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Die Welt · 1907-10-04 · 40 (4.10.1907) · page 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
11 (1907)
Issue
40 (4.10.1907)
Date
1907-10-04
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Wahl des Ausschusses statt und ergab folgendes Resultat: Obmännin Frau Berta Alt, Vizepräsidentin Frau Minna Spitz, Kassiererin Frau Paula Mayer, Schriftführerin Frau C. Novatschek, Beirätin Frau Paula Götzlinger. Brody: Am 25. September veranstaltete der zion. akad. Verein „Techijäh" in allen Sälen des Musikvereines einen Palästina-Festabend mit reichhaltigem Programm. Die Säle waren herrlich geschmückt. Trefflich waren die Dekorationen, darunter die von unserem Genossen stud. pharm. W. König gemalte Ansicht der Kolonie „Rischon le Zion". Nach zweistündiger Rede des Herrn Davis Trietsch aus Jaffa, der über Palästina sprach, folgten Musiknummern von Schubert und Mendelssohn. Hernach wurden alle Säle geöffnet, und da bot sich den Zuschauern ein herrlicher Anblick dar. Oberall Palmen und Laub, dazwischen orientalische Buden, in denen verschiedene Produkte Palästinas zu sehen waren. Originell war das Herzl-Zelt, in dem Herzls Broschüren und Werke verkauft wurden. In vorgerückter Nachtstunde folgte ein Tanzkränzchen. Der Reinertag dieses Abends ist für den Herzlwald in Palästina bestimmt. Distriktstag in Prag Das zionistische Distriktskomitee für Böhmen beruft für den 20. Oktober, 10 Uhr vormittags, im Jüdischen Vereinsheime den ordentlichen Distriktstag ein und ersucht die Vereine, ihre Delegierten zu entsenden. Nach dem Statut wählen Vereine bis 50 Schekelzahler 2, Vereine bis 150 — 3, darüber 4 Delegierte. Tagesordnung: 1. Verlesung des Protokolls des letzten Distriktstages. 2. Rechenschaftsbericht. 3. Kassenbericht. 4. Bericht des Nationalfondskommissärs. 5. Agitation und Presse. Refer.: Herr Reichsratsabgeordneter Doz. Dr. Mahl er. 6. Allgemeiner zionistischer Parteifonds. Refer.: Herr Karl Resek. 7. Palästin&arbeit. Referent: Herr Dr. Emil Margulies. 8. Wahlen a) in das Distriktskomitee, b) in die Parteileitung. 9. Freie Anträge. (Dieselben müssen statutengemäß mindestens 10 Tage vorher dem Distriktskomitee angemeldet werden.) Ferner beruft das Distriktskomitee den 19. Oktober 8 Uhr abends eine Sitzung der zionistischen Parteileitung ein und ladet die Herren Mitglieder zu derselben höflichst ein. Tagesordnung: 1. Verlesung des Protokolls der letzten Sitzung. 2. Bericht über den Parteifonds. 3. Vorbereitung des Distriktstages. 4. Freie Anträge. Rußland Zirkular I des Zentralkomitees der russischzionistischen Organisation. Das Zentralkomitee der zionistischen Organisation in Rußland hat sein erstes Zirkular im neuen Kongreßiahre erlassen. Das Zirkular enthält die Beschlüsse und Resolutionen des achten Kongresses und der vierten russischen Jahreskonferenz. Das Zentralkomitee empfiehlt den Ortsgruppen und den einzelnen Vertrauensmännern, insbesondere den Delegierten des achten Kongresses die Feiertage dazu zu benutzen, um in weitern Kreisen der jüdischen Bevölkerung den Inhalt und die Ergebnisse des achten Kongresses bekannt zu machen. Von den in vielen Zeitungen abgedruckten Kongressherichten und Aufsätzen über die vierte russische Jahreskonferenz empfiehlt das Zentralkomitee als die zuverlässigsten und gründlichsten in russischer Sprache die des „Rasswjet", in hebräischer die des „Haolam" und „Hasman", in deutscher die der „Welt". In jüdischer Sprache erschien ein Bericht im „Jüdischen Volk" und soll auch in einer Separatausgabe verbreitet werden. Das Zentralkomitee empfiehlt ferner die Bildung neuer zionistischer Ortsgruppen und die Ausführung des in Helsingfors gefaßten Beschlusses wegen der Selbstbesteuerung, der auch durch den Kongreß bestätigt worden ist. Das Zentralkomitee erinnert die Ortsgruppen an die Abrechnung wegen der Schekelgelder und ersucht um schnellste Einsendung der eingelaufenen Beträge. Das Zentralkomitee der zionistischen Organisation in Rußland hat eine neue Broschüre über den Bezalel herausgegeben. Wilna: Am 10. September fand hier eine Versammlung der Wilnaer Schekelzahler statt, in der Herr B. Goldberg über den achten Zionistenkongreß referierte. 400 Personen waren anwesend. Dem ausführlichen Referate folgte eine sehr lebhafte Diskussion. Die Versammlung war von der zuständigen Behörde genehmigt worden. Es wird beabsichtigt, eine ganze Reihe von ähnlichen Versammlungen zu veranstalten. In Kamenetz und Reval haben bereits ähnliche Versammlungen stattgefunden. Frankreich Paris: Im Saale „La Proletariern^" hielt Herr Ch. Qrünberg einen Vortrag über den Zionismus. Gegen 150 Zuhörer, hauptsächlich Studierende, waren anwesend, die Vertreter des „Bundes", der Sozial- Revolutionäre und der Sozialdemokraten ergriffen in der Diskussion gegen die Ausführungen des Vortragenden das Wort. In seinem Schlußworte gelang es dem Redner, sämtliche gegnerischen Einwände zu widerlegen. Das Referat hat einen ausgezeichneten Eindruck auf die Versammlung gemacht. In der letzten Nummer der „Semaine Literaire" erschien aus der Feder des oben genannten Herrn Qrünberg ein ausführlicher und gediegener Aufsatz, der die zehnjährige Tätigkeit des Zionismus behandelt. Hngland London: Am. Dienstagabend voriger Woche fand eine Versammlung in Kings Hall statt, die vom Verein Machneh Zion einberufen war, und in der Herr Josef Co wen seinen Kongreßbericht erstattete. Zu Beginn seiner Ausführungen erklärte Herr Cowen, daß die Berichte, die in der jüdischen Presse des Landes über den Kongreß erschienen sind, absolut unzuverlässig und nicht zutreffend seien. Vor seiner Abreise von London habe er viel sagen gehört, was auf dem Kongresse zu tun sei und auch von Anstrengungen, die gemacht wurden, das bisher Geleistete zu zerstören. Es schien so, als ob Leute, an deren Fähigkeiten, etwas zu Grunde zu richten, niemand gezweifelt habe, beschlossen hätten, ihr Bestes zu tun, um den Kongreß zu zerstören. Er wisse nicht, ob solche Absichten in die Wirklichkeit umgesetzt worden seien. Jedenfalls habe der Kongreß stattgefunden und sei von historischem Gesichtspunkte aus betrachtet, einer der besten Kongresse gewesen, die je abgehalten worden seien. Der Kongreß habe in der Weltpresse mehr Beachtung gefunden als seine Vorgänger. Der Schritt

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