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Die Welt · 1909-01-08 · 2 (8.1.1909) · page 18

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
13 (1909)
Issue
2 (8.1.1909)
Date
1909-01-08
Page
– (sequence 18)
Language
German
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Unsere geehrten Abonnenten, deren Bezugszeit am 31. Dezember 1908 abgelaufen war, ersuchen wir nochmals um rascheste Erneuerung des Abonnements, da dieZusendung des Blattes von nächster Nummer ab nur an jene Abonnenten erfolgt, die mit der Einzahlung des Bezugspreises nicht im Rückstände sind. Untern Abonnenten in Deutschland bringen wir hiermit zur Kenntnis, daß wir ab 1. Januar 1909 beim Kaiserlichen Postscheckamt in Köln ein Scheckkonto unter der Nr. 679 errichtet haben. Es können auf dieses Konto bei jedem beliebigen Postamte oder auch bei jedem Postscheckamte, wo ein solches besteht, Beträge an uns kostenlos überwiesen werden. Die zur Überweisung notwendigen Zahlkarten stellen wir unsern Abonnenten gratis zur Verfügung, und haben bereits an alle jene Bezieher in Deutschland, die den Abonnementsbetragfür 1909 zu entrichten haben, Zahlkarten zugehen lassen. Bestellungen auf Einbanddecken für den Jahrgang 1908 der „WELT" bitten wir schnellstens aufzugeben, weil nur eine beschränkte Anzahl Decken angefertigt wird. Preis M. 1.50. Porto für Österreich und Deutschland 30 Pf., für alle andern Länder 60 Pf. Die Expedition. ■• „Kind und Kunst", illustrierte Monatshefte für Schule und Haus, Verlag Adolf Stenzel, Breslau, Probeabonnement 3 M. 80. Illustrationen und eine bunte Beilage enthält das überaus reichhaltige Dezemberheft. Der Inspektor des Zeichenunterrichts an den Münchener Volksschulen führt zunächst darin die überraschenden Resultate der von Dr. Kerschensteiner geleiteten neuen Methode vor Augen. Von Kindertheatern erzählt dann Wilhelm Michel; solche sehen wir auch im Bilde. Die neuesten Künstlerlebkuchen sind ebenso vertreten wie die entzückenden neuen Künstlerpuppen. Andere Autoren sprechen über neue Spielsachen, Modellierbogen, Bücher und Spiele. Von Otto Ernst und Ludwig Gurlitt handeln zwei Artikel, denen auch die Porträts von Ernst und Gurlitt beigegeben sind. Ein lustiges Spiellied „Der Herr Schuster" stammt von Viktor Blüthgen und ist komponiert von Cornelius Schmitt. Derber, lustiger ist das Kasperlstück „Nur nicht ängstlich sein" von Martin Boelitz, während Hans Ostwald in seinem „Nußknacker" eine ernstere, nachdenkliche Weihnachtsgeschichte aus dem Leben erzählt. Die bunte Beilage von Mickelait wird jung und alt entzücken. Das Heft zeugt aufs beste für das Programm von „Kind und Kunst", Freude zu bringen in das Leben des Kindes — durch die Kunst".____ ___ Süddeutsche Monatshefte. Unter Mitwirkung von j. Hofrniller, Fr. Naumann, Hans Pfitzner, Hans Thoma, Karl Voll herausgegeben von P. N. Coßmann (München, Süddeutsche Monatshefte G. m. b. H.). Das erste Heft des 6. Jahrganges (Januar 1909) präsentiert sich in neuem Gewände: das von P. Renner gezeichnete geschmackvolle Titelbild und die feinfühlige, vornehme typographische Anordnung zeigen, daß auch der Verlag der süddeutschen Revue die Errungenschaften moderner Buchkunst sinnvoll zu verwerten weiß. An der Spitze des imponierenden Januarheftes steht der erste Teil eines neuen Romans der römischen Dichterin Grazia Deledda. „Bis zur Grenze" ist er betitelt, und sein Schauplatz