Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 13 (1909)
- Issue
- 16 (16.4.1909)
- Date
- 1909-04-16
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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FW I-P Diid Ei iä Eiiä No. 16 DIE „Die Welt", als offiziellem Organ des Zionismus, in der nächsten Nummer im Interesse der Wahrheit gefl. veröffentlichen zu wollen. 'Hochachtungsvoll In Zion 5 Anril 1Q0Q Dn M' Friedeberger a. Apni ivuv. Präsident der „London Zionist League" Hochgeehrter Herr Redakteur! Ich bin überrascht, daß Dr. M. Friedeberger, Präsident der London Zionist League, eine solch große Unkenntnis der Verfassung der English Zionist Federation zeigt. Herr S. Goldreich und ich wurden als Mitglieder des Zentralkomitees der Federation von der Versammlung der London Zionist League im verflossenen Januar gewählt, am Vorabend der Konferenz von Sheffield. Gemäß der Verfassung der Federation behalten wir dieses Amt fair 12 Monate, und kraft dieser Stellung besuchten wir die Konferenz des Zentralkomitees in Leeds. Hätten wir versäumt, dieser Konferenz beizuwohnen, so hätten wir uns einer schweren Mißachtung des Vertrauens schuldig gemacht, das uns von der Versammlung der Zionist League für das laufende Jahr geschenkt wurde. Unsere Teilnahme an der Konferenz in Leeds war daher absolut gesetzlich. Die Behauptung, daß gemäß der Verfassung der English Zionist Federation nur Delegierte zu Mitgliedern des Exekutivkomitees gewählt werden können, ist durchaus unrichtig. Wenn Dr. Friedeberger, Präsident der London Zionist League, die Statuten von Anfang bis zu Ende durchsuchen wird, wird er nicht darin eine einzige Bedingung für die Mitgliedschaft des Exekutivkomitees finden. Gerade, weil eine solche Bedingung nicht festgelegt ist, war es möglich, daß das Exekutivkomitee, das im verflossenen Januar zurücktrat, einen Herrn enthielt, der nicht einmal Mitglied eines zionistischen Vereins war! Das nächstemal, wenn Dr. Friedeberger, Präsident der London Zionist League, beabsichtigt, Sie mit seinen Anschauungen über die Angelegenheiten der English Zionist Federation zu beglücken, wird er gut daran tun, die elementare Vorsichtsmaßregel zu beachten, die darin besteht, sich mit den einfachen Tatsachen der Angelegenheit vertraut zu machen. Mit Zionsgrüßen Hochachtunsvoll Manchester, 13. April 1909 Israel Cohen Sehr geehrte Redaktion! Der Bericht, den die heutige Nummer der Welt über meinen Vortrag vom 12. März bringt, veranlaßt mich, Sie um Aufnahme einer kurzen Aufklärung zu bitten. Ich sprach nicht von „erotischen Taufen", nehme aber an, daß Ihr Herr Berichterstatter darunter die Taufen verstand, die durch Liebesheiraten veranlaßt werden und für die ich einiges Verständnis habe. In jedem Falle fehlen bei ihnen die unedlen Motive, die den Karrieretaufen unter allen Umständen zugrunde liegen. Jene Wortumbildung ist nicht nur nicht schön, sondern sogar sinnentstellend, da Liebe die reine, von mir erwähnte Liebe, mit Erotik doch wohl nichts zu tun hat. Ferner bin ich weit entfernt, die - auch nach meiner Überzeugung seltenen Fällen von — Überzeugungstaufeu schlankweg mit dem „bekannten Wort" von dem Goj usw. abtun zu wollen. In jder Zeit der Romantik, die ich sehr eingehend besprach, gab es Überzeugungstaufen in Massen, damals hatte die Staatsreligion auch ein ganz anderes Bild. Diese kurzen Andeutungen sollen den Zweck haben, darauf hinzudeuten, daß die überaus ernste Tauffrage nur dadurch in zweckdienlicher Weise kritisch besprochen werden kann, daß sie sine ira et studio alle Grundursachen beleuchtet. Das Referat ist aber geeignet, Angriffspunkte zu bieten, die in meinem Vortrage selbst sicher nicht gelegen haben. Mit Zionsgruß Ihr ergebenster Posen, 3. April 1909__Dr. Kassel Berichtigung In dem Gedicht „Judenkind" in der vorigen Nummer ist leider ein sinnentstellender Fehler unterlaufen: die dritte Strophe ist irrtümlich der zweiten vorangestellt worden. Ferner muß es in Strophe 5 statt „aus altem Leid" heißen: „aus allem Leid". In der Korrespondenz „Zionismus und Religion" in der Passahnummer ist zu berichtigen: Auf Seite 321, Spalte 2, Absatz 7, Zeile 9 soll es heißen statt „das ethische Band" richtig „das ethnische Band"; auf Seite 322, Spalte 1, Absatz 2, Zeile 7 statt: „Verfehlen" richtig „Versehen"._ Regina Fischer Dr. Max Jungmann Verlobte Berlin, im April 1909. Jüdischer Verlag, g. m. b. h. Köln a. Rh. Soeben erschien in unserm Verlag: Unterwegs Drama aus dem jüdischen Leben von Heinrich Grünau. Preis M1.50 (mit Porto M1.70). Heinrich Grünau, der bekannte jüdisch-nationale Dichter, der sich durch seine „Gedichte und Lieder" und sein Drama „Exil" in jüdischen Literaturkreisen einen Namen gemacht hat, stellt in seinem neuen Drama das jüdische Problem unter einer neuartigen und ungemein fesselnden Beleuchtung dar. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen sowie durch den J üd ischen Verlag, g. m. b. h. Köln a. Rh. Karolingerring 6. EüflEüfl FW EJ3I EJ3 Eüä Eud Ekid