Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 13 (1909)
- Issue
- 16 (16.4.1909)
- Date
- 1909-04-16
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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■\--<:>#:aasi*'*; 352 DIE ELT No. 16 * f h ' i< * * 2 i> * entsprechenden Ziffern der vorjährigen Frühjahr-Quartalsstatistik verglichen werden, da die Einsetzung dieser Zahlen seit Mitte 1908 nach andern Prinzipien erfolgt als zu Anfang des gleichen Jahres. Zuerst stützten wir uns nämlich auf die Verkaufsrnitteilungen unserer Sammelstellen, während wir uns heute an die Angaben der Jüdischen Kolonialbank halten. Nach.diesen Angaben betrugen die Eingänge im ersten Quartal 1908 für N.-F.-Marken Ji 3855.94, Telegramm-Blankette Jt iOl4.30. Dies ergibt für N.-F.-Marken einen Zuwachs von Jl 2555.68, für Telegramm-Blankette von Jl 9.93. Mit Rücksicht auf die Ausgabe der neuen Herzl-Marke ist eine ganz beträchtliche Steigerung der Eingänge aus dem Verkauf der N.-F.-Marken zu erwarten. Die Selbstbesteuerung ist noch immer unser Schmerzenskind. Wie die Büchsensammlung kann auch sie nur dann reüssieren, wenn die LandesundJokalen Sammelstellen dazu übergehen, diese Spendenart für sich straff zu organisieren und die Eingänge genau zu kontrollieren. Der Anteil der einzelnen Sammelmittel an dem Ergebnis des verflossenen Vierteljahres beträgt in Prozenten ausgedrückt: Allgemeine Spenden ...... 31,4 Oelbaumspende........ 21,5 Goldenes Buch........ 17,4 Büchsen.....t..... 13,3 N. F.-Marken.........7,1 Sammelbogen.........4,5 Selbstbesteuerung ....... 3,6 Telegramm-Blankette. ..... 1,2. Diese Aufstellung ergibt, daß den letzten vier Sammelmitteln in der nächsten Zeit größere Aufmerksamkeit zu widmen ist. Das Ergebnis der diesmaligen Vierteljahr-Statistik darf im Ganzen als befriedigend angesehen werden. Wir hoffen aber, daß die emsige und tatkräftige Arbeit unserer Sammelstellen für das nächste Vierteljahr ein noch besseres Resultat zeitigen wird. Bericht des Hauptbureaus des Jüdischen Nationalfonds über seine Tätigkeit in der Zeit von August 1908 bis März 1909 (Schluß) Der größte Teil der Eingänge des Jahres 1908, nämlich Jt 87 944.23, waren allgemeine Spenden. Der Rest verteilte sich auf die übrigen Sammelmittel, wie folgt: Golden-Buch-Spenden . . . Jt 63 553.54 Ölbaumspenden.....„ 46 038.24 ft.-F.-Marken ......„ 26 534.08 Sammelbüchsen.....„ 26 508.92 Sammelbogen......„ 10 948.52 Selbstbesteuerung . . . . „ Q 211.86 Telegramrnblankette . . . . „ 3 862.08 Bei den Sammelbüchsen ist bereits ein allmähliches Steigen der Beträge zu beobachten; wenn auch das Gesamtergebnis dieses Sammelmittels im vergangenen Jahre noch keineswegs zufriedenstellend ist. Die nächste Jahresstatistik wird deutlicher zeigen, daß die für die Vervollkommnung dieses Sammelmittels aufgewendete Energie und Sorgfalt nicht umsonst waren. Anschaffungen: Als wir die Verwaltung des J. N.-F. übernahmen, war die Institution der N.-F.-Sammelbüchsen eigentlich nur in den Ländern der österreichischen Krone sowie in Deutschland und Rußland in weitern Kreisen bekannt. In den übrigen Ländern der Erde waren nur vereinzelt N.-F.-Büchsen verteilt worden. Aber schnell erwarb sich dieses Sammelmittel allgemeine Beliebtheit, so daß wir uns schon im September 1907 genötigt sahen, nicht nur für die Länder englischer Zunge, sondern auch für Österreich, Deutschland und Rußland große Quantitäten von Büchsen herstellen zu lassen. Insgesamt betrug die Zahl der seit Herbst 1907 hergestellten Büchsen ca. 40 000, in welchen £869.15.2 investiert sind. Mit Rücksicht auf den großen Bedarf war es uns gelungen, mit einer Berliner Firma einen besonders günstigen Abschluß zu tätigen, demzufolge sich der Preis der einzelnen Büchse auf nahezu ein Drittel des Preises der alten Büchse reduzierte. Auch die andern Sammelmittel mußten erweitert und verbessert werden. Insgesamt sind in diesen £ 188.17.2. angelegt worden, wobei zum Teil der Bedarf für mehrere Jahre bereits gedeckt ist. Schließlich wurden noch vereinzelte einmalige Anschaffungen gemacht, die gleichfalls einen nicht unbedeutenden Wert darstellen, wie eine Liegenschaftskarte, Bureaueinrichtung Köln zu insgesamt £92.11.8. Die Auslagen für Ansichtskarten und Broschüren im Betrage von £ 52.2.8 sind längst durch den Verkauf hereingebracht worden. Ausgaben: Die Gesamtausgaben der Nationalfondsverwaltung betrugen im Jahre 1908 abzüglich der Anschaffungen, der Provisionen der Sammelstellen, einiger außerordentlicher Spesen von £ 9.2.8, sowie £ 400.—.1, welche wir für von der frühern Verwaltung bestellte Sammelmittel bezahlen mußten, £ 2734.13.3. Diese Ausgaben zerfallen in: 1. die Ausgaben des Hauptbureaus, Köln; 2. die Kosten des registered Office in London, einschließlich der Entschädigung der Jüdischen Kolonialbank für die mit dem Inkasso sowie dem Vertrieb der Marken und Telegramrnblankette verbundenen Arbeiten; 3. Die Ausgaben der Landverwaltung in Palästina einschließlich des Beitrags von 60 °/o zu den Kosten des Palästinaamtes sowie der für unsern Besitz in Palästina zu zahlenden Steuern. Die Ausgaben sub 1. betragen £ 1271.5.6. Hierin sind sämtliche Propagandaausgaben enthalten (worunter £ 129.16.2 für Flugblätter), ferner die nicht unbeträchtlichen Auslagen für die Publikationen in der „Welt" sowie die Reisespesen des Bureaus und Direktoriums. Die eigentlichen Ausgaben des Kölner Hauptbureaus betragen in Wirklichkeit nur £ 693.4.3. Die Ausgaben sub 2.*) betragen £ 915.12.2 und die sub 3. £ 547.15.7. Vielleicht werden manchem diese Ausgaben als zu hoch erscheinen. Es darf aber nicht vergessen werden, daß in keinem Jahre seit Bestehen des Fonds so viele Broschüren und Flugblätter, Propaganda- und Sammelmittel hergestellt sowie verausgabt und verbreitet wurden als im vergangenen. Auch für die Erweiterung und Festigung der Nationalfondsorganisation ist in diesem Zeitraum viel getan worden. Ob sich diese Aufwendungen genügend lohnen, wird die Zukunft lehren. Schon die in dieser Nummer erscheinende I. Quartalstatistik des Jahres 1909 ist geeignet, uns mit Genugtuung und die Freunde des Nationalfonds mit den besten Hoffnungen zu erfüllen. *) Ein Teil dieses Postens wird sich im nächsten Jahre infolge einer Vereinbarung mit der Jüdischen Kolonialbank um £ 200 reduzieren.