ist die wildschöne Gebirgslandschaft Sardiniens, deren meisterhafte Schilderungdie Deledda zu einer der ersten Größen der epischen Literatur unserer Tage gemacht hat. Josef Ruederer ist mit seiner neuesten Novelle „Das Grab des Herrn Schefbeck" vertreten, die den viel umstrittenen Münchener Satiriker auf der vollen Höhe seines Schaffens zeigt. Ludwig Ganghofer gibt das Buch der Kindheit aus dem Lebenslauf eines Optimisten; seine zahllosen Freunde werden ihm mit größter Spannung und Freude folgen. Eine Anzahl ungedruckter Briefe Friedrich Nietzsches aus den letzten Lebensjahren des einsamen Philosophen gibt wertvolle Aufschlüsse über sein heute doppelt „aktuelles" Verhältnis zu Mutter und Schwester. Joseph Schnitzer, der aus den letzten vatikanischen Streitigkeiten allbekannte Münchener Theologieprofessor, veröffentlicht unter dem Titel „Japanische Pilgerfahrten" glänzend geschriebene, gedankenreiche Bilder aus dem Land der aufgehenden Sonne. Auf das Gebiet der Politik führt ein neuer kirchenpolitischer Brief von Spectator novus. Von den literarisch kritischen Arbeiten nennen wir eine ebenso ursprüngliche wie geistvolle Studie über Wedekinds biographische Dramen von Joseph Hofmiller und eine Würdigung des Sapper'schen Buches über Frau Pauline Brater aus der Feder Auguste SUppers. Karl Voll widmet dann dem verstorbenen genialen Simplicissimus-Zeichner Rudolf Wilke einen Nachruf u. A. m. Neues von Kunst und Kunstgewerbe Das vor kurzem erschienene Januarheft der Darmstädter Kunstzeitschrift „Deutsche Kunst und Dekoration" bringt treffliche Reproduktionen einer Gruppe Federzeichnungen auf Pergament, von feinstem Stimmungsgehalt. Sie sind Zeugen jener eigenartigen Richtung, die die moderne.Kunst in Schottland und speziell in Glasgow genommen hat. Äußerste Verfeinerung ist die Losung; es liegt etwas traumhaftes in diesen Illustrationen. Mit Worten ist diesen Darbietungen nicht recht beizukommen; ein wunderliches Spiel mit Geheimnissen beeinflußt selbst die Technik bis ins kleinste. Auch der weitere Inhalt des Januarheftes der „Deutschen Kunst und Dekoration" ist voll intimer Reize. Da finden wir ein Landhaus in Niedersachsen, eine großzügige Anlage, bei der jeder Prunk * vermieden und alles auf echte Vornehmheit gestimmt ist. Dann t folgen Gemälde und Studien des Münchner Tiermalers Charles Tooby, der als eineri der stärksten auf seinem Gebiete gilt. Ein weiterer f Teil des Heftes ist dem Kunstgewerbe gewidmet. Da finden wir Bucheinbände von Paul Kersten, Linoleumschnitte auf Samt gedruckt, und Entwürfe für Wandbespann- und Möbelstoffe, die letzthin bei einem reichdotierten Preisausschreiben prämiert wurden. Besondere Beachtung verdienen auch die Textbeiträge des Heftes, die nicht S zu den Abbildungen in direkter Beziehung stehen. / Das Januarheft der „Deutschen Kunst und Dekoration" mit 73 * meist ganzseitigen Abbildungen ist zum Preise von Jt 2.50 durch * alle Buchhandlungen oder von der Verlagsanstalt Alexander Koch- Darmstadt zu beziehen. Wir beabsichtigen den Alleinverkauf unserer bescheren Pfianzenmorgorine Leto provinzweise abzugeben und bitten Interessenten uns näher zutreten. Dr. Riesels HahrunssmIttelwerRe9 Pflanzenbutterfabrik Berlin SW., Neuenburgerstr. 37. Die Geburt eines Jungen zeigen an A iron Gurland und Prau Hanna geb. Hartbrodt Hannover-Linden, 4. Januar 1909.

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