die die Nationalfondskommission in Breslau dieser Tage in den dortigen Tageszeitungen veröffentlicht hat: Jüdische Wohlfahrtsmarken in prächtiger Ausführung, zu Briefverschlüssen und dergleichen, ä 5 Pfg. Depeschenformulare, Ersatz für Gratulations- und dergl. Telegramme, als Brief zu versenden. Ertrag für Wohlfahrtszweke, ä 40 Pfg. Zu haben bei: Brandeis, Buchhandlung, Karlstraße 26 — Fürst, Weinhandlung, Königsplatz 3b — Roth, Buchhandlung, Gartenstraße 31 — Würckheim, Zigarrenhandlung, Rietnbergshof.