Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 13 (1909)
- Issue
- 3 (15.1.1909)
- Date
- 1909-01-15
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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66 DIE ELT No. 8 — eben weil er Jude war. Es ist eines der größten Werke zu schaffen. Ein Wahrzeichen ist aufzurichten, das uns und noch unsern Enkeln Selbstbewußtsein und Tatkraft verleihen soll im Kampfe um unser Recht, auf das wir hinweisen als auf eine grandiose Apologie unseres Volkes. Wir wollen natürlich nicht nur jene behandelt wissen, welche dem Judentume treu blieben, sondern auch die, welche aus Müdigkeit und Verzweiflung und Rastlosigkeit abgefallen sind, um sich das Entreebillett in die europäische Kultur zu erwerben; denn trotz aller Assimilation prägten sie allem, was sie taten, schrieben und fühlten, den Stempel des jüdischen Geistes auf. Es gelten weder zeitliche noch geographische Grenzen, Der Chafakter eines Volkes, seine Individualität zeigt sich nicht in den Auswüchsen, die durch die sozialen Verhältnisse hervorgerufen wurden, sondern am reichsten und reinsten in seinen größten Söhnen. Und deren sind viele: Spinoza, Marx, Lasalle, Heine, Börne, Schnitzler, die Rahel, Bizet, Meyerbeer, Liebermann, Brandes.-. . Doch wer nennt die Namen? Sie alle sollen gewürdigt werden. Wir wollen an hervorragende Gelehrte, Schriftsteller und Künstler herantreten und sie um ihre Mitarbeit an unserm Werke bitten. Anträge, Anfragen usw. sind zu richten an die Sektion für jüdische Kunst und Kultur der Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler in Wien, IX. Bezirk, Grünetorgasse 34. Die Süddeutschen Monatshefte, die kürzlich unter lebhaftem Anteil der gebildeten Welt ihren zehnten Band abgeschlossen und den elften, mit dem glänzenden Januarheft eröffnet haben, lassen diesem soeben das Februarheft folgen. Es enthält u.a.: die Erzählung „Der Laubfrosch als Erzieher" von A. SUpper, die erste Fortsetzung des Romans „Bis zur Grenze" von Grazia Deledda, ein Komödienfragment von Hugo von Hofn-iannsthal, eine kleine Selbstbetrachtung „Meine Tugend und meine sittliche Verwilderung" von J. V. Widmann, die erste Fortsetzung der Lebenserinnerungen von Ludwig Ganghof er, Japanische Reiseeindrücke von Professor Josef Schnitzer, ein italienisches Städtebild „San Gimignano" von Professor Josef Hofmiller, Spectator novus spricht von Selbsttrauungen katholischer Priester und eine reichhaltige Rundschau würdigt aktuelle Ereignisse und neu erschienene Bücher. Diese Inhaltsangabe wird genügen, um unseren Lesern ein Bild von der Bedeutung der Münchener Monatsschrift zu geben und diejenigen, die sie noch nicht kennen, zu veranlassen, vom Verlag (Süddeutsche Monatshefte G. m. b. H. München) ein Propeheft zu verlangen. Der Jnlandsaufiage der heutigen Nummer liegt--eine Preisliste der bekannten Schreibwarenfabrik F. Soennecken, Bonn, über Umlegkalender bei, worauf wir unsere verehrlichen Lese;" ganz besonders aufmerksam machen. Der mit einein Notizblock dessen J>läi ler nicht verloren gehen können, weil sie von einem Bügel festgehalten werden) ausgerüstete Kalender bietet jedem Schreibenden zur pünktlichen Erledigung aller seiner Privat- und Geschäftsvorfälle ein äußerst praktisches und zeitsparendes Hilfsmittel, das sich wegen seiner Zweckmäßigkeit überall ur. entbehrlich erw eisen wiid. Auslandsinteressenten teilt obige Firma gern mit, wo diese Kalender erhältlich sind. An unsere Leser! Jenen Beziehern der „Weit", die gleichzeitig Abonnenten des „Ha'Ol am" sind, bringen wir zur Kenntnis, daß nach wie vor Abonnements« bestellungen undQeldsendungenfürden „Ha'Olam" an uns gerichtet werden können. Expedition „Die Welt" 5fo Statt besonderer Anzeige. Die Verlobung meiner jüngsten Tochter Edith mit Herrn Rechtsanwalt Dr. Arthur Hantke beehre ich mich ganz ergebend anzuzeigen. Pau|a Hevmann Berlin, im Januar 1909. Q^b. Schottländer. Lessingstr. 49. _ Meine Verlobung mit Fräulein Edith Heymann, Tochter des verstorbenen Herrn Dustizrai Dr. Theodor Heymann und seiner Frau Gemahlin Paula geb. Schottländer, beehre ich mich ganz ergebenst anzuzeigen. Arthur Hantke. Zur gefl. Beachtung! Unsern Abonnenten in Deutschland bringen wir hiermit zur Kenntnis, daß wir ab 1. Januar 1909 beim Kaiserlichen Postscheckamt in Köln ein Scheckkonto unter der Nr. 679 errichtet haben. Es können auf dieses Konto bei jedem beliebigen Postamte oder auch bei jedem Postscheckamte, wo ein solches besteht, Beträge an uns kostenlos überwiesen werden. Die zur Überweisung notwendigen Zahlkarten stellen wir unsern Abonnenten gratis zur Verfügung, und haben bereits an alle jene Bezieher in Deutschland, die den Abonnementsbetrag für 1909 zu entrichten haben, Zahlkarten zugehen lassen, da diese Überweisungsart in jeder Hinsicht am bequemsten ist, empfehlen wir unseren geehrten Lesern, sich derselben zu bedienen. Bestellungen auf Einbanddecken für den Jahrgang 1908 der „WELT" bitten wir schnellstens aufzugeben, weil nur eine beschrankte Anzahl Decken angefertigt wird. Preis M. 1.50. Porto für Österreich und Deutschland 30 Pf., für alle andern Länder 60 Pf. Die Expedition. I Schreibmaschine Neues Modell mit sichtbarer Schrift soeben erschienen. The Yost Typewriter Co. Ltd. 50, Holborn Viaduct, London E. C. und überall.