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Die Welt · 1907-11-08 · 45 (8.11.1907) · page 19

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Journal
Die Welt
Volume
11 (1907)
Issue
45 (8.11.1907)
Date
1907-11-08
Page
– (sequence 19)
Language
German
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No. 45 DIBBELT ^^JUeDISCH6R riATlonAL-FOIIDS)^ MITTEILUNGEN DES HAUPTBUREAUS DES JÜDISCHEN NATIONALFONDS IN KÖLN Anzahlungen fürs Goldene Buch Um einem vielfach geäußerten Wunsche nachzukommen, beginnen wir in der nächsten Nummer der „Welt" mit der Publikation eines Verzeichnisses der bestehenden Konti für Eintragungen ins Goldene Buch. Dieses Verzeichnis wird sämtliche bisher in der „Welt" und der „Jüdischen Zeitung" (Wien) ausgewiesenen Teilzahlungen umfassen und über den gegenwärtigen Stand der einzelnen Konti Aufschluß erteilen. Durch diese Veröffentlichungen wird es den einzelnen Sammelstellen ermöglicht werden, die Liste der Anzahlungen aus ihrem Gebiete an der Hand der Ausweise in ihren respektiven Publikationsorganen selbständig weiterzuführen. * An unsere Gesinnungsgenossen in allen Ländern? Aus dem unscheinbaren Sandkorn schafft die Natur die harten Steine, aus welchen der Mensch Häuser und ganze Städte baut. Auch mit den allerkleinsten Mitteln kann man Großes erreichen, und jeder hat es in seiner Macht, sogar ohne nennenswerte Opfer an Zeit und Geld, den Jüdischen Nationalfonds zu mehren, und damit eine seiner Pflichten als Jude zu erfüllen. Eines dieser unscheinbaren Mittel ist die abgestempelte Briefmarke, und darum ergeht heute von uns die Bitte: „Sammelt Briefmarken für den Jüdischen Nationalfonds!" Hier können die Armen und Ärmsten ebenso geben wie die Reichen. Die Briefmarken sind schon seit langer Zeit ein beliebter Sammelgegenstand geworden. In allen Ländern gibt es heute Briefmarkensammler, welche für die Marken hohe Preise bezahlen, und auf der ganzen Welt wird daher bereits ein schwunghafter Handel mit Briefmarken getrieben. Je entlegener die Länder sind, aus denen sie kommen, desto höher ist ihr Wert. Nichtsdestoweniger sind uns auch die Marken aus den europäischen Ländern des großen Briefverkehrs erwünscht, d*snn diese werden von uns an die überseeischen Sammelstellen weitergeschickt und dort zu dem zehnfachen Preise verkauft, den sie hier einbringen würden. Im allgemeinen werden die Briefmarken über höhere Werte, wie I Rubel, 2 Mark, 2 Kronen usw. am besten bezahlt und solche sind uns daher ganz besonders willkommen. Wir verweisen in dieser Hinsicht auf einen Aufsatz von Herrn Dr. Julius Löwenheim in der Jüdischen Rundschau" Nr. 40. Ein jeder ist in der Lage, Briefmarken zu sammeln und so für den ^ationalfonds zu spenden, und wir bitten daher alle Gesinnungsenossen und alle Juden überhaupt, diese kleine und mühelose Arbeit auf sich zu nehmen. Sammelt Briefmarken in euren üeschäften, sammelt olche bei euren Freunden und Bekannten und sendet üeselben an das* Hauptbureau des Jüdischen Nationalen ds. Lie Zusendung der Marken erfolgt bei kleinen Quantitäten aus Deutschland, Österreich und Ungarn am besten per Brief (bis 250 Iramm beträgt das Porto 20 Pfg.), aus allen übrigen Ländern als Drucksache, (je 50 Gramm kosten 5 Pfg. Porto und das Höchstgewicht beträgt 2 kg). Die größeren Quantitäten werden am vorcilhaftesten per Postpaket verschickt. Der Erlös aus dem Verkauf der Marken wird vorläufig monatlich, später vielleicht wöchentlich i n d er „Welt" bekannt ■egeben werden. Neue Nationalfondsbüchsen Der Abschluß auf die von Dr. Bodenheimer in seinem jüngsten Kongreß-Referate angekündigten neuen Sammelbüchsen ist •>r kurzem getätigt worden. Die neuen Büchsen gelangen bis zum 1 nde dieses Jahres zur Ausgabe. Nationalfondsansichtskarten Es diene den Gesinnungsgenossen zur Nachricht, daß das Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds in Köln stets eine große Kollektion schöner verschiedensprachiger Nationalfonds-Ansichtskarten in mehrfacher Ausführung vorrätig hat. Dieselben werden gegen Voreinsendung des Betrages direkt vom Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds (Adresse: z. H. des Herrn Rechtsanwalts Dr. M. J. Bodenheimer, Köln) abgegeben. Der Preis beträgt für zionistische Vereine bei Abnahme von mindestens 100 Stück 5 bezw. 4 Pfg. pro Stück. (Die Karten zu 5 Pfg. dürfen im Einzelvertrieb nicht unter 9 Pfg. wiederverkauft werden.) Gleichzeitig weisen wir darauf hin, daß die Nationalfonds-Ansichtskarten auch durch die einzelnen Landessammelstellen zum gleichen Preise erhältlich sind. Bestellungen auf kleinere Posten können daher am zweckmäßigsten den Landessammelstellen aufgegeben werden. Telegrammblankette und Nationalfondsmarken sind nicht vom Hauptbureau in Köln, sondern von der Jüdischen Kolonialbank und den Landessammelstellen zu beziehen. Der Übersichtlichkeit wegen rechnen wir von nun ab die Gesamtsumme der wöchentlichen Spendeneingänge der einzelnen Sammelstellen sowie die Summe der einzelnen Spendengattungen aus denjenigen Ländern, die noch keine Nationalfondssammelstelle und kein Ausweisorgan haben, in deutsche Reichswährung um, und zwar nach den folgenden Einheitskursen:*) 1 Krone öst.-ung. Währ............ Mk.—.85 1 Frank (Lei etc.)............. „ —.81 1 Rubel................... „ 2.16 1 £................. . . . „ 20,40 1 Holl. Gulden (Hfl.)............. „ 1.69 1 Dollar................... „ 4.20 1 Skand. Krone................ „ 1.125 1 Argent. Papierpeso............. 1.78 *> Die obige Währung-stabel le ist in Nr. 43 der »Welt« durch viele Druckfehler entstellt. Die Umrechnung selbst ist r i c h t i 1; v o r .i;- e n o m in e n worden. Hierdurch ersuchen wir alle Sammelstellen, ihren Vorrat an Nationalfondsmarken bis Januar 1908 nach Möglichkeit abzusetzen da eine Änderung bezüglich der Nationalfonds-Marken bevorsteht. Solange die Formalitäten betreffs Eintragung des hiesigen Bureaus noch nicht zum Abschluß gelangt sind, bitten wir, um jede Verzögerung bei der Auslieferung zu vermeiden, unsere Gesinnungsgenossen in allen Ländern dringend, sämtliche für uns bestimmten Briefe, Wertbriefe, Postanweisungen, Pakete etc. z.H. des Herrn Rechtsanwalt Dr. M. J. Bodenheimer,Köln, zu adressieren. Die Parteiorgane werden gebeten, diese Notiz gefl. nachzudrucken.

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